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Die Frau vom Checkpoint Charlie

Zweiteiliges TV-Drama nach einem wahren Fall: Eine Ex-DDR-Bürgerin versucht trotz heftiger Gegenmaßnahmen seitens der Stasi ihre zwei Kinder zu sich in den Westen zu holen.


Die Frau vom Checkpoint Charlie

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Erhältlich seit:
08.10.2007

Originaltitel: Die Frau vom Checkpoint Charlie

Drama

Deutschland 2007
Laufzeit: 182 Min.
FSK: ab 12

Veronica Ferres
Peter Kremer
Filip Peeters

Regie: Miguel Alexandre
Universum Film

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Die Frau vom Checkpoint Charlie

Sara Bender lebt mit ihren beiden Töchtern Sabine und Silvia Anfang der 1980er Jahre in Erfurt. Wegen einiger regimekritischer Äußerungen steht sie unter Beobachtung der Stasi, der es gelingt, einen Fluchtversuch der drei in Rumänien zu vereiteln. Die beiden Mädchen kommen in ein Kinderheim, Sara ins Frauengefängnis. Zwei Jahre später kauft die BRD Sara frei, sie muss ihre Kinder allerdings zurücklassen. Damit will sie sich nicht abfinden und protestiert von da an regelmäßig am Grenzübergang Checkpoint Charlie. Ein befreundeter Journalist verbreitet ihre Geschichte, aber die DDR gibt nicht nach. Sie setzt die Stasi auf Sara an.

Basierend auf der wahren Lebensgeschichte von Jutta Gallus spielt Veronica Ferres in diese TV-Zweiteiler einmal mehr eine beeindruckende Frau, die sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden will. Regie führte der in Portugal geborene und in Lübeck aufgewachsene Miguel Alexandre, der zuletzt mit dem TV-Film "Störtebeker" von sich reden machte.

Die Frau vom Checkpoint Charlie

Eine Mutter, die wie eine Löwin um ihre Kinder kämpft: Veronica Ferres nutzt die Chance dieser Paraderolle. Miguel Alexandre und seine Hauptdarstellerin sorgen für richtig großes Fernsehen.

18 Jahre nach dem Mauerfall gerät die DDR langsam in Vergessenheit. Spreewaldgurken und Anekdoten verstellen den Blick auf eine menschenunwürdige Wirklichkeit. Deshalb kommt dieser Film gerade recht, denn er führt nachdrücklich vor Augen, wie sehr einige Wenige ihrer Willkür in diesem Unrechtsstatt freien Lauf lassen konnten. Auf der Grundlage des Romans "Gebt mir meine Kinder zurück!" von Ines Veith erzählt Drehbuchautorin Annette Hess die verdichtete, aber authentische Geschichte von Jutta Gallus und ihren beiden Töchtern: Am Tag ihrer Hochzeit im Frühjahr 1982 erfährt die Erfurterin Sara Bender von einem Autounfall ihres Vaters. Man verbietet ihr, den Sterbenden im Westen zu besuchen. Sie stellt einen Ausreiseantrag; auch der wird abgelehnt. Also beschließt sie zu fliehen, nicht ahnend, dass ausgerechnet ihr Verlobter für die Staatssicherheit arbeitet und ihre Wohnung längst verwanzt ist. Die Stasi lässt sie bis Rumänien fahren, dann greift sie zu. Sara Bender kommt ins Gefängnis, ihre Kinder in ein Heim. Als sie nach zwei Jahren entlassen und in den Westen abgeschoben wird, muss sie die Töchter zurücklassen. Doch Sara gibt nicht auf, demonstriert jahrelang an der Grenze und wird als "Frau vom Checkpoint Charlie" weltberühmt.

Für die Titelrolle engagierten die ARD und die UFA Fernsehproduktion (Leipzig) Veronica Ferres. Sie ist der unumschränkte Star des Films und muss ihn ganz allein tragen. Die weiteren Rollen sind mit Peter Kremer, Filip Peeters und Michael Schenk zwar prägnant und vor allem stimmig, aber eben nicht prominent besetzt. Prompt fürchtet man anfangs, Ferres könne die Geschichte erdrücken, und tatsächlich wirkt die eine oder andere Großaufnahme zunächst allzu dramatisch. Mit zunehmender Dauer aber wird Veronica Ferres immer überzeugender. Je kämpferischer Sara Bender auftritt, je mehr die Verzweiflung einem unbändigen Willen weicht, um so besser scheint sich die Schauspielerin in der Rolle zurechtzufinden. Regisseur Miguel Alexandre ("Grüße aus Kaschmir"), dem nach dem belanglosen "Störtebeker" wieder ein richtig guter Film gelungen ist, lobt Ferres, sie habe Sara Bender "mit Integrität, Herz und großer Durchlässigkeit dargestellt. Sie hat sich dabei in ihre eigene Seele blicken lassen".

Ohnehin ist die gesamte Produktion spürbar von dem festen Vorsatz geprägt, die Geschichte auf hohem Niveau zu erzählen. Der Respekt gilt vor allem Alexandres dichter Inszenierung. Gerade die Atmosphäre ständiger Bespitzelung im Betrieb und durch die Nachbarn ist äußerst beklemmend. Einen hohen Anteil an der Authentizität des Films hat zudem die Ausstattung Lothar Holler (Deutscher Filmpreis für "Goodbye, Lenin!"), der die DDR erneut glaubhaft wieder zum Leben erweckt hat. tpg.

Die Frau vom Checkpoint Charlie

Veronica Ferres ist Sara Bender, "Die Frau vom Checkpoint Charlie". Nach einer zweijährigen Haftstrafe wegen versuchter Republikflucht wird sie in den 80er Jahren von der BRD freigekauft. Sie darf in den Westen ausreisen, allerdings ohne ihre beiden Töchter. Damit beginnt ein langer Kampf um die Kinder.
"Heute Nacht hat sich ein Zwischenfall am Ausländergrenzübergang Checkpoint Charlie ereignet. Eine Frau versuchte unerlaubt die Grenzanlagen in Richtung DDR zu passieren. Für die Behörden ist sie keine Unbekannte. Die 'Frau vom Checkpoint Charlie'..."
Zweieinhalb Jahre zuvor im Frühjahr 1982: Sara Bender lebt mit ihren Töchtern Silvia, 11, und Bine, 9, in Erfurt. Als sich Sara entschließt, ihren langjährigen Freund Peter Koch zu heiraten, hat sie nur einen Wunsch: Johannes, ihr Vater, soll aus dem Westen zur Trauung anreisen. Auf der Fahrt in die DDR verunglückt Johannes schwer. Die Hochzeit wird vorerst abgesagt und Sara setzt alles daran, ihren Vater am Krankenbett zu besuchen. Doch die DDR-Behörden verweigern Sara die Ausreise - denn sie wird als potenzielle Staatsfeindin in den Akten geführt. Zu oft hat sie offen ihre Meinung über das System geäußert und damit für Unruhe gesorgt. Als ihr Vater kurz darauf stirbt, bricht für Sara eine Welt zusammen. Und sie ist sich sicher, sie will mit ihren Kindern die DDR für immer verlassen - mit oder ohne Peter. Doch ihr Ausreiseantrag wird erneut abgelehnt und Sara fasst den Entschluss, der DDR auf illegalem Wege den Rücken zu kehren, nicht ahnend, was dies für ihre Zukunft bedeutet...

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Veronica Ferres   als Sara Bender
  Peter Kremer   als Peter Koch
  Filip Peeters   als Richard Panter
  Maria Ehrich   als Silvia Bender
  Elisa Schlott   als Sabine Bender
  Michael Schenk   als Hans Wimpel
  Karl Kranzkowski   als Horst Seelig
  Bruno F. Apitz   als Jochen Hailer
  Winnie Böwe   als Britta Sandfuß
  Peggy Lukac   als Marlene Engel
  Julia Jäger   als Regina Pries
  Götz Schubert   als Martin Pries
  Charlotte Schwab   als Aenne Bubach
  Katinka Auberger   als Birgit Henning
  Peter Franke   als Johannes Bender
  Annette Blum   als Frau Petrus
  Johannes Gabriel   als Ostgrenzer 1
  Jonas Laux   als Gefreiter Lienig
  Cristin König   als Eva Landmann
  Tom Quaas   als Gerd Landmann
  Martin Hudy   als Jäger
  Mats Langbacka   als Polizist
  Christian Sandstrom   als Polizist
 
Regie:  Miguel Alexandre  
Buch:  Annette Hess  
Musik:  Dominic Roth  
Kamera:  Jörg Widmer  
Produzent:  Norbert Sauer  
 

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Features

 

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Veronica Ferres

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