DVD Kaufvideo

Der Zauber von Malèna

Coming-of-Age Geschichte eines Jungen im faschistischen Italien, der sich in eine schöne Frau verliebt, der das Leben tragisch mitspielt.


Der Zauber von Malèna

Kaufvideo

Erhältlich seit:
06.02.2002

Originaltitel: Malèna

Drama

Italien/USA 2000
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12

Monica Bellucci
Giuseppe Sulfaro
Luciano Federico

Regie: Giuseppe Tornatore
Concorde Home Entertainment

Bild 1 von 8

Filmbewertung


(2 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Der Zauber von Malèna

Castelcutò, ein sizilianisches Dörfchen, während des Zweiten Weltkrieges. Doch der 13-jährige Renato kümmert sich nicht weiter um die noch fernen Kämpfe. Er hat zur Genüge mit dem eigenen Erwachsenwerden zu tun. Vor allem da plötzlich die anmutige Schönheit Malèna auftaucht, um ihren Vater zu unterstützen, während ihr Mann an der Front kämpft. Die verdreht nämlich allen Männern des Ortes den Kopf und erweckt selbst in Renato ungeahnte Gefühle. Er träumt davon ihr Beschützer zu sein, bis es plötzlich wirklich darauf ankommt...

Der Oscarpreisträger und gebürtige Sizilianer Giuseppe Tornatore ("Cinema Paradiso") kehrt in "Der Zauber von Malèna" zu seinen Wurzeln zurück. Dabei huldigt er der atemberaubenden Schönheit des Landes und vor allem der seiner nahezu stummen Titelheldin, Ex-Model Monica Bellucci. Die von ihm verfasste Geschichte kommt dabei weniger zum Tragen. Zu sehr drängt Istvan Szabos Stamm-Kameramann Lajos Koltai ("Ein Hauch von Sonnenschein") das Sein hinter blendenden Schein und verführt so sein Publikum zum bloßen Schauen.

Der Zauber von Malèna

Oscar-Preisträger Giuseppe Tornatore kehrt mit seinem neuen Werk in eine kleine italienische Stadt und in seine sizilianische Heimat zurück. In der berührenden Coming-of-Age-Story erzählt er von der schönen "Malèna", die beim jungen Renato während der Kriegswirren für Herzschmerz sorgt, von erster Liebe und dem ewigen Konflikt zwischen Gut und Böse.

Wie schon in Tornatores Meisterwerk "Cinema Paradiso" geht es um wehmütige Nostalgie, die Erinnerung an die Probleme des Erwachsenwerdens, den Verlust der Unschuld. Und wieder spielt die Geschichte am Ende des Zweiten Weltkrieges. Während ihr Mann als Soldat in Nordafrika kämpft, verdreht die hübsche Malèna allein durch ihre erotische Präsenz den Männern den Kopf. Aber nicht nur denen. Auch die Jungs kriegen nicht nur feuchte Hände, wenn sie lasziv über die Piazza stöckelt. Vor allem der 13-jährige Renato, wegen seiner kurzen Hosen noch als Kind gehänselt, wird ihr heimlicher Verehrer, schleicht ihr nach und muss beobachten, wie die Holde sich anderen hingibt. Während Malèna zu Beginn sich zwar ihrer Ausstrahlung bewusst ist, aber diese nicht bewusst einsetzt, ändert sich ihr Verhalten nach der Nachricht vom Tode ihres Mannes. Das Nötigste zum Leben verdient sie sich auf ihre Weise, ohne Rücksicht auf Religion und Moral. Das kann nicht gutgehen. Als sie dann noch deutschen Besatzern zu Dienste ist, kennt der Hass der Dorfweiber keine Grenzen mehr und entlädt sich auf grausame Weise beim Einzug der Amerikaner. "Der Zauber von Malèna" handelt nicht nur von einem Pubertierenden und seinen sexuellen Träumen, sondern ist auch eine politische Allegorie. Die Frau in ihrer Funktion als Prostituierte für deutsche Soldaten symbolisiert ein Italien, das mit dem Duce auf der falschen Seite stand, an ihr darf man den Zorn abreagieren, sich rächen für alle Demütigungen und enttäuschten Hoffnungen. Aber primär geht es in diesem Drama um typische Männerfantasien, die Tornatore wohl mit seinem jungen Protagonisten teilt. In seiner Imagination ist Renato mal Tarzan, mal Cowboy, mal Gladiator - aber immer rettet er die Beauty vor dem Beast. Und wenn der Krieg vorbei ist, Malèna mit dem wieder aufgetauchten Gatten am Arm durchs Dorf geht, nicht mehr in aufreizender Kleidung, sondern in sizilianische weibliche Norm gepresst, unattraktiv und unauffällig, weiß man, es ist wieder Ordnung eingekehrt. Aber kein Glück. Das Leben ist nicht schön. Leider erschließen sich weder Charakter noch Beweggründe von Malèna. Monica Bellucci als pralles Objekt der Begierde hält sich mimisch äußerst zurück, sie bleibt eine sexuelle Phantasmagorie, keine Frau aus Fleisch und Blut, mit der man leiden und lieben kann. So mag Tornatore hier nicht die Magie von "Cinema Paradiso" entfalten, die Anhänger des italienischen Kinos sollten ihm dennoch ihren Tribut zollen. mk.

Darsteller:  Monica Bellucci   als Malena Scordia
  Giuseppe Sulfaro   als Renato Amoroso
  Luciano Federico   als Renatos Vater
  Matilde Piana   als Renatos Mutter
  Pietro Notarianni   als Professor Bonsignore
  Gaetano Aronica   als Nino Scordia
  Gilberto Idonea   als Rechtsanwalt Centorbi
  Angelo Pellegrino   als Staatssekretär
  Gabriella Di Luzio   als Gehilfe des Barons
  Pippo Provvidenti   als Doktor Cusimano
  Maria Terranova   als Ehefrau von Dr. Cusimano
  Elisa Morucci   als Lupetta
  Domenico Gennaro   als Apotheker
  Vitalba Andrea   als Ehefrau des Apothekers
  Giuseppe Pattavina   als Pretore
  Franco Catalano   als Negoziante
  Gianluca Guarrera   als Nicola
  Michel Daniel Bramanti   als Sasà
  Giuseppe Zizzo   als Tanino
  Totò Borgese   als Faschistische Miliz
  Emanuele Gullotto  
  Rori Quatrocchi  
  Claudia Muzii   als 1 a Prostituierte
  Ornella Giusto   als 2 a Prostituierte
  Conchita Puglisi   als 3 a Prostituierte
  Noemi Giarratana  
  Paola Pace  
  Lucia Sardo  
 
Regie:  Giuseppe Tornatore  
Buch:  Giuseppe Tornatore  
Musik:  Ennio Morricone  
Kamera:  Lajos Koltai  
Produzent:  Carlo Bernasconi  
  Harvey Weinstein  
 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Monica Bellucci

Strahlend schöne Frau, laszive Verführerin, sinnliches Vollblutweib, erotischer Leckerbissen, sexy Ikone und Italiens größter filmischer...