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Die Braut, die sich nicht traut

Romantische Zuckerguß-Komödie, in der sich ein abgebrühter Journalist und eine von pathologischer Bindungsangst geplagte Kleinstadtschönheit zusammenraufen müssen.


Die Braut, die sich nicht traut

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Erhältlich seit:
11.07.2002

Originaltitel: Runaway Bride

Komödie

USA 1999
Laufzeit: 112 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Julia Roberts
Richard Gere
Joan Cusack

Regie: Garry Marshall
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Die Braut, die sich nicht traut

In New York City arbeitet Ike Graham als Journalist für USA Today. Eine bissige Kolumne über eine gewisse Maggie Carpenter, die bereits dreimal einen potenziellen Ehemann vor dem Altar versetzt hat, kostet Ike den hochdotierten Job. Auf Rache sinnend, sucht er die berühmt-berüchtigte Beinahe-Braut in deren, in der tiefen Provinz gelegenen Heimatstädchen auf. Sein Ziel: eine gesalzene Home Story, die Maggie endgültig als treuloses Weib outen und seinen guten Ruf wiederherstellen soll...

Fast neun Jahre hat sich Regisseur Garry Marshall Zeit gelassen, seinem Mega-Hit "Pretty Woman" eine Art Fortsetzung folgen zu lassen. Zehn Produzenten und zwei Studios waren nötig, um dieses romantisch-nostalgische Märchen aus der Taufe zu heben, das Super-Star Julia Roberts zum zweiten Mal mit dem ewigen Beau Richard Gere vereint. Basierend auf dem Skript von Josann McGibbon und Sara Parriott hat Marshall eine wunderbar altmodische Komödie der Irrungen in Szene gesetzt, die besonders von der prickelnden Chemie zwischen der beiden Protagonisten lebt.

Die Braut, die sich nicht traut

Neun Jahre nach "Pretty Woman", mit 10,6 Mio. Besuchern immer noch erfolgreichste Komödie aller Zeiten auf deutschen Leinwänden, hat sich das Erfolgstrio Julia Roberts, Richard Gere und Garry Marshall erneut zusammengefunden, um ein von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestelltes Publikum mit einer romantischen Fantasie, diesmal über eine hinreißende Kleinstadtschönheit mit pathologischer Bindungsangst, von den Füßen zu fegen. Als zweite Roberts-Hitkomödie des Jahres nur knapp drei Monate nach dem Start von "Notting Hill" terminiert, ist diese Zähmung einer Widerspenstigen auch als durch und durch amerikanische Zuckerguß-Antwort auf die betont britische Gag- und Typenparade von Roger Michell konzipiert: gefällig, ein bißchen brav, ganz auf seine zwei souveränen Stars zugeschnitten - und hochkommerziell.

"I still haven't found what I'm looking for" von U2 tönt über die ersten Bilder, in denen Julia Roberts wie ein Wildfang auf dem Rücken eines Pferdes über die Wiesen des unberührten Mittleren Westens der USA galoppiert. In zweierlei Hinsicht gibt der Song das Thema des Filmes vor: Zum einen fängt diese eine Textzeile präzise ein, warum die überwältigende Maggie aus der Bilderbuchkleinstadt Hale bereits dreimal vor dem Traualtar den Rückwärtsgang eingelegt hat und auch ihr vierter Versuch scheitern könnte. Zum anderen offenbart Regisseur Garry Marshall sogleich, daß seine Komödie das Herz nicht nur auf dem rechten Fleck tragen will, sondern den Blick auch streng in die achtziger Jahre richtet: in eine Zeit, in der Komödien noch sorglos und das abgebildete Leben einfach und konservativ waren. Verglichen mit dieser heimeligen Zurschaustellung blitzsauberer amerikanischer Werte nimmt sich so mancher Doris-Day-Film aus wie ein anarchistisches Traktat.

Aber gerade das macht dieses kunstvoll-kommerziell konzipierte Hohelied auf die einfachen Werte, in dem Liebe unweigerlich zur Hochzeit führen muß, für ein breites Publikum wohl so reizvoll - zumal ein alter Profi wie Marshall weiß, daß die Chemie zwischen Gere und Roberts pures Gold wert ist. So hält er der Welt erfolgreichste Schauspielerin auch schwärmerisch in Norman-Rockwell-artigen Bildern fest, als handele es sich bei ihr um das achte Weltwunder. Wenn sie als Maggie elfengleich durchs Bild schwebt und ihr unvergleichliches Lächeln aufblitzen läßt, dann ist es um den Kinogänger ebenso geschehen wie um die Männer, die sie umschwirren wie Motten das Licht. Daß sie dem jeweiligen Mr. Right mit schöner Regelmäßigkeit kurz vor dem Ja-Wort ausbüchst, macht sie nicht nur zur Zielscheibe der Witze des gesamten Städtchens, sondern bringt ihr auch eine herablassende Kolumne des zynischen USA-Today-Journalisten Ike Graham ein. Im Gegenzug bewirkt Maggie seine Entlassung und seinen Besuch in Hale, wo sie in Kürze ihren vierten Hochzeitsversuch unternehmen will.

In klassischer Screwball-Comedy-Manier läßt Garry Marshall seine Stars aufeinander losgehen, wobei nie ein Zweifel daran besteht, daß sie füreinander geschaffen sind. Daß "Die Braut, die sich nicht traut" trotzdem einige Überraschungen bereithält, ist nicht nur dem unwiderstehlichen Charme von Roberts und Gere zu verdanken, sondern auch dem Drehbuch von Josann McGibbon und Sara Parriott, das seine beiden Gefühlskrüppel im Mittelpunkt über einen vergnüglichen Hindernisparcours schickt. Clever schanzte Marshall den Charakter-Assen Hector Elizondo, Joan Cusack und Rita Wilson pfiffige Schlüsselrollen am Rande zu: Ihre gewitzten Kommentare sorgen dafür, daß dieses filmische Äquivalent zu allamerikanischem Applepie nicht nur süß ist, sondern auch Biß hat. ts.

Darsteller:  Julia Roberts   als Maggie Carpenter
  Richard Gere   als Ike Graham
  Joan Cusack   als Peggy Flemming
  Hector Elizondo   als Fisher
  Rita Wilson   als Ellie
  Paul Dooley   als Walter
  Christopher Meloni   als Coach Bob
  Donal Logue   als Priester Bob
  Reg Rogers   als George Bug Guy
  Yul Vasquez   als Dead Head Gill
  Jane Morris   als Mrs. Pressman
  Lisa Roberts Gillan   als Elaine aus Manhattan
  Kathleen Marshall   als Cousine Cindy
  Jean Schertler   als Großmutter
 
Regie:  Garry Marshall  
Buch:  Josanne McGibbon  
  Sara Parriott  
Musik:  James Newton Howard  
Kamera:  Stuart Dryburgh  
Produzent:  Ted Field  
  Tom Rosenberg  
  Scott Kroopf  
  Robert W. Cort  
 

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