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Die Band von nebenan

Warmherzige Komödie um eine ägyptische Band, die in der israelischen Provinz strandet.


Die Band von nebenan

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Erhältlich seit:
02.07.2008

Originaltitel: Bikur ha-tizmoret

Komödie/ Drama

Frankreich/Israel 2007
Laufzeit: 84 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Sasson Gabai
Ronit Elkabetz
Khalifa Natour

Regie: Eran Kolirin
Concorde Home Entertainment

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Warmherzige Komödie um eine ägyptische Band, die in der israelischen Provinz strandet.

Eine Band strandet mitten im Nichts (Foto: Concorde) Großansicht

Eine Band strandet mitten im Nichts (Foto: Concorde)

Schon bei der Ankunft am Flughafen stößt das kleine ägyptische Polizei-Orchester auf Probleme. Niemand holt sie ab, am Telefon wird ihr feinsinniger Chef Tewfik (Sasson Gabai) abgewimmelt und dann landet die achtköpfige Truppe nicht an dem gewünschten Ort, wo sie bei der Eröffnung eines Kulturzentrums aufspielen soll, sondern strandet in einem Nest im Nirgendwo der Wüste.

Da stehen sie nun in ihren properen knallblauen Uniformen auf der staubigen Straße. Ein absurdes Bild. Nur dank der bodenständigen Imbiss-Wirtin Dina (Ronit Elkabetz) finden sie Unterschlupf für eine Nacht. Und die hat es in sich.

Dina kümmert sich um die hilflosen Musiker (Foto: Concorde) Großansicht

Dina kümmert sich um die hilflosen Musiker (Foto: Concorde)

Märchen zur Völkerverständigung

Eran Kolirins Festivalhit ist eine warmherzige Komödie, die Völkerverständigung der anderen Art propagiert. Bei seinem Märchen stimmt die Balance zwischen trockenem bisweilen surrealen Humor und leiser Melancholie, die schauspielerische Ensemble-Leistung und die präzise Kamera überzeugen. Nicht umsonst gewann der Film den Publikumspreis beim Filmfest München.

Die Band von nebenan

In Cannes galt Eran Kolirins warmherzige Komödie als Geheimtipp, beim Filmfest München gewann sie den CineVision Award und den begehrten Publikumspreis.

Völkerverständigung auf ganz andere Art propagiert der Israeli Eran Kolirin: nicht von oben, sondern von unten. Schon bei der Ankunft am Flughafen stößt das kleine ägyptische Polizei-Orchester auf Probleme. Niemand holt sie ab, am Telefon wird ihr feinsinniger Chef Tewfik (herzzerreißend liebenswürdig: Sasson Gabai) abgewimmelt und dann landet die achtköpfige Truppe nicht an dem gewünschten Ort, wo sie bei der Eröffnung eines Kulturzentrums aufspielen sollen, sondern strandet in ein Nest im Nirgendwo der Wüste. Da stehen sie nun in ihren properen knallblauen Uniformen auf der staubigen Straße. Ein absurdes Bild. Nur dank der bodenständigen Imbiss-Wirtin Dina (stark, verletzbar und praktisch: Ronit Elkabetz) finden sie Unterschlupf für eine Nacht. Und die hat es in sich.

Der junge Regisseur, der mit melodramatischen ägyptischen Filmen aufwuchs, erinnert an gemeinsame kulturelle Wurzeln und lässt verschiedene Lebensstile aufeinanderprallen. Gerade in der Personenzeichnung des älteren Ägypters und der jungen Israeli werden die tiefen Gräben klar, auf der einen Seite das Festhalten an einer traditionellen Kultur und moralischen Werten , auf der anderen die Hast des modernen Israel, der Pragmatismus und die schnelle Lust an der Improvisation. In dieser Komödie voll surrealem Witz, seelischer Rührung und zarter Melancholie treffen gegensätzliche Individuen aufeinander, die alle mit den Imponderabilien des Lebens auf Kriegsfuß stehen - wie Dina, die ihre Einsamkeit unter einer rauen Schale und mit wechselnden Lovern kaschiert, der zurückhaltende Tewfik, der nach dem Tod seiner Frau mit Trauer und Selbstvorwürfen fertig werden muss und Dinas Avancen widersteht. Sein abenteuerlustiger Kollege Khaled dagegen, macht mit jungen Israelis eine Roller-Disco unsicher und zeigt einem schüchternen Jungen in einer der komischsten Szenen, wie man Frauen behandelt und mit ihnen anbandelt und tröstet auch die taffe Dina. Andere Band-Mitglieder verbringen die Stunden des Wartens in einer nicht gerade harmonischen Familie. Wenn dann alle "Summertime" intonieren, ist dieser Sprung in die musikalische Gemeinsamkeit zum Lachen und Weinen schön. Ein rundum gelungenes Märchen vom trockenen Humor über die aufbrechenden Gefühle bis hin zur schauspielerischen Ensemble-Leistung und Shai Goldmans präziser Kamera. mk.

Die Band von nebenan

Eine kleine ägyptische Polizeikapelle landet in Israel, sie ist gekommen, um bei der Eröffnung eines arabischen Kulturzentrums aufzuspielen. Doch Bürokratie, Pech oder einfach nur die Sprachbarriere lässt sie in der falschen Kleinstadt mitten in der israelischen Wüste landen, wo die schüchterne Truppe mangels eines Hotels auch noch private Unterkünfte für eine Nacht finden muss. Zum Lachen und Weinen schön!
Auf einem neuen Flughafen, irgendwo in Israel, ist ein achtköpfiges ägyptisches Polizeiorchester gelandet. Wie sie da stehen, in ihren korrekten, hellblauen Galauniformen - ebenso stolz, wie schüchtern - wirken sie verloren in dem fremden Land. Die hebräische Schrift kann keiner von ihnen entziffern. Wo ist das Empfangskomitee? Sollten die Musiker nicht bei der Eröffnung des Arabischen Kulturzentrums in Petah Tikva spielen? Tewfiq Zakaria, der Leiter des Orchesters, ruft die ägyptische Botschaft an, die ihn aber ziemlich unhöflich in der Warteschleife hängen lässt. Khaled, der Jüngste der Reisegruppe, wird losgeschickt, die notwendigen Bus-Tickets zu beschaffen. Kurz darauf sitzen die Männer in einem Bus, um sich auf eigene Faust zum Ort ihres Auftritts durchzuschlagen.
Irgendwo in der Wüste. Am Horizont: eine Ansammlung eintöniger Wohnblöcke. Mit ihren Koffern und den Musikinstrumenten machen sich die acht Uniformierten auf den Weg in den Ort. Sie kommen an einem kleinen Bistro vorbei. Itzik, ein arbeitsloser Stammgast, ruft nach Dina, der Besitzerin. Dina und Tewfiq bilden einen seltsamen Kontrast: Der ägyptische 'General' mit seinem akkurat gestutzten Schnurrbart und die selbstbewusste Frau aus Israel in körperbetonte Kleidung. Tewfik verbirgt seine Unsicherheit hinter formellen Sätzen und militärischer Haltung: Das Arabische Kulturzentrum sucht er. Dina versichert ihm, dass es hier im Ort weder ein Kulturzentrum gebe, noch überhaupt irgendwelche Kultur. Tewfiq zeigt ein Schreiben mit der Einladung aus Petah Tikva. Dina klärt ihn auf, dass hier aber Bet Hatikva sei und nicht Petah Tikva.
Tewfiq ist wütend. Am liebsten würde er den jungen Khaled auf der Stelle nach Hause schicken, denn schließlich hat er ja dieses Missgeschick verbockt, als er mit dem Schalterfräulein geflirtet hat, statt seine Mission ernst zu nehmen. Wenig später sitzt jeder der acht Männer vor einem Teller mit Suppe. Dina ist patent und herzlich, wenig beeindruckt von politischen Maßregeln und schon gar nicht von Vorurteilen. Sie setzt sich zu Tewfiq, den sie als General anspricht. Heute gebe es keinen Bus mehr nach Petah Tikva. Für sie ist klar, dass man diese verloren gegangene Kappelle nicht einfach in die Wüste schicken kann. Drei Männer sollen bei Itzik und seiner Familie nächtigen, drei weitere werden provisorisch im Bistro untergebracht und zwei können in ihrer Wohnung logieren.
Tewfiq, der mit Dinas lasziver Art nichts anfangen kann, geht eher zögerlich auf ihre Einladung zum Abendessen ein. Bald aber entwickelt sich doch eine seltsam vertraute Kommunikation zwischen den beiden. Ein warmes Verständnis stellt sich ein, wozu ihrer beider Liebe zur Musik ebenso gehört, wie Dinas Kopfschütteln über Tewfiqs Begeisterung fürs Angeln. Khaled begleitet unterdessen den schüchternen Papi, der in Dinas Küche arbeitet, in eine Rollschuhdisko, und hilft ihm dabei, erste Kontakte zu Mädchen zu knüpfen. Bei Itzik gibt es richtig Stress. Seine Frau hat an diesem Tag Geburtstag und empfindet die unerwarteten Gäste als störend. Im Kinderzimmer der Familie führen Itzik und Simon ein melancholisches Gespräch über die Liebe und die Musik. Khaled kehrt wieder zurück in Dinas Wohnung. Das nächtliche Gespräch der drei kommt plötzlich auf den Musiker Chet Baker. Es ist das erste Mal, dass der aufmüpfige Charmeur und der steife Orchesterchef so etwas wie Zuneigung füreinander empfinden. Der 'General' verabschiedet sich, Dina und der junge Musiker trinken ein letztes Glas zusammen, sie verstehen sich gut.
Frühmorgens haben sich alle vor Dinas Bistro versammelt. Tewfiq scheint wieder ganz der Alte, seine Verabschiedung fällt ungelenk und förmlich aus. Doch dann erlaubt er sich ein sachtes, fast verstecktes Winken, das von den anderen Musikern aufgenommen wird. Besonders lange winkt Khaled. Dann fährt die Truppe ab. Zurück bleibt ein einsamer Ort irgendwo in der israelischen Wüste. Vielleicht aber war dieser Ort für 24 Stunden ein kleines Paradies ...
Hinreißend, heiter und herzerwärmend - ein Publikumsliebling! Ausgezeichnet von der Filmbewertungsstelle in Wiesbaden (FBW) mit dem Prädikat Besonders Wertvoll!

Quelle: Concorde

- Interview mit dem Regisseur Eran Kolirin, den Darstellern Ronin Elkabetz und Sasson Gabai, dem Musikkomponisten Habib Shehadeh Hanna und dem Kostümdesigner Doron Ashkenazi
- Deutscher und original Kinotrailer
- Making of
- Programmtipps

Quelle: Concorde

Darsteller:  Sasson Gabai   als Tewfiq Zakaria
  Ronit Elkabetz   als Dina
  Khalifa Natour   als Simon
  Saleh Bakri   als Khaled
  Shlomi Avraham   als Papi
  Rubi Moscovich   als Itzik
  Gavriel Ayrum   als Uri
  Imad Jabarin   als Camal
 
Regie:  Eran Kolirin  
Buch:  Eran Kolirin  
Musik:  Habib Shadah  
Kamera:  Shai Goldman  
Produzent:  Ehud Bleiberg  
  Koby Gal-Raday  
  Eylon Ratzkovsky  
  Yossi Uzrad  
 

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