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Dich kriegen wir auch noch!

Finsterer Kleinstadt-Highschool-Horror, in der Schüler zu Vorzeige-Menschen umprogrammiert werden.


Dich kriegen wir auch noch!

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Erhältlich seit:
15.12.1999

Originaltitel: Disturbing Behavior

Horror/ Thriller

USA 1998
Laufzeit: 79 Min.
FSK: ab 16

James Marsden
Katie Holmes
Nick Stahl

Regie: David Nutter
Highlight Communications (Deutschland)

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In der High School des verschlafenen Städtchens Cradle Bay lassen sich fehlgeleitete Kids von den "Besserungsseminaren" ihres sichtlich selbst nicht Neurose-resistenten Schulpsychologen Dr. Caldicott zu mörderischen Feldzügen jenseits des Lehrplans inspirieren. Nur Rachel und und Gavin wollen sich von der Caldicott-hörigen Clique der "Blue Ribbons" nicht vereinnahmen lassen. Sie gehen vielmehr zum Angriff über und finden in dem neuen Mitschüler Steve einen tapferen Verbündeten. Doch ihre Gegner sind ebenso mächtig wie gefährlich...

Scream-Queens sind mega-in. Schrie sich Jennifer Love Hewitt ("Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast") eben noch zu weltweitem Ruhm, gelang Neve Campbell ("Scream") davor das gleiche Kunststück, so ist jetzt TV-Serienstar Katie Holmes ("Dawson's Creek") als Rachel an der Reihe. Spielfilm-Debütant David Nutter realisierte hier einen Highschool-Schocker, der sich peinlich genau an die Regeln des Genres hält. Handwerklich grundsolide, schauspielerisch eher durchschnittlich ist dieser Teenie-Gruselspaß voll auf seine Zielgruppe zugeschnitten.

Nach den Tommy-Hilfiger-chic gekleideten Pseudorebellen der "Scream"-Filme und ihrer Epigonen wirken die Jugendlichen in dem beklemmenden Psychoterror von "Dich kriegen wir auch noch!" erfrischend authentisch. Der Film selbst, das Kinodebüt des "Akte X"-Regisseurs David Nutter, ist mit entschlossener Düsternis und konsequenter Umsetzung als pures Gegengift auf die postmodern augenzwinkernden Schreckfeste aus dem Hause Kevin Williamson zu verstehen, auch wenn der Teensploitation-Quotient angesichts der attraktiven Jungstars Katie Holmes (aus der Williamson-Serie "Dawson's Creek"), James Marsden (aus der Serie "Die Nanny") und Nick Stahl nicht minder hoch ist als bei anderen düsteren Legenden der letzten Jahre.

Auf einen Vergleich mit den geschwätzigen Nabelschau-Schockern der "Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast"-Ära haben es David Nutter und sein Autor Scott Rosenberg ("Con Air") nicht abgesehen. Vielmehr nutzt der Regisseur deren Philosophie der beliebig austauschbaren, direkt aus John Hughes' heilem Jugendlichen-Kosmos geklonten Pretty Faces (Neve? Jennifer? Sarah? - Wen kümmert's?) als Ausgangspunkt für seine beängstigend effektive Paranoia-Mär, die er ohne einen Hauch von abschwächender Satire oder befreiendem Humor serviert. In der Tradition von "Die Frauen von Stepford", gewürzt mit einem Hauch von "Die Körperfresser kommen" und "Denn sie wissen nicht was sie tun", folgt er dem mißverstandenen Jugendlichen Steve durch einen allzu realen Alptraum, in dem Konformität als höchstes Gut, von elterlicher Seite sanktioniert, durch wissenschaftlichen Eingriff herbeigeführt wird. Von dem notorischen Außenseiter Gavin in die Hackordnung seiner neuen Kleinstadtschule eingeführt, stellt Steve sehr schnell fast, daß die Welt in Cradle Bay nur auf dem ersten Blick heil ist: Denn die führende Streberkaste - allesamt mit bravem Bubi-Haarschnitt, feschem Segelpullover und entsprechend konservativer Lebenseinstellung gesegnet - rekrutiert sich gänzlich aus ehemaligen Grunge-Kiffern, die über Nacht ins krasse Gegenteil mutierten und nun auch vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken, wenn jemand gegen ihre faschistoiden Wertvorstellungen verstößt. Als auch Steves Freund Gavin offensichtlich gehirngewaschen in deren Clubtracht aufkreuzt, macht sich Steve daran, dem Geheimnis von Cradle Bay auf die Spur zu kommen - und stellt fest, daß seine Familie gerade deshalb in die Gemeinde übersiedelte, um Steve die schmerzliche Erinnerung an den Selbstmord des Bruders mit Hilfe eines ins Gehirn implantierten Computerchips auszutreiben.

Regisseur Nutter mag die Bestandsaufnahme erschreckender Gesellschafts-Realitäten in amerikanischen Suburbs und Kleinstädten lose in den Fantasy/Mystery-Mantel seiner "Akte X"-Arbeiten gehüllt und das stets probate Genremotiv des "mad scientists" bemüht haben - und doch ist sein Thriller in der Aussage ebenso direkt (wenn auch nicht so virtuos und komplex) wie "Uhrwerk Orange": Eine saubere Gesellschaft ohne freien Willen und Meinungsvielfalt ist der größte Horror, dem sich die freie Welt zu stellen hat. Verpackt in ein kompetent umgesetztes Schreckensszenario und einen Showdown, der an "Dorf der Verdammten" denken läßt, erfüllt "Dich kriegen wir auch noch!" aber auch alle Voraussetzungen, beim angepeilten Jugendpublikum als ordentlicher Schocker zu funktionieren. ts.

Darsteller:  James Marsden   als Steve Clark
  Katie Holmes   als Rachel Wagner
  Nick Stahl   als Gavin Strick
  Steve Railsback   als Offizier Cox
  Bruce Greenwood   als Dr. Caldicott
  William Sadler   als Dorian Newberry
  Chad E. Donella   als U.V.
  Ethan Embry   als Allen Clark
 
Regie:  David Nutter  
Buch:  Scott Rosenberg  
Musik:  Mark Snow  
Kamera:  John Bartley  
Produzent:  Armyan Bernstein  
  Jonathan Shestack  
 

Dich kriegen wir auch noch! in der Fotoshow

 

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Amerikanischer Schauspieler. Er bezeichnet sich als Glückskind, da er immer zur rechten Zeit an die richtige Rolle geriet. Gutaussehend,...

 

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