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Die Ex-Freundinnen meines Freundes

Showbiz-Satire, in der sich Privatleben und Beruf einer Daily-Talkshow-Produzentin vermischen, als sie in der Vergangenheit ihres Freundes schnüffelt.


Die Ex-Freundinnen meines Freundes

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Erhältlich seit:
19.04.2005

Originaltitel: Little Black Book

Komödie

USA 2004
Laufzeit: 102 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Brittany Murphy
Holly Hunter
Ron Livingston

Regie: Nick Hurran
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Showbiz-Satire, in der sich Privatleben und Beruf einer Daily-Talkshow-Produzentin vermischen, als sie in der Vergangenheit ihres Freundes schnüffelt.

Das junge Glück ist nicht von langer Dauer (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Das junge Glück ist nicht von langer Dauer (Foto: Columbia TriStar)

Stacy Holt (Brittany Murphy) träumt davon, als Fernsehjournalistin in die Fußstapfen von Anchorwoman Diane Sawyer zu treten. Zunächst tritt sie jedoch ihre Lehrjahre als Produzentin bei der Daily Talkshow "Kippie Kann Do" an.

Angestachelt von ihren Kollegen beginnt sie, in seiner Abwesenheit in der Vergangenheit ihres Freundes zu schnüffeln und entdeckt, dass er regen Kontakt zu seinen Ex-Freundinnen pflegt - was er Stacy natürlich komplett verheimlicht. Ihre wachsende Neugierde und Eifersucht führen dazu, dass sie die Ex-Freundinnen aufsucht - unter dem Vorwand, sie würde für "Kippie Kann" recherchieren.

Und wieder hat Stacey etwas Neues entdeckt (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Und wieder hat Stacey etwas Neues entdeckt (Foto: Columbia TriStar)

Chaos von allen Seiten

Als Schwester im Geiste vom "Working Girl" des Mike Nichols spielt Brittany Murphy ihre Blondine, die von Carly Simon und Diane Sawyer besessen ist, die Karriereleiter erklimmen will und sich dabei in berufliches wie privates Beziehungschaos verstrickt.

"Ex-Freundinnen meines Freundes" beginnt als romantische Komödie und entpuppt sich im Verlauf als bitterböse Showbiz-Satire, die den täglichen unmoralischen Talkshow- und Reality-TV-Wahn des amerikanischen Fernsehens auf die Schippe nimmt - und zugleich die beste und komplexeste Rolle seiner Hauptdarstellerin demonstriert.

Die Ex-Freundinnen meines Freundes

Das "Working Girl" ist nach "30 über Nacht" einmal mehr Thema in diesem US-Kinosommer. Als geistige Schwester von Mike Nichols' Heldin aus "Die Waffen der Frauen" spielt Brittany Murphy eine Carly-Simon- und Diane-Sawyer-besessene Blondine, die die Karriereleiter erklimmen will und sich dabei in beruflichem wie privatem Beziehungschaos verstrickt. "Die Ex-Freundinnen meines Freundes" ist damit entschieden erwachsener und kritischer als Columbias vorausgeschickte Body-Switch-Komödie, beginnt als Romanze und entpuppt sich als bitterböse Showbiz-Satire, die den täglichen Talkshow- und Reality-TV-Wahn des amerikanischen Fernsehens auf die Schippe nimmt und als Katalysator für ein Liebesdrama verwendet, das sich auch vor der Enthüllung unangenehmer Wahrheiten nicht scheut.

Wenn Stacy Holt (Brittany Murphy) nicht weiter weiß, schmettert sie einen Song von Carly Simon, und schon fällt eine Entscheidung wie vom Himmel. So hat sich die muntere Blondine, die als Fernsehjournalistin in die Fußstapfen von Anchorwoman Diane Sawyer treten will, vermutlich auch dazu entschieden, auf dem Weg an die Spitze einen Job bei der Daily Talkshow "Kippie Kann Do" anzutreten, der sie in die tiefsten Niederungen der Fernsehkultur führt: Star der Show ist eine "gefallene Oprah" (Kathy Bates), die sich mit Themen wie "Meine Großmutter ist eine Nutte - akzeptier' es!" und einer intriganten und missgünstigen Schar Angestellter herumschlagen muss. Die wiederum, angeführt von der abgebrühten Barb (Holly Hunter in der zynischeren Variante ihrer Rolle aus "Nachrichtenfieber") und dem frustrierten Ira (Kevin Sussman), stacheln Stacy dazu an, in der Vergangenheit ihres Dauerfreundes Derek (Ron Livingston aus "Sex and the City") zu schnüffeln. Der hat nämlich noch regen Kontakt zu seinen Ex-Freundinnen, den der schneidige Sportagent verheimlicht, und als er mit seiner Hockeymannschaft ein Auswärtsspiel bestreitet, öffnet seine Freundin Pandoras Box: Sie wirft einen Blick in sein zurückgelassenes "kleines elektronisches Buch", seinen Palm, und nimmt Kontakt zu den "Exen" auf - einem tumben Model, einer ehrgeizigen Gynäkologin und der liebenswerten Starköchin Joyce (Julianne Nicholson) - stets unter dem Vorwand, Recherchen für "Kippie Kann Do" anzustellen.

Nick Hurran ("Girls Night - Jetzt oder Nie"), selbst ein Veteran des britischen Fernsehens, der hier sein Hollywooddebüt gibt, zeigt das TV-Business als bunten karnevalesken Schauplatz, in dem im Dienst der Quote alles möglich ist. Affen, Emus und mit Vorliebe kleinwüchsige Menschen finden in der Daily Talkshow Platz, alle Mitarbeiter sind nervöse Wracks, die um die Gunst des Chefs buhlen und intrigieren, was das Zeug hält. In diesem Chaos behält der Regisseur zu jedem Zeitpunkt einen kühlen Kopf und Überblick und steigert seine Story geradlinig und mit beinahe Altmanscher Virtuosität auf einen beeindruckenden Höhepunkt zu, in dem er Stacys private und Berufswelt auf der Bühne der "Kippie Kann Do"-Show kollidieren lässt, eine komplette TV-Sendung in den Settings seines Films inszeniert und die Kulissen des Reality-Fernsehens zu Fall bringt. Bei allem Zynismus und der bitteren Wahrheiten, die Hurran hier vor allem in Hinblick auf Beziehungen zwischen Mann und Frau offenbart, erfindet er die hinreißendsten Szenarien, in denen Brittany Murphy und Holly Hunter zu Carly Simons "Die Waffen der Frauen"-Hit "Let the River Run" tanzen, Hunter ihren persönlichen "Truman Show"-Moment erlebt und vor allem Murphy immer wieder die Gelegenheit bekommt, ihr Talent für Slapstick aber auch für die tragischen Seiten ihrer Figur sicher auszuspielen und sich nicht nur auf theatralisches Augenrollen zu beschränken. Und mit Bates und Stephen Tobolowski in den Nebenrollen kann sich Hurran sowieso voll und ganz auf ein glänzendes Ensemble verlassen. Wenngleich Thema und Look seiner "Show" bisweilen eher in den frühen 90er Jahren zu Hause sein mögen, so verhält es sich im Fall von "Ex-Freundinnen meines Freundes" tatsächlich wie mit einem Song von Carly Simon, der beim zweiten Hinhören erstaunlich zeitgemäß und universell daherkommt. deg.

Darsteller:  Brittany Murphy   als Stacy Holt
  Holly Hunter   als Barb
  Ron Livingston   als Derek
  Julianne Nicholson   als Joyce
  Kathy Bates   als Kippie Kann
  Stephen Tobolowsky   als Carl
  Kevin Sussman   als Ira
  Rashida Jones   als Dr. Rachel Keyes
  Josie Maran   als Lulu Fritz
  Jason Antoon   als Larry
  Sharon Lawrence   als Stacys Mama
 
Regie:  Nick Hurran  
Buch:  Melissa Carter  
  Elisa Bell  
Musik:  Christophe Beck  
Kamera:  Theo van de Sande  
Produzent:  Elaine Goldsmith-Thomas  
  Deborah Schindler  
  William Sherak  
  Jason Shuman  
 

Die Ex-Freundinnen meines Freundes in der Fotoshow

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