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Die Filzlaus

Hochklassige Komödie aus Frankreich, in der Jacques Brel unbeabsichtigt Killer Lino Ventura bei der Arbeit stört.


Die Filzlaus

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Erhältlich seit:
15.10.2008

Originaltitel: L' emmerdeur

Komödie/ Kriminalfilm

Frankreich/Italien 1973
Laufzeit: 81 Min.
FSK: ab 12

Lino Ventura
Jacques Brel
Jean-Pierre Darras

Regie: Edouard Molinaro
Concorde Home Entertainment

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Die Filzlaus

Der erfolgreiche Auftragskiller Ralph Milano kommt nach Montpellier, wo er von seinem Hotelzimmer aus einen Kronzeugen auf dem Weg ins Gerichtsgebäude erschießen will. Dummerweise hat sich im Nebenzimmer ein gewisser François Pignon einquartiert, dem gerade die Frau mit einem Arzt durchgebrannt ist. Des Lebens nun überdrüssig, versucht François sich umzubringen. Dabei stellt er sich so ungeschickt an, dass er fast das ganze Hotel in Aufruhr versetzt und Ralphs Auftrag in Gefahr bringt. Widerwillig nimmt sich Ralph des Lebensmüden an.

Hochklassige Komödie aus Frankreich, in der Edouard Molinaro ("Ein Käfig voller Narren") den großen Schweiger Lino Ventura zunächst seinem Image getreu als lakonischen Killer einführt, bevor über ihn das komische Chaos in Form von Jacques Brel hereinbricht. Francis Veber ("Ein Mann sieht rosa") adaptierte für das Drehbuch sein eigenes Bühnenstück, das 1981 von Billy Wilder noch einmal als "Buddy, Buddy" mit Walther Matthau und Jack Lemmon inszeniert wurde.

Die Filzlaus

Ralph Milan hat einen Job, bei dem er unvorhergesehene Ereignisse wirklich nicht gebrauchen kann: Er ist Killer und plant die Ausführung seiner Aufträge sorgfältig im Voraus. Eine perfekte Planung und starke Nerven - das sind wohl die wichtigsten Voraussetzungen, um in diesem Job erfolgreich zu sein.
Für seinen neuesten Auftrag hat er sich in einem Hotelzimmer in südfranzösischen Montpellier einquartiert; vom Fenster aus will er sein Opfer erledigen. Der als zuverlässig bekannte Profikiller soll dieses Mal einen - für gewisse Kreise - unangenehmen Kronzeugen auf dem Weg ins Gerichtsgebäude zum Schweigen bringen.
Womit er nicht gerechnet hat: Hemdenvertreter François Pignon im Nebenzimmer. Dessen Frau Louise ist gerade mit dem Arzt Dr. Fuchs durchgebrannt - und in einem Leben ohne Louise kann Pignon beim besten Willen keinen Sinn mehr erkennen. Louise will nicht einmal mehr mit ihm sprechen!
Während Milan sein Präzisionsgewehr zusammenschraubt, unternimmt der lebensmüde Pingon im grenzenden Hotelzimmer einen Selbstmordversuch nach dem anderen. Dabei stellt er sich aber so ungeschickt an, dass keine seiner Verzweiflungstaten zum Erfolg führt - aber jeder auf ihn aufmerksam wird.
Und das ist verständlicherweise das allerletzte, was Milan in diesem Moment brauchen kann! Ein Toter im Nebenzimmer, das hieße unweigerlich Polizei, Presse und jede Menge Neugierige. Unter solchen Umständen ist ein sauberer Mord kaum möglich. Als Pignon bei dem Versuch, sich zu erhängen, lediglich die Wasserleitung zerstört, spitzt sich die Situation zu. Der aufgeregte Zimmerkellner Nino will die Polizei rufen, was Milan nur noch verhindern kann, indem er sich selbst um den Selbstmordkandidaten kümmert.
Der Lebensmüde wird allerdings zur wahren Plage für Milan, der von nun an pausenlos damit beschäftig ist, seinen Zimmernachbarn vor weiteren Verzweiflungstaten zu bewahren. Der weinerliche Pignon hängt sich wie eine Klette an Milan und schafft es sogar, den coolen Killer an den Rande des Wahnsinns zu treiben.
Eine groteske Situation, mit der Milan selbst am wenigsten gerechnet hätte - er, der Todesprofi als permanenter Lebensretter eines Lebensmüden!

Quelle: Concorde

Darsteller:  Lino Ventura  
  Jacques Brel  
  Jean-Pierre Darras  
  Caroline Cellier  
  Nino Castelnuovo  
 
Regie:  Edouard Molinaro  
Buch:  Francis Veber  
Musik:  Jacques Brel  
Kamera:  Raoul Coutard  
Produzent:  Alexandre Mnouchkine  
 

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Lino Ventura

Lino Ventura (1919-1987) war der große Schweiger und lakonische Einzelgänger des französischen Unterweltfilms, hart im Auftreten, verschlossen...