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Kaufvideo
Erhältlich seit:
25.08.2000
Originaltitel: The Big Brass Ring
USA 1999
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16
William Hurt
Nigel Hawthorne
Miranda Richardson
Regie: George Hickenlooper
e-m-s sales
17 Jahre nach seiner Fertigstellung findet Orson Welles' dramaturgisches Testament, sein letztes, beendetes Drehbuch, den Weg ins Kino. Verfilmt von George Hickenloper empfiehlt sich "The Big Brass Ring" als ein, den Themenkosmos von Welles resümierendes, trotz eines unbefriedigenden Schlußaktes einen positiven Gesamteindruck hinterlassendes Moralstück über einen Politiker, der dunklen Punkten aus seiner Vergangenheit ausgeliefert ist.
Trotz prominenter und vor allem guter Darsteller bleibt die Achse zu Welles die größte Verleihhoffnung, Aufmerksamkeit für diese US-Produktion (Budget: 7Mio. Dollar) zu erregen. Zumal auch die mehrjährige Odyssee der Adaptoren F.X. Feeney und Hickenlooper in der Sicherung von Finanzierung und Stars das traditionelle Dilemma von Welles spiegelt. Immerhin gelang Hickenlooper, von dem hierzulande nur "Hearts of Darkness", seine Dokumentation über die Dreharbeiten von "Apocalypse Now", in die Kinos kam, die Fertigstellung seiner labour of love. Schauplatz des Charakterstücks über einen Gouverneurskandidaten (William Hurt), der im Wahlkampf mit einem homoerotischen Foto aus seiner vermeintlichen Vergangenheit von seinem Mentor (Nigel Hawthorne) erpreßt wird, ist nun nicht mehr der europäische (Spanien), sondern der amerikanische Süden (Missouri), während Welles' aus der Vergangenheit mahnende Altlast von der Mätresse zum in Vietnam verschollenen Bruder mutiert. Das biographische Mysterium, ein von Egozentrik und Machtliebe forcierter Identitätswechsel, fesselt dabei weniger als die in der Gegenwart um ihr Gesicht ringenden Figuren. Der fehlerhafte, aber sympathisch selbstkritische Politiker, seine reiche, frigide Frau (Miranda Richardson), der wirtschaftlich ruinierte Mentor und die ehrgeizige, aber menschlich lernfähige Journalistin (Irène Jacob) bilden das Koordinatensystem für den Kampf um Integrität in einem Klima von moralischem Verfall. In Hickenlopers ruhiger, mitunter etwas schleppender Inszenierung, in der das Verhängnis ständig über der Geschichte schwebt, hat Beobachtung mehr Raum als Aktion, gibt es gute Szenen mit darstellerischen und rhetorischen Höhepunkten. So kann sich "The Big Brass Ring" über diese Qualitäten durchaus sehen und hören lassen, obwohl das letzte Drittel etwas überhastet und konfus (Schnitt!) wirkt, und atmosphärisch und vor allem visuell die Klasse des Titanen nie erreicht werden kann. kob.
| Darsteller: | William Hurt | als Blake Pellarin | |
|---|---|---|---|
| Nigel Hawthorne | als Kim Mennaker | ||
| Miranda Richardson | als Dinah Pellarin | ||
| Irène Jacob | als Cela Brandini | ||
| Ewan Stewart | als Kinzel | ||
| Gregg Henry | als Billy | ||
| Ron Livingston | |||
| Jefferson Mays | als Garne Strickland | ||
| Jim Metzler | als Pacxy Barragan | ||
| Carmine D. Giovinazzo | als junger Billy | ||
| Thomas Patrick Kelly | als junger Blake | ||
| Regie: | George Hickenlooper | ||
| Buch: | F.X. Feeney | ||
| George Hickenlooper | |||
| Musik: | Thomas Morse | ||
| Kamera: | Kramer Morgenthau | ||
| Produzent: | Andrew Pfeffer | ||
| Donald Zuckerman | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,66
Extras: Original Kinotrailer, Bio- und Filmografien zu den Schauspielern, Trailer
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