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Die Abenteuer von Rocky & Bullwinkle


Die Abenteuer von Rocky & Bullwinkle

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Erhältlich seit:
15.05.2003

Originaltitel: The Adventures of Rocky and Bullwinkle

Action/ Trickfilm

USA 1999
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 6

Rene Russo
Jason Alexander
Randy Quaid

Regie: Des McAnuff
Universal Pictures Germany

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Der frisch der Trickfilmwelt entwichene Superbösewicht "Der Furchtlose" hat das amerikanische Kabelfernsehnetz unter seine Kontrolle gebracht und droht mit hirnlosen Sendungen Amerikas Bevölkerung in seelenlose Zombies zu verwandeln. Die letzte Hoffnung von Geheimdienst und Präsident liegt in jenen zwei Personen, die bereits in der Vergangenheit dem Furchtlosen wiederholt Paroli boten: Den seit 1964 pensionierten Zeichentrickhelden Rocky und Bullwinkle.

Robert De Niro, Rene Russo, Randy Quaid und "Seinfelds" Jason Alexander sind nur einige der illustren Stars, die für diese Hommage an eine nunmehr klassische Cartoon-Serie der 60er einem dummen Elch bzw. smarten Eichhörnchen Stichworte liefern. Neben großen Namen und dazugehörigen In-Jokes (Co-Produzent De Niro z.B. zitiert "Taxi Driver") erwartet den geneigten Comedy-Freund eine clevere und rasante Kombination aus Animation und Realfilm nach bestem "Roger Rabbit"-Muster.

Nach "George - Der aus dem Dschungel kam" und "Dudley-Do-Right" wurde nun ein dritter nostalgischer Zeichentrickklassiker von Jay Ward für die Leinwand adaptiert. Im Stil von "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" wurden die beiden Cartoonhelden - der leicht beschränkte Elch Bullwinkle und sein Sidekick, das fliegende Eichhörnchen Rocky - digital in Liveaction mit so illustren Stars wie Robert De Niro und Rene Russo eingefügt. Das Interesse des US-Publikums an dem satirischen 70-Mio.-Dollar-Nostalgiespaß, der von De Niros Produktionsfirma Tribeca produziert wurde, hielt sich in Grenzen, und das Startwochendeinspiel belief sich auf enttäuschende 6.6 Mio. Dollar.

Die Originalfernsehserie wurde in den auslaufenden fünziger und frühen sechziger Jahren gesendet und geistert seither in einer endlosen Wiederholungsschlaufe durch die Sender, was in dem Film des Theater-Cracks Des McAnuff ("Cousine Bette") in einem der zahlreichen augenzwinkernd-selbstironischen Momente erwähnt wird. Während das simple Plotgerüst von "Reine Nervensache"-Skripter Kenneth Lonergan auf die kleinsten Zuschauer zugeschnitten ist, bewegen sich etliche Gags auf Erwachsenenniveau, so wenn De Niro eine berühmte Dialogzeile aus "GoodFellas" zitiert. Er übernimmt die Rolle des Bösewichts Fearless Leader, während ihm Rene Russo und Jason Alexander als seine russischen Handlanger Boris und Natascha zur Seite stehen. Das Trio heftet sich buchstäblich an einen Developmentdeal mit Studioproduzentin Minnie Mogul (Janeane Garofalo) und gelangt so in die Realwelt. Fearless Leader plant das amerikanische Volk mit dem nervtötenden Fernsehprogramm seines Senders RBTV ("Really Bad Television") einer Gehirnwäsche zu unterziehen und es in dahin vegetierende Zombies zu verwandeln. Als Gegenmaßnahme rekrutiert das FBI mit Hilfe der Agentin Karen Sympathy (Newcomerin Piper Perabo, die demnächst in Jerry Bruckheimers Barkeeperinnen-Spektakel "Coyote Ugly" in engen Lederjeans auf den Tresen hauen wird) die Helden Rocky und Bullwinkle. In guter Roadmovie-Tradition fahren sie von Hollywood nach New York und werden dabei pausenlos von Boris und Natascha verfolgt, was einigen Jadgen zu Auto und Hubschrauber Vorschub leistet. In Nebenhandlungen geht es noch um die psychologischen Hürden, die es für Agentin Sympathy (sie muss beginnen, wieder auf ihr inneres kleines Mädchen zu hören) und Rocky (er muss seine innere Flugblockierung überwinden) zu nehmen gilt. Die technische Umsetzung des Familienabenteuers demonstriert einmal mehr die unaufhaltsame Perfektionierung von digital erzeugten Bildeffekten, die es den Titelhelden ermöglichen, sich nahtlos ins Geschehen einzufügen. Das Produktionsdesign versucht erfolgreich, eine cartoonhafte Umgebung zu kreieren. De Niro macht sich sichtbar einen Spaß daraus, als überzeichnetes Ekelpaket zu chargieren wie seit "Wir sind keine Engel" nicht mehr. Es bleibt der Wunsch, beim Drehbuch hätte man ähnlich viel Energie verwandt. Denn so sind "Rocky und Bullwinkle" zwar beinahe dreidimensional real, die Geschichte aber flach. ara.

Darsteller:  Rene Russo   als Natasha Fatale
  Jason Alexander   als Boris Badenov
  Randy Quaid   als 'Cappy' von Trappment
  Ed Gale   als White House Mole
  Kel Mitchell   als Martin
  Kenan Thompson   als Lewis
  Piper Perabo   als Karen Sympathy
  Robert De Niro   als Fearless Leader
  Janeane Garofalo   als Minnie Mogul
 
Regie:  Des McAnuff  
Buch:  Kenneth Lonergan  
Kamera:  Thomas E. Ackerman  
Produzent:  Robert De Niro  
  Jane Rosenthal  
 

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Features

 

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