
Der biedere Ivan reist mit seiner frisch angetrauten Ehefrau Wanda nach Rom, wo er sie Verwandten vorstellen möchte und eine Audienz beim Papst geplant ist. Daraus wird aber erst einmal nichts, weil Wanda sich aus dem Hotel schleicht, um den "weißen Scheich" zu treffen, den von ihr verehrten Helden eines Foto-Romans. Während Ivan verzweifelt versucht, ihre Abwesenheit vor seinen Verwandten zu verbergen, muss Wanda erkennen, dass ihr Traummann in Wirklichkeit ein schmieriger, verheirateter Möchtegern-Frauenheld ist. In ihrer Verzweiflung unternimmt sie einen halbherzigen Selbstmordversuch, bevor sie ins Hotel zu Ivan zurückkehrt.
Amüsante Satire, die die Diskrepanz zwischen Sein und Schein in der Unterhaltungsindustrie beleuchtet. Beruhend auf einer Idee von Michelangelo Antonioni und Federico Fellini, führt letzterer hier zum ersten Mal allein bei einem Film Regie. Es kommt zu einer ersten Zusammenarbeit mit Komponist Nino Rota, der bis zu seinem Tod 1979 bei sämtlichen Fellini-Filmen für die Musik zuständig war. Um die Nebenfigur der Prostituierten Cabiria (Giulietta Masina) drehte Fellini sieben Jahre später einen eigenen Film ("Die Nächte der Cabiria"). Lief in Deutschland zunächst unter dem Titel "Die bittere Liebe".