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Die Entdeckung der Currywurst

Werkgetreue Adaption von Uwe Timms Novelle mit einer überzeugenden Barbara Sukowa in einer starken Frauenrolle.


Die Entdeckung der Currywurst

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Erhältlich seit:
24.04.2009

Originaltitel: Die Entdeckung der Currywurst

Drama

Deutschland 2007
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 6

Alexander Khuon
Barbara Sukowa
Wolfgang Böck

Regie: Ulla Wagner
good!movies

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Werkgetreue Adaption von Uwe Timms Novelle mit einer überzeugenden Barbara Sukowa in einer starken Frauenrolle.

Lena betreibt in Hamburg eine Imbissbude (Foto: Schwarz-Weiss (Central)) Großansicht

Lena betreibt in Hamburg eine Imbissbude (Foto: Schwarz-Weiss (Central))

Als im Frühjahr 1945 die Alliierten vor Hamburg stehen, beginnt der Endkampf an der Heimatfront. Köchin Lena (Barbara Sukowa) lernt den Marinesoldaten Hermann (Alexander Khuon) kennen, Sympathie ist von beiden Seiten vorhanden. Ein Luftangriff bringt beide in ihr Bett, wo sie ihn fortan versteckt.

Für das ungewöhnliche Paar beginnt ein lebensgefährliches Liebesabenteuer. Während Lena zunehmend aufblüht, leidet Hermann unter der Situation - und entdeckt ihre abwesende Familie. Die brisante Affäre ist jedoch nur der Anfang eines Dramas über den Untergang des Dritten Reichs.

Werkgetreue Adaption von Uwe Timms Novelle um eine Liebesgeschichte während des Zweiten Weltkriegs, in der die Entdeckung der Currywurst nur eine kleine Episode ausmacht.

Hermann muss sich verstecken (Foto: Schwarz-Weiss (Central)) Großansicht

Hermann muss sich verstecken (Foto: Schwarz-Weiss (Central))

Ins Zentrum gerückt

Regisseurin Ulla Wagner rückt in ihrer ruhigen Inszenierung insbesondere die Schauspieler ins Zentrum. Beim subtilen Kammerspiel mit ein wenig Humor und viel Melancholie glänzt der einstige Fassbinder-Star Barbara Sukowa.

Die Entdeckung der Currywurst

Werkgetreue, bedächtig inszenierte Adaption von Uwe Timms Novelle mit einer überzeugenden Barbara Sukowa in einer starken Frauenrolle.

Dass Frauen während der Nazi-Zeit Schutzinstinkte für verfolgte Männer entwickeln, ist im Kino nichts Neues. Catherine Deneuve tat es für Gérard Depardieu in Truffauts "Die letzte Metro" und Jacqueline Bisset für Jürgen Prochnow in Anthony Pages "Versteckt". Jetzt nimmt sich Barbara Sukowa eines jungen Mannes an. In Ulla Wagners Adaption von Uwe Timms gleichnamiger Novelle "Die Entdeckung der Currywurst" spielt der einstige Fassbinder-Star ("Lola") Lena Brückner, eine selbstbewusste Frau irgendwo zwischen 40 und 50, die kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs den etwa halb so alten Marinesoldaten Hermann Bremer (Theatermime Alexander Khuon in seiner ersten Kinorolle) vor einem Hamburger Kino aufgabelt. Weil er nicht beim "Endkampf" verheizt werden will, lässt er sich nur zu gern von der liebenswerten Lena mit nach Hause nehmen und dort verstecken. Dass die beiden dort alsbald mehr machen als nur Händchen halten, versteht sich in harten Zeiten wie diesen von selbst. Vor allem Lena beginnt die Liaison mit ihrem jugendlichen Liebhaber sichtlich zu genießen, während diesem das Eingesperrtsein zu schaffen macht. Als die Frau ahnt, dass ihr exklusives tête-à-tête bald der Vergangenheit angehören wird, beschließt sie etwas ganz perfide Egoistisches: sie verschweigt Hermann das Kriegsende und zwingt ihn so, weiter wie ein Tiger im Käfig in ihrer Wohnung zu verharren.

Ulla Wagner, die vor acht Jahren mit "Anna Wunder" bereits einen kleinen Festival-Hit landen konnte, konzentriert sich in ihrem Liebesdrama ganz auf die beiden Hauptdarsteller. Das bedeutet: viel Dialoge und reichlich Austausch von Zärtlichkeiten, bei der insbesondere die inzwischen 58-jährige Sukowa viel nackte Haut zeigt. Die intensive Interaktion zwischen dem ungleichen Duo bedeutet auf der einen Seite, dass der Focus auf qualitativ hoch stehende Schauspielkunst gerichtet ist, auf der anderen aber auch eine bedächtige, beinahe behäbige kammerspielartige Inszenierung, da die Kamera nur selten Lenas Heim verlässt. Auf der Habenseite bleibt das Porträt einer starken, emanzipierten Frau, die sich am Ende mit einem kleinen Kiosk in die Selbstständigkeit wagt, und ihren kriegsheimkehrenden Ehemann, einem nichtsnutzigen Herumtreiber, mutig die Tür vor der Nase zuschlägt, sowie die Auflösung des Filmtitels: Als Lena einmal vollbepackt im Stiegenhaus stürzt, geht eine Ketchupflasche zu Bruch und vermischt sich mit aus einer Dose rieselnden Currypulver. Von diesen amüsanten Anekdoten hätte man sich mehr gewünscht in einem Film, der ansonsten von ein wenig subtilem Humor, vielen melancholischen Momenten und eindeutig vom nuancierten Spiel der großen Sukowa getragen wird. lasso.

Die Entdeckung der Currywurst

Frühjahr 1945: die Alliierten stehen vor Hamburg. Vor einem Kino lernt Lena Brücker den zum 'Endkampf an der Heimatfront' abkommandierten Marinesoldaten Hermann Bremer kennen. Nach einer Liebesnacht bietet Lena dem jungen Mann an, ihn in den letzten Kriegstagen in ihrer Wohnung zu verstecken. Damit beginnt für beide ein lebensgefährliches Liebesabenteuer, das sie vor dem Rest der Welt geheim halten müssen. Während Lena in den nächsten Wochen aufblüht, leidet Hermann unter seinem Eingesperrtsein und der ständigen Angst entdeckt zu werden. Trotzdem wird Lena ihrem Liebhaber nicht verraten, dass der Krieg aus ist, um noch so viele Tage wie möglich mit ihm auf ihrer gemeinsamen 'Matratzeninsel' zu verbringen, während sich draußen alles verändert.

Quelle: good!movies

Darsteller:  Alexander Khuon   als Hermann Bremer
  Barbara Sukowa   als Lena Brückner
  Wolfgang Böck   als Holzinger
  Branko Samarovski   als Lammers
  Götz Schubert   als Gary Brückner
  Frederick Lau   als Jürgen Brückner
  Astrid Meyerfeldt   als Helga
  Traute Hoess   als Frau Eckleben
  Lennart Betzgen   als Paulchen I
 
Regie:  Ulla Wagner  
Buch:  Ulla Wagner  
Musik:  Christine Aufderhaar  
Kamera:  Theo Bierkens  
Produzent:  Gerd Haag  
 

Die Entdeckung der Currywurst in der Fotoshow

 

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Features

 

Star

Barbara Sukowa

Ihre Rollen sind mutige schauspielerische Balanceakte zwischen verhaltenem Zorn, aufbegehrender Rebellion, stolzer Würde und überlegener...

 

Star

Branko Samarovski

Bereits 1978 gab Branko Samarovski sein Kinodebüt in Herbert Achternbuschs "Der junge Mönch". Einem breiten Fernsehpublikum wurde er...