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Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia

Big-Budget-Erstverfilmung des Kinderbuchklassikers über ein zauberhaftes Land hinter einem Wandschrank.


Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia (Royal Edition, 4 DVDs)

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Erhältlich seit:
07.12.2006

Originaltitel: The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe

Fantasy

Großbritannien/USA 2005
Laufzeit: 152 Min.
FSK: ab 12

Georgie Henley
William Moseley
Skandar Keynes

Regie: Andrew Adamson
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Endlich ist die "Herr der Ringe"-Lücke geschlossen: Disneys Fantasyfilm ist in diesem Winter das Ereignis für Kinofans.

Edmund, Lucy, Susan und Peter finden sich plötzlich in Narnia wieder (Foto: Buena Vista) Großansicht

Edmund, Lucy, Susan und Peter finden sich plötzlich in Narnia wieder (Foto: Buena Vista)

Das Weihnachtshighlight der Saison bietet alles, was man sich für einen ebenso effektgeladenen wie emotionalen Ausklang des Kinojahrs nur wünschen kann. Im Mittelpunkt der mit spektakulären Bauten, Masken und Spezialeffekten in Neuseeland entstandenen Fantasy-Saga stehen vier Kinder auf der Flucht vor den Schrecken des Zweiten Weltkriegs.

Die Geschwister werden aus London auf den Landsitz eines alten Professors (Oscarpreisträger Jim Broadbent) verschickt, der in seinem Haus ein strenges Regiment führt. Dort entdecken sie in einem Wandschrank den geheimen Zugang zu der magischen Welt von Narnia, die ebenfalls unter einem Tyrannen zu leiden hat.

Susan lernt, mit Pfeil und Bogen umzugehen (Foto: Buena Vista) Großansicht

Susan lernt, mit Pfeil und Bogen umzugehen (Foto: Buena Vista)

Eisige Kälte

Die weiße Hexe (Tilda Swinton) hat das Land mit dem Fluch eines ewigen Winters belegt - wer ihr Widerstand leistet, wird in eine Eisstatue verwandelt. "Sie ist der Inbegriff des Bösen - seelisch völlig kalt, aber doch verführerisch", beschreibt Swinton ihre schillernde Figur. Ihr einzig ernst zu nehmender Gegner unter allen Fabelwesen ist der Löwe Aslan, der rechtmäßige König von Narnia.

Aber erst das mutige Eingreifen der Geschwister löst die Kette von Ereignissen aus, die zum Sieg des Guten führen. Der Kampf um Narnia findet seinen Höhepunkt in einer gigantischen Schlacht, in der alle fantastischen Rassen dieser Welt aufeinanderprallen - und die Effektkünstler noch einmal ihren atemberaubenden Einfallsreichtum entfalten können.

Jadis zeigt Edmund ihr geheimnisvolles Reich (Foto: Buena Vista) Großansicht

Jadis zeigt Edmund ihr geheimnisvolles Reich (Foto: Buena Vista)

Anders als es geschrieben steht

Diese Szene kommt in C.S. Lewis weltberühmter Buchvorlage nur ansatzweise vor, andere Erzählstränge sind in der Kinoversion dagegen stärker ausgestaltet. Regisseur Andrew Adamson ("Shrek 1 & 2"): "Ich musste das tun, denn nur so konnte ich den Geist des Buches einem modernen Publikum richtig vermitteln."

So wird aus seiner Verfilmung ein Spektakel, das alle Generationen von Zuschauern erreicht - wie das bestenfalls "Harry Potter" gelingt. Nur dass "Narnia" ein epischeres Szenario zu bieten hat. Wer davon nicht genug kriegen kann, sei beruhigt. Sechs Bücher sind noch übrig. Also: Nichts wie abtauchen in die magischen Welten von Narnia!

Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia (Royal Edition, 4 DVDs)

In Richard Attenboroughs Romanze "Shadowlands" war er - wie auch sein Besitzer - noch verschlossen. Jetzt öffnet der magische Schrank, die Pforte ins Herz der Kinder, seine Türen für eine Welt der Wunder, die vor allem die Potter-Pilger für eine der populärsten Reihen der Buchgeschichte begeistern soll. Das wird Aslan, C.S. Lewis' König der Löwen, gelingen, wenngleich ihn seine Gefolgschaft, im Unterschied zum Zauberlehrling, wohl erst entdecken muss.

In Großbritannien ist Lewis' siebenteiliges Fantasyabenteuer ein unverzichtbarer Begleiter der Kindheit. Diesen Status besitzt es hierzulande nicht, trotzdem ist die Erwartungshaltung hoch für diese Prestige-Produktion, die im epischen Entwurf, den Kreaturen und ihrer Finalschlacht "Ring"-Assoziationen weckt, aber mit einem jüngeren Zielpublikum im Visier dessen überwältigende Wirkung nicht erreichen kann. In seinem eigenen Kosmos jedoch ist das Live-Action-Debüt von "Shrek"-Dompteur Andrew Adamson ein mit großen Schauwerten aufwartendes Märchen, das im 2.Weltkrieg spielt, aber zeitlos für christliche Tugenden und die Familie wirbt. Bereits zu Beginn untermauert der Film seinen visuellen Anspruch, als eine deutsche Bomberstaffel, aus einer Vielzahl von Perspektiven beobachtet, London unter Feuer nimmt. Nach diesem Prolog, der später in einer Narnia-Sequenz zitiert und variiert wird, werden die Pevensie-Kids, Lucy, Edmund sowie die älteren Susan und Peter, von ihrer Mutter ins Landhaus eines gutmütigen Professors geschickt. Gut 40 Minuten dauert es, bis die Charaktere und das zentrale Problem mit dem familiären Außenseiter Edmund skizziert sind. Dann treten alle Kids in den Schrank des Professors, folgen dem Beispiel der kleinen Lucy, die die Welt dahinter bereits erkundet hat. Das von sprechenden Tieren und mythischen Kreaturen aus der griechischen und nordischen Sagenwelt bevölkerte Refugium kindlicher Fantasie ist von ewiger Eiszeit umklammert, seit die Weiße Hexe (Heimspiel für die androgyne Frostfee Tilda Swinton) Narnia mit einem Fluch belegt hat. Diesen werden gemäß einer Prophezeiung vier Kinder brechen. Bis es dazu kommt, muss Lucys Freund, ein Faun, wie auch ihr Bruder aus der Gefangenschaft der Hexe befreit werden. Der einfache, kindgerechte Plot führt geradlinig auf die Konfrontation der Heere des Guten und des Bösen, auf die Inthronisierung der menschlichen Führer zu, ohne deutlich zu machen, warum Narnia gerade sie unbedingt braucht. Die Kids reifen, übernehmen Verantwortung, aber wenn der junge Peter als Feldherr in die Schlacht zieht, erfüllt sich zwar eine kindliche Sehnsucht, aber nicht zwangsläufig auch Glaubwürdigkeit. Die finale Kollision der Heere ist die erwartet spektakuläre Creature-Parade, eine Effektshow mit einigen verblüffenden Szenen, in der der Tod entweder im Off oder unblutig durch den Versteinerungszauber der Hexe kommt. Die Entscheidung bringt schließlich die Autoritätsfigur des Films, ein legendärer Löwe, der mit Güte und Weisheit über Narnia herrscht. Aslan ist wie der gesamte Tierpark des Films eine erstaunliche digitale Kreation. Trotzdem ist eine perfekte Verschmelzung mit den menschlichen Figuren aufgrund des Fells problematisch, weshalb der Film Berührungspunkte im Bild auffallend meidet. Für ein kindliches Auge ist das freilich bedeutungslos, hier haben die Ansprüche andere Schwerpunkte, hier geht es um die Magie, das Abenteuer, die Spannung und auch die Komik, die dieser erste Teil von Disneys Fantasy-Franchise bietet. Am besten vereint "Der König von Narnia" diese Elemente in allen Sequenzen mit den heimlichen Helden, zwei digital animierten Bibern, die die Kids auf der Flucht vor reißenden Wölfen in Aslans Lager begleiten. Dieses Paar verdient die Empfehlung, die ein US-Serienoldie schon vor fast 50 Jahren gab: "Leave it to Beaver". kob.

DISC 1

Erweiterte Originalversion des Films mit über 15 Minuten zusätzlichen Szenen inklusive längerer Schlachtszene

Pannen vom Dreh
Wissenswertes über Narnia
Kommentar von Hauptdarstellern und Regisseur
Kommentar der Filmemacher

DISC 2

Die zwei Welten von Narnia:

DIE ENTSTEHUNG NARNIAS
Chroniken eines Regisseurs
Die magische Reise der Kinder
Die Entwicklung eines Epos
Die Fantasiewelt des C.S. Lewis
Die Zauberer hinter den Kulissen
Die Entstehung der Kreaturen
Anatomie einer Szene: der schmelzende Fluss

KREATUREN, LÄNDER & LEGENDEN
Die Kreaturen von Narnia
Narnia Entdeckungstour
Eine Zeitreise

DISC 3

C.S. Lewis & der Traum von Narnia

Exklusive Weltpremiere: ein nie zuvor gesehener vollängiger Film über den kreativen Kopf und Schöpfer von Narnia, dem Land der Wunder und Mythen

DISC 4

Das Geheimnis der Produktion: Wie aus "Der König von Narnia" ein Film entstand

Ein umfassender Einblick in den Prozess und die Technologie, die aus der Buchvorlage einen Oscar- Zusätzliche Extras:
- Anatomie einer Szene: Die Schlachtsequenz
- Die Kunst von Narnia

Quelle: Walt Disney Studios

Darsteller:  Georgie Henley   als Lucy Pevensie
  William Moseley   als Peter Pevensie
  Skandar Keynes   als Edmund Pevensie
  Anna Popplewell   als Susan Pevensie
  Tilda Swinton   als Jadis, Die Weiße Hexe
  Jim Broadbent   als Professor Kirke
  James McAvoy   als Mr. Tumnus
  James Cosmo   als Weihnachtsmann
  Patrick Kake   als Oreius
  Shane Rangi   als General Otman
  Elizabeth Hawthorne   als Mrs. Macready
  Kiran Shah   als Ginarrbrik
 
Regie:  Andrew Adamson  
Buch:  Ann Peacock  
  Andrew Adamson  
  Christopher Markus  
  Stephen McFeely  
Kamera:  Donald M. McAlpine  
Produzent:  Mark Johnson  

"Mit dem Film werden alle zufrieden sein"

55 Jahre nachdem C.S. Lewis die Geschichte um "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia" niederschrieb, hat nun Andrew Adamson mit viel Liebe die Geschichte auf Leinwand gebannt und ein neues Fantasy-Meisterwerk geschaffen.

Der Löwe Aslan hat Narnia erschaffen (Foto: Buena Vista) Großansicht

Der Löwe Aslan hat Narnia erschaffen (Foto: Buena Vista)

» "Narnia" ist der bisher größte Disney-Film. Warum haben Sie sich für unbekannte Schauspieler entschieden, anstatt große Namen zu verpflichten?

ANDREW ADAMSON: Ich habe einfach nur Schauspieler gecastet, die ich für richtig für die Rolle hielt. Ohne auf Namen zu achten. Der Star des Films ist die Geschichte und das Publikum wird diese mit sich nehmen.

» Welche Eigenschaften sollten die Kids mitbringen?

Ehrlich gesagt, habe ich nach Kindern gesucht, die genau so sind, wie ihre Figuren. So brauchten sie sich keine Sorgen ums Schauspielern zu machen. Sie mussten nur sie selbst sein.

Für Lucy haben wir ein bezauberndes Mädchen entdeckt, das einfühlsam und fantasievoll ist. Für Edmund einen Jungen, der von sich aus neugierig ist und gerne Unfug macht. Für Susan haben wir ein wunderschönes kluges Mädchen gefunden und für Peter einen Jungen, der dabei ist, ein Mann zu werden und perfekt geeignet war, einen liebevollen großen Bruder zu spielen.

Schon von Kindheit an ein "Narnia"-Fan: Regisseur Andrew Adamson (Foto: Pressefoto) Großansicht

Schon von Kindheit an ein "Narnia"-Fan: Regisseur Andrew Adamson (Foto: Pressefoto)

» Wie war es mit vier Kindern als Hauptdarsteller zu arbeiten?

Anfangs war ich etwas eingeschüchtert bei dem Gedanken, mit Kindern zu arbeiten. Größtenteils weil ich schon lange nichts mehr mit Teenagern zu tun hatte.

Am Ende war es dann aber viel besser, als ich es mir vorgestellt hatte. Kinder sind so offen für ihre Fantasie und das macht sie zu wunderbaren Schauspielern. Sie sind bereit dahin zu gehen, wo du möchtest, dass die Geschichte sie hinführen soll.

 

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