DVD Kaufvideo

Die Anruferin

Verstörendes Psychogramm einer Außenseiterin, die wildfremde Menschen am Telefon in eine Gefühlsfalle lockt.


Die Anruferin

Kaufvideo

Erhältlich seit:
09.10.2008

Originaltitel: Die Anruferin

Drama

Deutschland 2007
Laufzeit: 80 Min.
FSK: ab 12

Valerie Koch
Esther Schweins
Franziska Ponitz

Regie: Felix Randau
EuroVideo Bildprogramm

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Verstörendes Psychogramm einer Außenseiterin, die wildfremde Menschen am Telefon in eine Gefühlsfalle lockt.

Irm telefoniert mit fremden Menschen (Foto: NFP) Großansicht

Irm telefoniert mit fremden Menschen (Foto: NFP)

Wenn sie die Isolation nicht mehr erträgt und Nähe braucht, greift Irm Krischka (Valerie Koch) zum Telefonhörer. Dann verstellt sie ihre Stimme zu der eines kleinen Kindes: Irm gibt vor, alleine im Krankenhaus zu liegen, und bittet die fremden Menschen am anderen Ende der Leitung darum, ihr eine Geschichte zu erzählen. Kurz darauf gibt sie sich als Krankenschwester aus und teilt derselben Person mit, dass das Kind gerade gestorben sei.

Als sie einem ihrer Anruf-Opfer - Sina (Esther Schweins), die um ihren Mann trauert - tatsächlich in einem Waschsalon begegnet, bahnt sich langsam eine Freundschaft zwischen den beiden Frauen an.

Zwei unterschiedliche Frauen verbringen ihre Zeit gemeinsam (Foto: NFP) Großansicht

Zwei unterschiedliche Frauen verbringen ihre Zeit gemeinsam (Foto: NFP)

Spannendes Psychogramm

Felix Randau zeichnet ein verstörendes Psychogramm einer Außenseiterin, die wildfremde Menschen am Telefon in eine Gefühlsfalle lockt.

Eine virtuose Gratwanderung, psychologisch stimmig, präzise inszeniert, spannend und überraschend mit drei großartigen Darstellerinnen. Valerie Koch in der Titelrolle wurde für ihre nuancierte Performance beim Filmfest München ausgezeichnet.

Die Anruferin

Verstörendes Psychogramm einer Außenseiterin, die wildfremde Menschen am Telefon in eine Gefühlsfalle lockt.

Gespaltene Persönlichkeit oder Flucht aus der Einsamkeit? Irm Krischka jedenfalls lebt zwei Existenzen. Die eine als Angestellte eines Reinigungssalons und brave Tochter, die ihre kranke Mutter pflegt, die andere als geheimnisvolle Anruferin unter falschem Namen. Wenn sie die Isolation nicht mehr erträgt und Nähe braucht, greift sie zum Hörer und piepst mit hilfloser Kinderstimme "bitte, bitte, erzähle mit eine Geschichte", mimt das kleine Mädchen, das im Krankenhaus sich selbst überlassen ist. Die so Belogenen lauschen den erfundenen Schicksalen, spenden Trost und kurze Zeit später genießt die junge Frau, die sich mal Magdalena oder Eleonore nennt, das Entsetzen als Überbringerin der Nachricht vom Tod der "Patientin". Dieses Spiel verschafft ihr eine seltsame Lust und das Vergessen eines grauen Alltags ohne Perspektive. Als sie eines ihrer Opfer als Lehrerin und Mutter der imaginären Leah Paulina "testen" will, trifft sie auf die völlig aufgelöste Sina (Esther Schweins), die gerade ihren Mann bei einem Unfall verloren hat. Die Kandidatin wird somit aus dem Telefonbuch gestrichen. Mehr zufällig begegnen sie sich im Waschsalon wieder und ohne größere Regung erzählt Irm, ihre "Tochter" sei an Leukämie verschieden. Die der Wirklichkeit zugewandte Bibliothekarin empfindet eine diffuse Zuneigung zu der fast autistischen Fremden, die aufkeimende Freundschaft zerbricht (erst einmal), als das Netz aus Lügen reißt.

Geschickt verbindet Felix Randau die unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen, für die Glaubhaftigkeit mancher sehr abrupter Wendungen sorgt eine in sich zerrissene Valerie Koch ("Sie haben Knut") mit einer Mischung aus gläserner Puppenhaftigkeit, Unsicherheit und Durchtriebenheit. Ihr Verhalten - ein einziger Schrei nach Liebe, der bisher immer verhallte. Wenn die Handlung sich nach und nach von der Verhaltensstörung auf die Freundschaft fokussiert, beginnt die verwundete Hauptfigur den schmerzhaften Rückzug aus der schützenden Scheinwelt. Das ist noch kein Happy End, aber ein Zeichen von Hoffnung auf das wahre Leben. mk.

Die Anruferin

Bitte, bitte, erzähl mir eine Geschichte ... Mit Kinderstimme lockt Irm (Valerie Koch) ihre Opfer in eine böse Falle. Niemand würde vermuten, dass es sich um die Stimme einer blassen, unscheinbaren Frau Anfang 30 handelt. Irm verrichtet tagaus, tagein ihre freudlose Arbeit in einem Waschsalon, unterdrückt ureigenste Bedürfnisse und Wünsche, ist für andere da, aber nicht für sich selbst.

Als Irm ihr neues Opfer Sina (Esther Schweins) kennenlernt, gerät alles außer Kontrolle. Die unfreiwillige Freundschaft bedroht das routiniert bizarre Spiel mit geliehenen Identitäten - und bietet Flucht aus dem falschen und Chance auf ein neues Leben.

Quelle: EuroVideo

Darsteller:  Valerie Koch   als Irm Krischka
  Esther Schweins   als Sina Lehmann
  Franziska Ponitz   als Mutter
  Stefanie Mühlhan   als Möllerin
  Ivan Shvedoff   als Peter
  Marita Breuer   als Zuralski
  Jörg Reimers   als Robert van Aarsen
  Piet Fuchs   als Arzt
  Georg Lenzen   als Polizist Rolf
  Bernhard Marsch   als Blumenverkäufer
  Joanna-Maria Praml   als Businessfrau
  Charlotte Bohning  
 
Regie:  Felix Randau  
Buch:  Vera Kissel  
Musik:  Thies Mynther  
Kamera:  Jutta Pohlmann  
Produzent:  Stefan Schubert  
  Ralph Schwingel  
  Hejo Emons  
 

Die Anruferin in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Esther Schweins

Wunderbar wandelbares Kind aus dem Kohlenpott, gestandene Komödiantin, Schauspielerin und Moderatorin. Die rothaaarige Esther Schweins...