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Die blaue Grenze

Poetisch-melancholischer Liebesfilm, der zwei parallele Geschichten an der deutsch-dänischen Grenze erzählt.


Die blaue Grenze

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Erhältlich seit:
16.11.2006

Originaltitel: Die blaue Grenze

Drama/ Komödie

Deutschland 2005
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12

Antoine Monot, Jr.
Beate Bille
Dominique Horwitz

Regie: Till Franzen
epiX Media AG

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Poetisch-melancholischer Liebesfilm, der zwei parallele Geschichten an der deutsch-dänischen Grenze erzählt.

Momme sucht seinen Großvater (Foto: jetfilm) Großansicht

Momme sucht seinen Großvater (Foto: jetfilm)

Als sein Vater plötzlich stirbt, reist der 20-jährige Momme (Antoine Monot) nach Flensburg, um seinen Großvater zu informieren. Der ist allerdings noch nicht über den Tod seiner Ehefrau hinweggekommen und flieht vor seiner Trauer ins Nachbarland Dänemark.

Derweil wird der Halbdäne und Polizist Poulsen (Dominique Horwitz) nach Flensburg versetzt, wo er auf eigene Faust in einem Fall ermittelt, der ihm eigentlich schon längst entzogen worden ist. Dabei erregt er zusehends die Aufmerksamkeit seiner mysteriösen Nachbarin Frau Marx (Hanna Schygulla).

Poulsen steckt mitten im Einsatz (Foto: jetfilm) Großansicht

Poulsen steckt mitten im Einsatz (Foto: jetfilm)

Traurig schön

Till Franzens Kinodebüt beschäftigt sich auf poetische Weise mit der Grenze zwischen Leben und Tod. In zwei parallelen Geschichten entwickelt Franzen mit lakonischem Humor, norddeutscher Mund- und Lebensart und melancholischer Stimmung tragische, groteske und traurige Momente, in denen drei grandiose Hauptdarsteller zu Höchstform auflaufen.

Die blaue Grenze

Die Grenzen zwischen Tod und Leben, Traum und Wirklichkeit verschwimmen in Till Franzens Niemandsland, in dem sich die Schicksale einer Handvoll Gestrandeter verweben.

Für Regisseur Till Franzen bedeutet der Titel die Flensburger Förde, die Gegend wo er aufgewachsen ist, aber auch das Undefinierbare zwischen Rationalem und Irrationalem, zwischen Tag und Nacht. In dieser Geschichte über Verlusterfahrung kehrt er zum Ort seiner Kindheit zurück und erkundet ihn neu, ein Landstrich, in dem die Menschen kein Wort zuviel von sich geben. Wie der verträumte und mundfaule Momme, der gerade seinen Vater verloren hat und sich ganz überraschend in eine Dänin verliebt, die am Morgen danach wieder in ihre Heimat zurückkehrt. Oder Mommes Großvater, der noch um seine Ehefrau trauert und den Tod des Sohnes verdrängt, sich vor schmerzhaften Erinnerungen abschirmt. Und da ist noch der abgehalfterte Ex-Kommissar (Dominique Horwitz), der in seiner völlig überzogenen Erinnerung als großer Kriminaler lebt und durch seine undurchschaubaren Nachbarin (Comeback für Hanna Schygulla) irritiert wird. Norddeutsch-spröde gibt sich der poetisch-melancholische Heimatfilm in Cinemascope, weit weg vom prätentiösem Kritiker-Konstrukt der sogenannten "Berliner Schule". Vor allem Antoine Monot jr. wirkt wie ein stummer Fels in der Brandung, ein Dickkopf, der nicht so schnell aufgibt und auch humorige Szenen ohne ein Lächeln übersteht, immer wieder versucht, ohne Papiere die dänische Grenze zu überqueren, um "sein" Mädchen zu finden und sich dabei auch nicht von einem Polizisten in einem Hase-Igel-Wettlauf aus dem Konzept bringen lässt. Die beiden mit Lakonie erzählten Lebens- und Liebesgeschichten der Paare laufen parallel, ohne eigentlich zusammenzupassen, Dominique Horwitz als groteskes Nervenbündel durchbricht den ruhigen Rhythmus, seine dramaturgische Funktion ist unklar. Romantik heißt hier nicht kuschelig-kitschige Behaglichkeit, sonder herbe Idylle, bei der das Geheimnisvolle und Unbehagliche durchschimmert. Man muss sich auf die Figuren einlassen in diesem unbequemen Regiedebut, das wunderbare Bilder für die Überwindung von Heimatlosigkeit und Einsamkeit findet. mk.

Darsteller:  Antoine Monot, Jr.   als Momme Bief
  Beate Bille   als Lene
  Dominique Horwitz   als Kommissar Poulsen
  Hanna Schygulla   als Frau Marx
  Joost Siedhoff   als Der alte Bief/ Großvater
  Felix Bassmann   als Danske Cowboy
  Armin Dillenberger   als Grün
  Uwe Rohde   als Lothar
  Axel Olsson   als Möllgard
  Sebastian Schipper   als Biskup
  Friedrich Karl Praetorius   als Heesch
  Ole Hedegaard   als Dänischer Grenzer
  Peter Schrøder   als Dänischer Beamter
  Henrik Lykkegaard   als Dänischer Beamter
  Sebastian Schultz   als Morten
  Jens Münchow   als Teddy
 
Regie:  Till Franzen  
Buch:  Till Franzen  
Musik:  Enis Rotthoff  
Kamera:  Manuel Mack  
Produzent:  Arne Ludwig  
  Felix Blum  
  Holger Hage  
 

Die blaue Grenze in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

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Antoine Monot, Jr.

Eine der Hauptrollen in der mehrfach preisgekrönten Großstadt-Ballade "Absolute Giganten" von Sebastian Schipper bedeutete für...

 

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Dominique Horwitz

Deutscher Schauspieler, Sänger und Entertainer, der nach dem Motto "Wach sein und zugreifen" mit riesigem Arbeitseifer seit 1976 in...