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Die Frau des Heimkehrers

TV-Melodram: Christine Neubauer als vermeintliche Kriegswitwe, deren Ehemann nach vielen Jahren aus der Gefangenschaft zurückkehrt.


Die Frau des Heimkehrers

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Erhältlich seit:
20.03.2007

Originaltitel: Die Frau des Heimkehrers

Drama/ Melodram

Deutschland 2005
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 12

Christine Neubauer
Timothy Peach
Martin Feifel

Regie: Gabi Kubach
POLAR Film + Medien

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Die Frau des Heimkehrers

Dieser Film muss einfach Erfolg haben: Endlich hat ARD-Tochter Degeto für den Freitagstermin mal was anderes als die üblichen Rührstücke produziert. Sollte das Experiment scheitern, dürfte die Degeto ihrem Erfolgsmuster wohl das letzte Mal untreu geworden sein.

"Die Frau des Heimkehrers" (Produktion: Ziegler Film) beruht auf Erinnerungen von Autor Felix Huby. Er erzählt die dramatische Geschichte eines Ehepaares, das durch den Zweiten Weltkrieg getrennt wird: ein letzter Urlaub noch, dann muss Karlheinz Rombach (Timothy Peach) zurück an die Ostfront, wo er alsbald von der Roten Armee gefangen genommen wird. Jahre vergehen, in denen seine Frau Eva (Christine Neubauer) beharrlicher als alle anderen an die Rückkehr ihres Mannes glaubt; bis sie schließlich doch dem drängenden Werben von Sebastian (Martin Feifel) nachgibt, dem besten Freundes ihres Gatten - just an dem Abend, als Karlheinz endlich heimkehrt.

Geht es freitags in der Regel in gnadenloser Konsequenz "frauenaffin" zu, melodramatisch mitunter, aber immer mit Happy-End-Garantie, so ist "Die Frau des Heimkehrers" nicht bloß anspruchsvoll, sondern auch vergleichsweise starker Tobak. Gerade die Szenen im sowjetischen Kriegsgefangenenlager sind ein heftiger Kontrast etwa zu den Strandszenen der "Traumhotel"-Reihe. Geschickt spitzen Huby und Regisseurin Gaby Kubach die Dramatik durch die parallel erzählten Schicksale noch zu: hier die zwar trauernde, aber ungebrochen patente Eva, der die hartnäckigen Avancen des erfolgreichen Schwarzmarkthändlers und späteren Kleinunternehmers Sebastian sichtlich gut tun; dort der darbende Karlheinz, der im Steinbruch Schwerstarbeit verrichten muss, nach einem im letzten Moment vereitelten Fluchtversuch zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt wird und fortan unter Tage schuftet. Warum er weit vor der Zeit entlassen wird, erzählt der Film nicht, es ist auch irrelevant. Entscheidender ist die Nachricht, die Eva von einem Kameraden erhält: Der berichtet ihr von der gescheiterten Flucht. Sie bringt es zwar nicht übers Herz, Karlheinz für tot zu erklären, doch Sebastian hat endlich freie Bahn.

Nicht allein wegen Christine Neubauer, der Stammspielerin in den Produktionen von Regina Ziegler, hat der Film immer noch eine Menge Freitagsversatzstücke. Die Bilder aus der Harz-Idylle wirken weichgezeichnet, Weltpolitik findet eher zwischen den Zeilen statt und wird allenfalls auf Phrasen reduziert, und die Darsteller müssen viel und oft großes Gefühl markieren. Trotzdem ist die Besetzung durchaus interessant, auch wenn Peach seiner Partnerin in Sachen Melodramatik kaum nachsteht. Aber gerade den vorübergehenden PDS-Kandidaten Peter Sodann einen unverbesserlichen Nazi spielen zu lassen, der als Ortsgruppenleiter bis zuletzt an den "Endsieg" glaubt und auch Jahre nach dem Krieg noch überzeugt ist, es sei "nicht alles schlecht gewesen", ist durchaus pikant. Eva Maria Hagen, die sich im Fernsehen zuletzt recht rar gemacht hat, setzt prägnante Akzente: Evas Mutter drängt ihre Tochter, Sebastians Werben nachzugeben und Karlheinz endlich loszulassen. Der wiederum lässt sich angesichts des Seitensprungs zu einer Vergewaltigung seiner Frau hinreißen; und der kleine Peter versteht gar nicht, warum jetzt, wo der Papa endlich zurückgekehrt ist, nicht wieder alles so sein kann wie früher. tpg.

Darsteller:  Christine Neubauer   als Eva Rombach
  Timothy Peach   als Karlheinz Rombach
  Martin Feifel   als Sebastian Teinert
  Eva Maria Hagen   als Magdalena Kantor
  Peter Sodann   als Julius Kantor
  Esther Esche   als Hilde Kienzle
  Bruno F. Apitz   als Anselm Gruber
  Julian Deiback Schädlich   als Peter Rombach, jung
  Pascal Andres   als Peter Rombach
  Christoph Hofrichter   als Florian Kern
  Hans-Uwe Bauer   als Sven Elsenau
  Angelika Thomas   als Martha Toltschik
  Manfred Möck   als DRK-Mitarbeiter Friedrich
  Peter W. Bachmann   als SS-Mann Schmelzer
  Wolfgang Boos  
 
Regie:  Gabi Kubach  
Buch:  Felix Huby  
Musik:  Rainer Oleak  
Kamera:  Michael Faust  
Produzent:  Prof. Regina Ziegler  
 

Fassungen

 

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Features

 

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Christine Neubauer

Spätestens seit sie 2001 die Hauptrolle in dem Fernsehfilm "Vollweib sucht Halbtagsmann" spielte, steckt die Schauspielerin...

 

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Timothy Peach

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