
Der Lausbub Huck Finn nimmt Reißaus vor seinem versoffenen Vater und begibt sich mit dem Farbigen Jim, der vor der Sklaverei fliehen will, per Floß auf den Mississippi. Gemeinsam überstehen die beiden zahlreiche Abenteuer, in deren Verlauf Huck lernt, daß die Hautfarbe keine Rückschlüsse auf den Charakter eines Menschen zuläßt. Als Jim schließlich als flüchtiger Sklave aufgeknüpft werden soll, ist es für Huck eine Ehrensache, dem Freund zu helfen.
Stephen Sommers präsentiert mit seiner Version der klassischen Jugendlichen-Geschichte von Mark Twain eine werkgetreue Abenteuer-Story, in die zeitgemäße Elemente kaum einfließen. Statt dessen präsentieren sich Elijah Woods ("Forever Young") Abenteuer auf dem Mississippi als ungezwungene, episodenreiche Floßfahrt, in der kein Südstaaten- Klischee ungenutzt bleibt. In den deutschen Kino war damit kein Blumentopf zu gewinnen; auf Video darf sich der Klassiker mehr Chancen ausrechnen.