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Die Brady Family

Familie Brady droht die Versteigerung des Eigenheims, sollte sie die Steuer nicht rechtzeitig nachzahlen können. Um Geld zu verdienen, beschließen die Bradys an einem Talentwettbewerb teilzunehmen.


Die Brady Family

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Erhältlich seit:
05.02.2004

Originaltitel: The Brady Bunch Movie

Komödie

USA 1995
Laufzeit: 85 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Shelley Long
Gary Cole
Michael McKean

Regie: Betty Thomas
Paramount Home Entertainment

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Der Brady-Familie, die innerlich wie äußerlich in den 70er Jahren hängengeblieben ist, schneit ein Steuernachzahlungsbescheid ins Haus. Sollte die Summe nicht fristgerecht bezahlt werden, droht die Versteigerung des Eigenheims. Dies würde besonders einem Bauspekulanten ins Konzept passen, der nur noch das Brady-Grundstück benötigt, um ein Einkaufszentrum zu errichten. Die Bradys beschließen, an einem Talentwettbewerb teilzunehmen, dessen Preisgeld exakt die benötigte Geldsumme ausmacht.

Basierend aus der langlebigen TV-Serie "Drei Jungen und drei Mädchen" (1969 - 1974) hat die Regie-Newcomerin Betty Thomas diese flotte Familienkomödie teils als Hommage, teils als Parodie auf die Vorlage angelegt. Am meisten Spaß macht diese nostalgische Zeitreise, wenn die unbedarften 70er-Fossilien mit der Realität der aggressiven 90er Jahre konfrontiert werden. Obwohl die Bradys in Deutschland nie so populär waren wie in den USA, dürften jüngere wie ältere Zuschauer an diesem kurzweiligen Spaß ihre Freude haben.

Als einflußreicher Bestandteil amerikanischer Popkitschkultur war die in den USA erstmals zwischen 1969 und 1974 ausgestrahlte TV-Serie "The Brady Bunch" (lief in Deutschland unter dem Titel "Drei Söhne und drei Töchter") Inspiration diverser TV-Filme, kurzlebiger Serien- Spinoffs und einer tourenden Bühnensatire. Im Zuge des aktuellen goldenen Zeitalters der Kinokonvertierungen beliebter Fernsehserien, wie beispielsweise "Die Flintstones" oder demnächst "Kobra, übernehmen Sie", wird nun die naiv-unbeschwerte Brady-Familie der 70er Jahre in die aggressive Realität der 90er hineinverpflanzt. Die extrem hell ausgeleuchtete Brady-Residenz ist eine nostalgische Zeitkapsel, der die Probleme der Außenwelt nichts anhaben können. Hier sind nach wie vor Schlaghosen, Pastellfarben, spitze Hemdkragen, Plateausohlen, schrill gemusterte Polyesterhemden, Mittelscheitelfrisuren, der Slang der 70er und ein für heutige Verhältnisse fast schon befremdlicher Familienzusammenhalt angesagt. Als den Eltern Mike und Carol (Gary Cole und Shelley Long) ein Steuernachzahlungsbescheid über 20.000 Dollar ins Haus flattert und eine Versteigerung des Heims droht, versuchen die sechs Kinder die Summe aufzutreiben und nehmen an einem musikalischen Talentwettbewerb teil. Um diese Grundidee wird von dem Drehbuchautoren-Quartett, darunter Bonnie und Terry Turner, die u.a. das Skript von "Wayne's World" schrieben, eine Unzahl von Versatzstücken verschiedener Originalepisoden eingeflochten: die perfekte Marcia (Christine Taylor könnte fast als Zwilling der Originalbesetzung durchgehen) erleidet einen Nasenbeinbruch, während Peter (Paul Sutera) mit Stimmbruch zu kämpfen hat, die eifersüchtige Jan (Jennifer Elise-Cox) weigert sich, ihre Brille zu tragen und hört innere Stimmen, Greg (Christopher Daniel Barnes) träumt von einer Karriere als Rockstar. Eine gewisse Vertrautheit mit der Serie ist bei all diesen Querverweisen zwar hilfreich, aber nicht Voraussetzung, um sich bei dieser abgedrehten Familienkomödie köstlich amüsieren zu können. Mit einem Budget von 12 Mio. Dollar von Newcomerin Betty Thomas (war in der TV-Serie "Polizeirevier Hill Street" als Sergeant Lucille Bates zu sehen) teils als Hommage, teils als Parodie angelegt, wurde ein besonderes Augenmerk auf die Details gelegt. So treten vier Originalbesetzungsmitglieder wie Florence Henderson als Großmutter und die Original-Haushaltsperle Alice Ann B. Davis als Truckerin auf. Der Transvestit/Sänger RuPaul hat ein Cameo als Schulpsychologin und Davy Jones von den legendären Monkees spielt sich selbst und liefert eine ange-grunge-te Version von "Girl". In Deutschland erreichten die bizarren Bradys zwar nie dieselbe Popularität wie in den USA, wo der gutmütige Spaß bereits stolze 25,5 Mio. Dollar einspielte. Doch wie sich die unbedarften Seventies-Fossilien im Los Angeles der Gegenwart gebärden, hält genügend Gagzunder bereit, um das Seventiesfieber auch an den deutschen Kinokassen auflodern zu lassen. ara.

Darsteller:  Shelley Long  
  Gary Cole  
  Michael McKean  
  Jean Smart  
  Henriette Mantel  
  Christopher Daniel Barnes  
  Christine Taylor  
  Paul Sutera  
  Jennifer Elise Cox  
  Jesse Lee  
  Olivia Hack  
  David Graf  
  Jack Noseworthy  
  Shane Conrad  
  RuPaul  
  Ann B. Davis  
  Florence Henderson  
 
Regie:  Betty Thomas  
Buch:  Laurice Elehwany  
  Rick Copp  
  Bonnie Turner  
  Jerry Turner  
Musik:  Guy Moon  
Kamera:  Mac Ahlberg  
Produzent:  Sherwood Schwartz  
  Lloyd J. Schwartz  
  David Kirkpatrick  

Charlize Theron spielt authentische Mörderin

Theron demnächst als tödliche Prostituierte

Theron demnächst als tödliche Prostituierte

Gestern war der Hinrichtungstermin für die siebenfache Mörderin Aileen Wuornos aus Florida. Charlize Theron soll die Täterin nun in einem Film verkörpern, der den kontroversen Titel "Monster" trägt.

Wuornos, die seit ihrem 14. Lebensjahr als Prostituierte tätig war, ermordete 1989 einen ihrer Freier, innerhalb der nächsten neun Monate tötete sie sechs weitere. Im Prozess von 1992 hatte sie auf "unschuldig" plädiert, weil die Männer sie bedroht und vergewaltigt hätten.

Drehbuchautorin Patty Jenkins gibt ihr Regiedebüt und beschreibt den Film als "große amerikanische Tragödie". Sie erzählt die Geschichte einer Lesbierin, die sich in Wuornos verliebt. Wuornos verdient den Lebensunterhalt für beide, fühlt sich aber von ihren "Kunden" allzu leicht bedroht - und zögert im Zweifelsfall nicht, diese zu töten. Der Film endet damit, dass Wuornos im Gefängnis ihr Urteil erwartet.

Jenkins über ihr Projekt: "'Monster' ist ein Drama über die Beziehung dieser beiden Frauen und steht in der Tradition von '"Bonnie und Clyde"' und '"Badlands"'. Dass die Geschichte wahr ist, macht den Film noch spannender und verstörender."

Wuornos' Geschichte war 1992 bereits Gegenstand einer Dokumentation und eines TV-Movies namens "Overkill: The Aileen Wuornos Story" mit Jean Smart ("Die Brady Family")

Die erste Klappe soll Mitte Januar fallen, gedreht wird in Florida.

 

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