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Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia

Zweiter Film aus dem "Narnia"-Zyklus, der die Pevensie-Kinder wieder in das magische Land führt, wo sie einem geächteten Prinzen helfen, den Thron wieder zu erlangen.


Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia (Einzel-DVD)

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Erhältlich seit:
04.12.2008

Originaltitel: The Chronicles of Narnia: Prince Caspian

Fantasy

Großbritannien/USA 2008
Laufzeit: 138 Min.
FSK: ab 12

Ben Barnes
William Moseley
Georgie Henley

Regie: Andrew Adamson
The Walt Disney Company (Germany) GmbH Home Entertainment & Retail

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Mehr episches Schlachtengetümmel, mehr fantastische Zauberwesen, aber auch mehr Herz und Humor: Der zweite Film um das Königreich Narnia bietet Fantasy-Fans ein Kinoerlebnis, das sich fast schon wie ein Trip nach Mittelerde anfühlt.

Der knurrige Zwerg Trumpkin (Peter Dinklage) begleitet die vier Pevensie-Kinder in den Kampf zur Befreiung von Narnia (Foto: Walt Disney) Großansicht

Der knurrige Zwerg Trumpkin (Peter Dinklage) begleitet die vier Pevensie-Kinder in den Kampf zur Befreiung von Narnia (Foto: Walt Disney)

Es ist der Fluch des Peter Jackson: Wegen seines genialen neunjährigen Mammutprojekts muss sich seither jeder Fantasy-Film an "Der Herr der Ringe" messen lassen. Bisher hat freilich niemand diesem Vergleich auch nur annähernd standhalten können. Der erste "Narnia"-Film war noch einer der besseren Versuche - kein Wunder, immerhin stammt die beliebte Buchreihe vom Tolkien-Vertrauten C.S. Lewis.

Teil 2, "Prinz Kaspian von Narnia", entführt nun tatsächlich auf ähnlichem Niveau in eine magische Welt: Da werden Klingen gekreuzt wie in Helms Klamm, werden Bäume lebendig wie die Ents. Auch die Rettungsmission für ein ganzes Königreich muss den Vergleich mit der Erlösung Mittelerdes am Schicksalsberg nicht scheuen. Die vier Kinderkönige bringen zudem noch eine Spur Harry-Potter-Charme mit, sogar eine zarte Romanze fügt sich schön ein.

Titelheld Prinz Kaspian wendet sich gegen sein eigenes Volk, um Narnia wieder zu dem Zauberreich zu machen, das es einmal war (Foto: Walt Disney) Großansicht

Titelheld Prinz Kaspian wendet sich gegen sein eigenes Volk, um Narnia wieder zu dem Zauberreich zu machen, das es einmal war (Foto: Walt Disney)

Wo die Uhren anders gehen

Nach ihrer Rückkehr aus Narnia haben die vier Pevensie-Kinder im tristen London ein langweiliges Jahr verlebt - erfüllt von Sehnsucht nach dem Zauberreich. Gerade als sie nicht mehr an eine Rückkehr glauben, finden Sie sich unversehens in der Welt wieder, die sie als Königs-Quartett regieren durften. Doch bald stellt sich heraus, dass in Narnia inzwischen 1300 Jahre vergangen sind. Das räuberische Menschenvolk der Telmarer hat auf Geheiß des Ursupators Miraz (Sergio Castellitto) alle Faune, Zentauren und sprechende Tiere aus ihrer Heimat vertrieben und das Land mit einer Schreckensherrschaft unterjocht.

Doch Hoffnung gibt es in der Person von Prinz Kaspian (Ben Barnes). Der rechtmäßige Thronerbe der Telmarer ist von seinem Hauslehrer zu Toleranz gegenüber den angeblichen Feinden erzogen und verbündet sich schließlich mit Narnias verjagten Zauberwesen. Mit Susans altem Horn hat er die vier kindlichen Herrscher wieder nach Narnia gerufen und gemeinsam stellen sie sich Miraz und seinen Schergen...

König Edmund hat im Kampf mit den Telmarern alle Hände voll zu tun (Foto: Walt Disney) Großansicht

König Edmund hat im Kampf mit den Telmarern alle Hände voll zu tun (Foto: Walt Disney)

Die Kleinste ist die Größte

Die vier jungen Königsdarsteller William Moseley, Anna Popplewell, Skandar Keynes und Georgie Henley sind dabei merklich gereift, geben ihren Figuren und damit der ganzen Geschichte deutlich mehr Tiefe. Gerade Henley als jüngste Königin Lucy besticht durch eine faszinierende Mischung aus kindlicher Unschuld, die aber ganz im Sinne des Narnia-Schöpfers Aslan gleichzeitig die größte Weisheit und Reife bedeutet. Denn nur Lucy kann noch immer den Löwen Aslan sehen und seine Hilfe erbitten. Ihre Geschwister stürzen sich dagegen blind in Rivalitäten und kriegerische Konfrontation.

Viel Schlachten-Action bietet "Prinz Kaspian", in der die vier Jungmimen ziemlich brachial mitmischen. Auch wenn darunter im letzten Drittel des Films die erzählerische Spannung leidet, sorgen witzige Einlagen wie der eines Eingreiftrupps von Musketier-Mäusen für Auflockerung. Da scheint manchmal sogar ein Stück "Shrek"-Humor von Regisseur Andrew Adamson durch.

Genial animiert: Der sprechende Dachs "Trüffeljäger" ist der Stratege im Befreiungsfeldzug (Foto: Walt Disney) Großansicht

Genial animiert: Der sprechende Dachs "Trüffeljäger" ist der Stratege im Befreiungsfeldzug (Foto: Walt Disney)

Die Illusion ist perfekt

Dass dabei die Mäuse mit ihren Mini-Degen, der Schwerttrupp von Zentauren oder die kämpfenden Greifvögel kein bisschen nach Computerwesen aussehen, liegt einmal mehr an der Effektschmiede WETA. Die Neuseeländer haben inzwischen noch deutlich mehr auf dem Kasten als zu "Herr der Ringe"-Zeiten.

Die Parallelen zu Mittelerde und Hogwarts fallen indes erst lange nach dem Kinobesuch auf. Denn währenddessen hat "Prinz Kaspian von Narnia" einen so komplett in seine Welt hineingezogen, dass man sich dabei fast selbst schon wie ein Faun oder Zentaur von Aslans Gnaden fühlt.

Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia (Einzel-DVD)

Actionreiche Fortsetzung des epischen Fantasyabenteuers basierend auf der klassischen Kinderbuchreihe von C.S. Lewis, die sich rundum gereifter präsentiert.

Grundsätzlich gesehen ist zunächst alles beim alten geblieben: Erneut inszeniert "Shrek"-Regisseur Andrew Adamson und adaptierte in Zusammenarbeit mit Christopher Markus und Stephen McFeely das Plot komprimierende Drehbuch. Weta Digital steuert die imposante Effekteshow bei, mit der die sprechenden Tiere und mythischen Kreaturen der Wunderwelt von Narnia zum Leinwandleben erweckt werden. Und das Protagonisten-Kleeblatt der vier Pevensie-Geschwister kehrt vollzählig zum heldenmutigen Weltenretter-Dienst zurück. Natürlich sind sie sichtbar älter geworden, und man hat das Gefühl, dass sie nun mehr in ihre Rollen hineingewachsen sind. Auch Adamson zeigt sich bei seiner zweiten Liveaction-Arbeit erfahrener. Dabei lässt er die offenkundige christliche Symbolik entschieden in den Hintergrund treten, schraubt im Austausch dafür das "Herr der Ringe"-inspirierte Schlachtengetümmel beträchtlich höher, wenngleich im Rahmen des PG-Ratings allzu brachiale Brutalitäten ausgeklammert werden. Insgesamt fallen die Stimmung dunkler, die Sets spektakulärer, die Effekte atemberaubender und der Comic Relief großzügiger aus.

Sogleich mit dem Prolog kündigt sich an, dass diesmal ein stärkerer Action-Wind weht. Titelprinz Kaspian (der britische Bühnenschauspieler Ben Barnes, verzauberte zuvor mit seiner romantischen Rolle in "Stardust") muss sich vor den Schergen seines mordlüsternen Onkels Miraz (Sergio Castellitto kann als Oberbösewicht Tilda Swinton nicht ganz das Eiswasser reichen) in den verwunschenen Wald von Narnia retten. In großer Not bläst er das ihm von seinem Professor (ein Gandalf/Dumbledore-Verschnitt) gegebene Horn, womit er die Pevensie-Geschwister in ihr ehemaliges Königreich zurückruft. In London ist für sie seither ein Jahr verstrichen, in Narnia sind es 1300. Während der Abwesenheit der vier einstigen Königskinder hat sich viel verändert: Die Telmarines haben das Land erobert und unterdrücken seine Einwohner. Viele der Tiere sind wild geworden, die Bäume scheinen entzaubert und vom Löwenkönig Aslan findet sich keine Spur. Doch die Magie ist nicht völlig gebrochen, wie ihre Bekanntschaft mit dem Zwerg Trumpkin (Peter Dinklage macht amüsant auf grimmigen Gimli), einem sprechenden Marder und der mutigen Musketier-Maus Reepicheep (das possierliche Pendant zu Shreks gestiefeltem Kater) beweist. Um den Frieden wieder herzustellen, gilt es Prinz Kaspian zum Thron zu verhelfen und dafür organisieren sie eine gemeinsame Armee. Diese besteht neben den Tieren aus Wunderwesen wie Zentauren, Griffins (die an Potters quasi-Parallelwelt erinnern) und Minotauren, die sich allesamt furchtlos ins wiederholte Schlachtengetümmel werfen. Sie mögen keine Spartaner sein, doch für einen Familienfilm wird erstaunlich packend gefochten. Proportional zur relativ spärlich eingebrachten christlichen Thematik (Versuchung, Zweifel und der Triumph beharrlichen Glaubens) gibt es nur wenig vom Löwenkönig Aslan zu sehen, noch kürzer taucht Swinton als Weiße Hexe in einem Cameo auf. Im Erzähltempo wurde das Fantasyspektakel trotz fast identischer Lauflänge im Vergleich zum Erstling willkommen gestrafft. Gleichzeitig mutet das Sequel erwachsener an, wodurch die kindliche Unschuld und magische Begeisterung ein wenig ins Abseits geraten. Dennoch wird dieser Prinz am Boxoffice zweifelsohne zu einem König gekrönt werden. ara.

Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia (Einzel-DVD)

In DIE CHRONIKEN VON NARNIA: PRINZ KASPIAN VON NARNIA erwachen die
faszinierenden Charaktere von C. S. Lewis' zeitloser Fantasy wieder auf grandiose Weise zum
Leben. Diesmal gelangen die Pevensie-Geschwister - Peter, Susan, Edmund und Lucy - über eine
U-Bahn-Station am Trafalgar Square aus dem London des Zweiten Weltkriegs nach Narnia.
Und sie begeben sich auf ein neues, gefährliches Abenteuer, das ihren Glauben und Mut stärker
denn je auf die Probe stellt.

Quelle: Walt Disney Studios

Audiokommentar von Regisseur Andrew Adamson und den Hauptdarstellern

Quelle: Walt Disney Studios

Darsteller:  Ben Barnes   als Prinz Kaspian
  William Moseley   als Pete Pevensie
  Georgie Henley   als Lucy Pevensie
  Anna Popplewell   als Susan Pevensie
  Skandar Keynes   als Edmund Pevensie
  Peter Dinklage   als Trumpkin
  Warwick Davis   als Nikabrik
  Sergio Castellitto   als König Miraz
  Pierfrancesco Favino   als General Glozelle
  Damián Alcázar   als Lord Sopespian
  Vincent Grass   als Doktor Cornelius
  Alicia Borrachero   als Königin Prunaprismia
  Shane Rangi   als Asterius
  Cornell John   als Talsurm
 
Regie:  Andrew Adamson  
Buch:  Andrew Adamson  
  Christopher Markus  
  Stephen McFeely  
Musik:  Harry Gregson-Williams  
Kamera:  Karl Walter Lindenlaub  
Produzent:  Mark Johnson  
  Philip Steuer  
  Andrew Adamson  
 

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