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Die Abbotts - Wenn Hass die Liebe tötet

Sensibles 50er-Jahre-Drama um zwei ungleiche Brüder und ihre Beziehungen zum Töchtertrio der vermögenden Nachbarsfamilie.


Die Abbotts - Wenn Hass die Liebe tötet

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Erhältlich seit:
04.10.2003

Originaltitel: Inventing the Abbotts

Drama

USA 1997
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 12

Joaquin Phoenix
Billy Crudup
Liv Tyler

Regie: Patrick O'Connor
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Die Abbotts - Wenn Hass die Liebe tötet

Drei Mädchen und zwei Jungs besetzen ein Liebeskarussell im neuen Film des Iren Pat O'Connor, der wie zuletzt in "Circle of Friends" Teenagerängste und Hunger nach ersten sexuellen Erfahrungen in einer Kleinstadt thematisiert. Das Resultat ist trotz vertrauter Figuren dem Vorgänger überlegen, der unter einem Klischeeteppich und dem Bubi-Syndrom des Hauptdarstellers erstickte. Billy Crudup und Joaquin Phoenix entschädigen nun für die mangelnde Präsenz Chris O'Donnells und bilden mit drei bezaubernden Grazien die Basis eines Darstellerensembles, das für ein junges Zielpublikum die Hauptattraktion dieses nostalgisch-wehmütigen Melodrams sein dürfte.

Nach den Katholizismus-Barrieren in "Circle of Friends" wendet sich O'Connor nun materiellen Schranken zu, die für soziale und amouröse Konflikte sorgen. Die titelgebenden vermögenden Abbotts sind in den späten Fünfzigern der gesellschaftliche Fokus des Kleinstädtchens Haley. Neben Geld und Einfluß sorgen vor allem die drei Töchter für den Glanz des Hauses, doch Vater Lloyd (Will Patton) befürchtet, daß die Politur Sprünge bekommt. Vor allem durch den 17-jährigen Jacey Holt (Billy Crudup, der hochtalentierte Fixer und Killer aus "Sleepers"), der seine Mutter (große, aber unterbeschäftigte Mimin: Kathy Baker) und ihren vermeintlichen Ex-Geliebten Lloyd für die finanzielle und gesellschaftliche Situation der Familie verantwortlich macht und seine Revanche höchst individuell verwirklicht. Alle drei Abbott-Girls zieht der Provinzrebell unter sein Laken - zum Leidwesen ihres Vaters, aber auch seines eigenen Bruders (Joaquin Phoenix), der zunächst dem Lustteufel Eleanor (Jennifer Connelly) verfällt, dann aber bei der jüngsten Abbott (gewohnt unschuldige Blume: Liv Tyler) wahre Liebe findet. Der problematische romantische Hindernislauf der beiden Küken, der Konflikt der ungleichen Brüder und die soziale Spaltkraft des Geldes sind die Schwerpunkte dieses optisch ansprechenden, aber etwas verstaubten Melodrams, das inhaltlich und atmosphärisch den Geist des großen US-Dramatikers William Inge atmet, ohne dessen Tiefgang erreichen zu können. Drehbuchautor Ken Hixon und Produzent Ron Howard, die beide auch am "Linda-Lovelace"-Projekt zusammenarbeiten werden, liegt weniger an Pessimismus und realistischer Härte als an Toleranz und Versöhnungsbereitschaft. Man vermißt an ihrem gefälligen Film eine stärkere Gewichtung provokativer Elemente, empfindet es als Manko, daß sich die freche, witzige, sexuell aggressive Jennifer Connelly nach 45 Minuten aus dem Plot verabschiedet. So entwickelt sich dieses Drama aus Haley nur zu einer hübschen Sternschnuppe statt zu einem strahlenden Kometen. kob.

Darsteller:  Joaquin Phoenix   als Doug Holt
  Billy Crudup   als Jacey Holt
  Liv Tyler   als Pamela Abbott
  Will Patton   als Lloyd Abbott
  Kathy Baker   als Helen Holt
  Jennifer Connelly   als Eleanor Abbott
  Joanna Going   als Alice Abott
  Barbara Williams   als Joan Abbott
  Michael Sutton   als Steve
  Garrett M. Brown  
 
Regie:  Patrick O'Connor  
Buch:  Ken Hixon  
Musik:  Michael Kamen  
Kamera:  Kenneth MacMillan  
Produzent:  Ron Howard  
  Brian Grazer  
  Janet Meyers  
 

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