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Die Besucherin

Debütfilm über eine Frau, die der Leere ihrer Ehe durch eine rätselhafte Affäre entflieht.


Die Besucherin

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Erhältlich seit:
27.11.2009

Originaltitel: Die Besucherin

Drama

Deutschland 2008
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12

Sylvana Krappatsch
André Jung
Samuel Finzi

Regie: Lola Randl
epiX Media AG

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Eine Wissenschaftlerin beginnt eine Affäre mit einem fremden Mann.

Agnes erforscht das menschliche Gehirn (Foto: Filmlichter) Großansicht

Agnes erforscht das menschliche Gehirn (Foto: Filmlichter)

Als erfolgreiche Neurowissenschaftlerin studiert Agnes (Sylvana Krappatsch) das menschliche Gehirn. In der Konzentration auf den Beruf und die Kontrolle des Lebens ignoriert sie ihre emotionalen Bedürfnisse, aber auch die ihres Mannes und der Tochter.

Die Distanz zu ihrer Familie wird noch größer, als sie die Wohnung eines Ehepaars in dessen Abwesenheit beaufsichtigen soll und die fremde Umgebung aufregender als die vertraute wird. Besonders als Wohnungsinhaber Bruno (André Jung) unerwartet zurückkommt und sich eine anonyme Beziehung entwickelt, an die sich beide klammern können.

Bruno bietet Agnes willkommene Abwechslung (Foto: Filmlichter) Großansicht

Bruno bietet Agnes willkommene Abwechslung (Foto: Filmlichter)

Fremde Identitäten

Der Debütfilm von Lola Randl weist Spurenelemente von David Lynchs "Mulholland Drive" auf. Auch hier geht es um Rollenwechsel und fremde Identitäten, doch im Unterschied zu Lynch spielt Randl die Traumkarte nicht aus. Ihr Bild einer Ehe, in der aneinander vorbei gelebt und geredet wird, ist der Wirklichkeit verpflichtet, das Verhalten der Hauptfigur und ihres Liebhabers aber nicht.

Hier dominiert das Rätselhafte über das Realistische und wohl bei manchem Zuschauer, ungeachtet der Leistung von Sylvana Krappatsch, die Ratlosigkeit.

Die Besucherin

Debütfilm über eine Ehe im Leerlauf und das Abenteuer einer rätselhaften Affäre.

Lola Randls Erstling ist ein dramaturgisches Experiment, tourte wohl nicht zuletzt deshalb durch viele internationale Festivals. Seine Protagonistin ist ungewöhnlich, manchmal auch unsympathisch, weil sie am Leben von anderen scheinbar nicht teilnimmt. Sein Erzählstil ist sperrig, weil Fragen aufgeworfen, aber nicht immer beantwortet werden. Realistisch ist das Bild einer Ehe, in der man aneinander vorbei lebt und redet, wundersam der Impuls für den Ausstieg, dem Hauptfigur Agnes schließlich nachgibt. Die Wissenschaftlerin erforscht das Gehirn, von dem sie sich, ganz kontrolliert, im Leben auch leiten lässt. Menschen wie ihre Schwester, die ihren Gefühlen folgen, sind ihr so fremd wie sie selbst der eigenen Familie geworden ist. Dort, bei Tochter und Mann, der ihre traditionelle Rolle übernommen hat wie sie als finanzieller Versorger die seine, ist sie nur noch "Die Besucherin". Wie auch in der Wohnung eines Ehepaars, um die sich während dessen Abwesenheit kümmern soll. Das Leben von Fremden, dass sie hier entdeckt, wird schnell spannender als das eigene. Eines Tages kommt Wohnungsinhaber Bruno, der seine Frau erst an einen anderen, dann durch einen Unfall sogar an den Tod verloren hat, unerwartet zurück. Als er Agnes vorfindet, schlafen die beiden wortlos miteinander. Eine Affäre beginnt, die in der Anonymität und Fantasie Bestand hat, aber endet, sobald mit dem Persönlichen die Wirklichkeit Einzug hält. Ein Hauch von David Lynchs "Mulholland Drive" ist spürbar, wenn Agnes in Brunos Wohnung einschläft und aufgewacht eine neue, emotionalere Identität lebt. Doch die Traumkarte spielt Randl, die Darstellerin Sylvana Krappatsch eine schwierige Aufgabe zuweist, nicht aus. "Die Besucherin" ist deutlich in der Beobachtung einer ausgebluteten, in der Kommunikation aufgelösten Ehe, aber rätselhaft im Verhalten einiger Charaktere, das manchen rational geprägten Zuschauer wohl ratlos machen wird. kob.

Darsteller:  Sylvana Krappatsch   als Agnes
  André Jung   als Bruno
  Samuel Finzi   als Walter
  Jule Böwe   als Karola
  Isabell Metz   als Leni
 
Regie:  Lola Randl  
Buch:  Lola Randl  
Musik:  Maciej Siedzlecki  
Kamera:  Philip Pfeiffer  
Produzent:  Herbert Schwering  
 

Die Besucherin in der Fotoshow

 

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Features

 

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