
Anfang der dreißiger Jahre stellt sich bei dem in Berlin lebenden, russischen Schokoladenfabrikbesitzer Hermann ein zunehmender Realitätsverlust ein. Zu unvermittelten Wutausbrüchen gesellt sich die Wahnvorstellung von der Anwesenheit seines Doppelgängers. Als Hermann zufällig dem Landstreicher Felix begegnet, bildet er sich ein, dass dieser ihm bis aufs Haar gleicht. Von diesem Umstand angeregt, beginnt er, das aus seiner Sicht perfekte Verbrechen zu planen.
Verfilmung eines Romans von Vladimir Nabokov durch Rainer Werner Fassbinder, der sich zum ersten Mal an einer internationalen Großproduktion versuchte. Das Drehbuch schrieb der britische Dramatiker Tom Stoppard, Fassbinder selbst illustriert die gestörte Wahrnehmung der Realität durch seine Hauptfigur mit verschiedenen distanzierenden Kunstgriffen. In der Hauptrolle liefert der englische Schauspieler Dirk Bogarde ("Tod in Venedig") eine großartige Vorstellung ab.