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Leihvideo
Erhältlich seit:
01.12.2005
Originaltitel: L' equipier
Frankreich 2004
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 6
Sandrine Bonnaire
Philippe Torreton
Grégori Derangère
Regie: Philippe Lioret
EuroVideo Bildprogramm

In seinem vierten Kinofilm erzählt Philippe Lioret eine zärtliche Dreiecksgeschichte angesiedelt in der Bretagne, wo die Menschen ihre Gefühle unter Verschluss halten und eine verschworene Gemeinschaft bilden. Als ein Fremder in den kleinen Ort kommt, wird das feste Gefüge durchbrochen und die Fragilität sich überkreuzender Beziehungen sichtbar.
Männerfreundschaft, verbotene Liebe, eine Landschaft, die fantastische Bilder herausfordert - diese Zutaten machen "Die Frau des Leuchtturmwärters" zu einem großen und emotionalen Film. Die Handlung beginnt in der Gegenwart: die junge Camille kehrt nach Ouessant, ihrer Heimatinsel vor der bretonischen Küste zurück. Nach dem Tod der Mutter will sie das Geburtshaus an reiche Pariser verkaufen. Beim Aufräumen stößt sie auf ein Buch mit dem Leuchtturm "La Jument" auf dem Titel, dem Arbeitsplatz ihres Vaters. Neugierig beginnt sie den autobiografischen Roman zu lesen und nach einer durchwachten Nacht ist nichts mehr, wie es einmal wahr.
In einer langen Rückblende katapultiert Lioret den Zuschauer in das Jahr 1963, Zeit des Algerien-Krieges. In dieser abgeschiedenen Ecke Frankreichs merkt man wenig davon, bis eines Tages ein Fremder ins Dorf kommt und für Unruhe sorgt. Antoine kämpfte in Algerien, als Zeugnis bleibt seine verkrüppelte Hand. Obgleich er in der Administration hätte arbeiten können, entschied er sich für den harten Job als Leuchtturmwärter. Das gefällt den starrköpfigen Bretonen nun gar nicht und dass ausgerechnet ein feinsinniger Uhrmacher ihr Team verstärken soll, macht sie wütend. Während die Männer den attraktiven Neuzugang schneiden, umschwirren ihn die Frauen. Nicht nur die junge Wirtstochter, sondern auch Mabé, die Frau des Leuchtturmwärters Yvon, mit dem sich Antoine die Schicht teilt. Die Kollegen meistern gemeinsam gefährliche Situationen und freunden sich langsam etwas an, gleichzeitig entsteht zwischen Mabé und Antoine eine faszinierende Sehnsucht, ein Verlangen, das sich in der Nacht zum Nationalfeiertag, dem 14. Juli, unkontrolliert Bahn bricht. Eine unmögliche Liebe ohne Zukunft.
Nach "Mademoiselle" (ebenfalls mit Sandrine Bonnaire in der Hauptrolle) gelingt Regisseur und Schauspieler Lioret ein intensives Drama über die Kraft der Gefühle, schmerzlichen Verzicht und Heimat als Fixpunkt, Abschied von der Idylle. Es ist ein Erlebnis, Sandrine Bonnaire bei dem Versuch zuzuschauen, die aufkeimenden Empfindungen zu bändigen. Aber auch Philippe Torreton als betrogener Ehemann und ein im Innersten verletzter Grégori Derangère, der sich der feindlichen Welt stellt, geben ein beeindruckendes Beispiel französischer Schauspielkunst. Hier zählen nicht große Dialoge, sondern unausgesprochene Worte, die verstohlenen Blicke und kleinen Gesten. Die Kamera von Patrick Blossier schwelgt in der trotz ihrer Kargheit wunderschönen Landschaft, fängt Gesichter und ihre Regungen ein, richtet sich immer wieder auf den Leuchtturm, der den Unwägbarkeiten der Natur trotzt, Symbol der Inselbewohner. Wenn Camille noch einmal den Leuchtturm besucht, erledigen Automaten die Aufgaben der Menschen. Das Ende einer Ära. Und so ist dieser großartige Film auch eine liebevolle Hommage an die Helden einer vergangenen Zeit. mk.
| Darsteller: | Sandrine Bonnaire | als Mabé Le Guen | |
|---|---|---|---|
| Philippe Torreton | als Yvon Le Guen | ||
| Grégori Derangère | als Antoine Cassendi | ||
| Emilie Dequenne | als Brigitte | ||
| Anne Consigny | als Camille | ||
| Martine Sarcey | als Jeanne heute | ||
| Nathalie Besançon | als Jeanne | ||
| Thierry Lavat | als Tinou | ||
| Béatrice Laout | als Nicole | ||
| Christophe Kourotchkine | als Michel Lebras | ||
| Bernard Mazzinghi | als André | ||
| Eric Bonicatto | als Jo | ||
| Nadia Barentin | als Huberte | ||
| Emmanuel Courcol | als Le curé | ||
| Frederic Pellegeay | als Théo | ||
| Éric Herson-Macarel | als Laurent | ||
| Gilles Masson | als Menguy | ||
| Stéphane Butet | als Kerbrat | ||
| Vincent Martin | als Alain | ||
| Thierry Barbet | als Jean | ||
| Regie: | Philippe Lioret | ||
| Buch: | Philippe Lioret | ||
| Emmanuel Courcol | |||
| Christian Sinniger | |||
| Musik: | Nicola Piovani | ||
| Kamera: | Patrick Blossier | ||
| Produzent: | Christophe Rossignon | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Deutsch DD 2.0, Französisch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Trailer
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