DVD (Einzel-DVD) Kaufvideo

Die 3-Groschen-Oper

Brechts Gangsterballade mit der Musik von Kurt Weill, in der Mackie Messer die Tochter des Bettlerkönigs heimlich geheiratet hat und deshalb gehängt werden soll.


Die 3-Groschen-Oper (Einzel-DVD)

Kaufvideo

Erhältlich seit:
28.08.2009

Originaltitel: Die Dreigroschenoper

Drama/ Musical

Deutschland/USA 1931
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Rudolf Forster
Carola Neher
Reinhold Schünzel

Regie: Georg Wilhelm Pabst
absolut MEDIEN

Filmbewertung


(1 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 

Nachdem der Londoner Banden-Chef Mackie Messer gegen den Willen des Bettlerkönigs Peachum dessen Tochter Polly geheiratet hat, verlangt Peachum von Polizeichef Tiger-Brown die Verhaftung Mackies und droht mit einer Demonstration der Bettler bei den Krönungsfeierlichkeiten. Mackie versteckt sich bei der Prostituierten Jenny, die ihn jedoch an die Polizei verrät. Durch den nicht mehr aufzuhaltenden Protestmarsch der Bettler geraten Peachum und Tiger-Brown in Schwierigkeiten. Schließlich nimmt Mackie, der inzwischen aus dem Gefängnis fliehen konnte, sie als Teilhaber in der von Polly neugegründeten Bank auf.

Die Leinwand-Adaption des berühmten Bühnenstückes von Bertolt Brecht durch Georg Wilhelm Papst wurde von einem spektakulären Prozeß begleitet, in dem der Autor gegen die Fertigstellung des Filmes klagte, weil trotz des vertraglich zugesicherten Mitspracherechts der Stoff gegen seinen Willen verändert wurde. Obwohl der Verfilmung, die vorzüglich besetzt ist, die offen klassenkämpferische Tendenz fehlt, sind dennoch auch in der märchenhaften Kulisse eines phantastischen Londons noch sozialkritische Untertöne zu vernehmen.

Die Dreigroschenoper von Kurt Weill und Bertolt Brecht, 1928 in Berlin uraufgeführt, wurde zum erfolgreichsten Bühnenstück der Weimarer Republik und bis 1933 über 100.000 mal aufgeführt. Als die Nero-Film für Warner Bros. und Tobis das Erfolgsstück verfilmen wollte, hatte Brecht begonnen, sich mit marxistischen Ideen auseinanderzusetzen und entwarf das Szenarium "Die Beule". Regisseur Pabst und die Autoren Leo Lania, Ladislaus Vajda und Béla Bálazs übernahmen eine Anzahl der Ideen aus diesem Entwurf. Dennoch klagte Brecht wie auch Weill gegen die Bearbeitung. Während Weill den Prozess gewann, verlor Brecht. Seine Niederlage versuchte er im Text "Der Dreigroschenprozess" in einen moralischen Sieg umzudeuten. Der Film, 1933 von den Nazis verboten, gilt inzwischen als ein Meisterwerk des frühen Tonfilms in Deutschland. Pabsts Film, im Atelier gedreht, vorwiegend im Halbdunkel spielend, erinnert in seiner Bildgestaltung (Kamera: Fritz Arno Wagner) nicht selten an die Ästhetik des deutschen Stummfilms der 20er Jahre. Rudolf Forster verkörpert Mackie Messer als zynischen und eleganten Gauner. Seine Beziehung zu Polly entwickelt beinahe romantische Züge - die beide, aus dem kriminellen Milieu aufgestiegen - in der Bürgerlichkeit ankommen lässt: Mackie wird Direktor einer von Polly gegründeten Bank.

Quelle: absolut Medien

Darsteller:  Rudolf Forster  
  Carola Neher  
  Reinhold Schünzel  
  Fritz Rasp  
  Valeska Gert  
  Lotte Lenya  
  Hermann Thimig  
  Ernst Busch  
  Paul Kemp  
 
Regie:  Georg Wilhelm Pabst  
Buch:  Leo Lania  
  Ladislaus Vajda  
  Béla Balázs  
Musik:  Kurt Weill  
Kamera:  Fritz Arno Wagner  
Produzent:  Seymour Nebenzahl  
 

Fassungen

 

facebook

 

Features