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Die Frauen von Stepford

Starbesetztes Remake der gleichnamigen Horrorkomödie von Bryan Forbes aus dem Jahr 1975 über die Rache der Hausfrauen einer amerikanischen Vorstadt an ihren Ehemänner.


Die Frauen von Stepford

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Erhältlich seit:
13.01.2005

Originaltitel: The Stepford Wives

Komödie/ Thriller

USA 2004
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 12

Nicole Kidman
Matthew Broderick
Bette Midler

Regie: Frank Oz
Universal Pictures Germany

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Es lebe der Geschlechterkampf! Vorbei ist's mit der Idylle, wenn Nicole Kidman, Bette Midler, Glenn Close und Faith Hill ihren Gatten zeigen, wo's langgeht.

Trügerisches Idyll: "Die Frauen von Stepford" beim Kaffeeklatsch (Foto: UIP) Großansicht

Trügerisches Idyll: "Die Frauen von Stepford" beim Kaffeeklatsch (Foto: UIP)

Die siebenmonatigen Marathon-Dreharbeiten zu "Die Frauen von Stepford" sollen turbulent gewesen sein: Regisseur Frank Oz hatte es mit einer Riege hochkarätiger Hollywood-Stars wie Bette Midler, Nicole Kidman und Christopher Walken zu tun - von denen natürlich jeder seinem Part einen ganz besonderen Stempel aufdrücken wollte.

Das Ergebnis gibt allen Mühen recht: Die Story bleibt recht nahe an Ira Levins ("Rosemaries Baby") Romanvorlage und erzählt die Geschichte vom Ehepaar Joanna und Walter Eberhart (Kidman & Matthew Broderick), das eines Tages von Manhattan ins verschlafen-vornehme Stepford zieht.

Die Eberharts (Foto: UIP) Großansicht

Die Eberharts (Foto: UIP)

Geheime Nabelschau

Dort tritt Walt einem vom smarten Mike Wellington (Christopher Walken) angeführten, geheimnisumwitterten Männerbund bei, während sich Joanna mit dem Landei Bobbie Markowitz (Divine Miss M) anfreundet und hinter das Geheimnis der wunderschönen, aber irgendwie seltsamen Frauen von Stepford kommt...

Der Gedanke, widerspenstige Gattinnen durch gefügige Roboterinnen zu ersetzen, bietet Spaßvogel Oz die Gelegenheit zu jeder Menge US-Nabelschau.

Zwielichtiger Gigolo: Christopher Walken tanzt mit Glenn Close (Foto: UIP) Großansicht

Zwielichtiger Gigolo: Christopher Walken tanzt mit Glenn Close (Foto: UIP)

Der Mann im Haus

Tricktechnisch auf der Höhe der Zeit, werden wohlige Erinnerungen an "Die Hexen von Eastwick" wach, wenn die Banalität des bürgerlichen Alltags aufgedeckt und mit patriarchalischen Strukturen rücksichtslos aufgeräumt wird.

Der Geschlechterkampf tritt in eine neue Dimension - doch im Prinzip bleibt alles beim Alten: In Wahrheit haben die Frauen die Hosen an.

Die Frauen von Stepford

Das Original von 1975 nach dem Roman von Ira Levin war ein metaphernreicher Horror/Science Fiction-Thriller über männliche Paranoia angesichts der damals noch feurig-frischen Frauenbewegung. Das aktuelle Remake von Regisseur Frank Oz ("In & Out") hingegen ist als schwarze Postfeminismus-Komödie angelegt. Hier wird die fragile Männerpsyche nicht lediglich durch die Gleichberechtigung, sondern die allgemeine Überlegenheit der modernen Frau in Frage gestellt. Eine Verbesserung zum Original bedeutet dies nur bedingt. Lediglich die Besetzung der Protagonistin mit Oscar-Preisträgerin Nicole Kidman ("The Hours") und beinahe alle weiteren Rollen ist hochkarätiger ausgefallen, was die kommerziellen Aussichten natürlich deutlich erhöht.

Kidman versprach sich offensichtlich nach einer langen Liste von ernsteren Projekten wie zuletzt "Unterwegs nach Cold Mountain" mit der stereotypisch sarkastischen Komödie eine kurzweilige Abwechslung. Schließlich macht es sich diese Neuinterpretation laut Drehbuchautor Paul Rudnick ("In & Out") zur Aufgabe, den heutigen "ausufernden Konsum und das Streben nach Perfektion" zu parodieren. Doch die Umsetzung ist nur stellenweise wirklich witzig ausgefallen, während das Suspense-Element durch den bekannten Schlusstwist des Originals fast vollständig untergraben wird. Denn die Neuversion macht (gezwungenermaßen) kein Geheimnis daraus, dass es sich bei den (sex)püppchenhaften Frauen von Stepford um Gehirn gewasche Roboter handelt. Als krasses Gegenteil zu diesen in pastellblumige Kleider gehüllten Busenbimbos, die ihren Männern untertänigst sogar in Stöckelschuhen die Golftaschen tragen, wird Protagonistin Joanna eingeführt. Mit jungenhaftem, dunkelbraunem Kurzhaarschnitt und gewandet in schwarze Businesskostüme, ist die erfolgreiche New Yorker Reality-TV-Produzentin die Verkörperung der "Männer kastrierenden Bitch". Doch nach Jobverlust und Nervenzusammenbruch zieht sie mit ihrem Mann Walter (passend farblos: Matthew Broderick) und ihren beiden Kindern in den pittoresken Vorort Stepford. Dort sind die Villen protzig, die Frauen Statussymbolen entsprechend perfekt und die unattraktiven Männer umschwärmte Halbgötter. Joanna, die in der markigen Autorin Bobbi (Bette Midler als unordentliches Unikum) und dem schwulen Roger (Roger Bart) zwei normale Gleichgesinnte findet, ist von diesem unnatürlichen Idyll alarmiert. Doch Walter reizt es ,diesen amerikanischen (Männer-)Traum zu leben, besonders nachdem er in den Herrenclub unter Leitung von Mike Wellington (Christopher Walken) aufgenommen wird. Da Walters Ehe mit Joanna aufgrund ihrer Überlegenheit in allen Bereichen sowieso auf wackligen Beinen steht, steht er ihrer Generalüberholung nicht abgeneigt gegenüber. Das dramatische und "auflösende" Finale findet in einem opulenten Ballraum-Szenario statt.

Weitere Mitspieler umfassen Glenn Close mit umgekehrtem Cruella-DeVille-Charisma als Grande Dame der hörig-hohlköpfigen Stepford-Sklavinnen, Jon Lovitz als Bobbis jovialer Ehemann und Country-Star Faith Hill in ihrem Filmdebüt. Zu einer Zeit, in der das Kulturklima von extremem Makeover-Fieber befallen ist, wird einiges Augenmerk auf die Verwandlung der urig-schlampigen Bobbi zur perfekt gestylten Über-Hausfrau sowie Rogers 180-Grad-Wendung vom lebenslustigen und in Gucci- und Versace-Outfits gekleideten Queer Guy zum steif-verklemmten Anzug-Republikaner gelegt. Auch Kidman, die den Großteil des auf knapp 90 Minuten offenkundig gestutzten Films als hässliches Entlein absolviert, darf den Endspurt in gewohntem Glamour vollziehen. Kostüme und Setdesign sind erwartungsgemäß erste Sahne, wenn doch nur der flache Erzählton so rund sein könnte wie die pneumatischen Oberweiten der Stepford-Frauen. ara.

Darsteller:  Nicole Kidman   als Joanna Eberhart
  Matthew Broderick   als Walter Eberhart
  Bette Midler   als Bobbi Markowitz
  Roger Bart   als Roger Bannister
  Glenn Close   als Claire Wellington
  Christopher Walken   als Mike Wellington
  Jon Lovitz   als Davie Markowitz
  David Marshall Grant   als Jerry Harmon
  Faith Hill   als Sarah Sunderson
  Matt Malloy   als Herb Sunderson
  Mary Beth Peil   als Helen
  Mike White   als Hank
  Lisa Masters   als Carol Wainwright
 
Regie:  Frank Oz  
Buch:  Paul Rudnick  
Musik:  David Arnold  
Kamera:  Rob Hahn  
Produzent:  Scott Rudin  
  Donald de Line  
  Edgar J. Scherick  
  Gabriel Grunfeld  

Kidman will mit Jacko nicht zu MTV

Den roten Teppich der MTV Awards entlang stolzieren ohne eine Lady an der Seite zu haben?

Nicole Kidman fühlte sich geehrt, hat aber keine Lust auf Jacko (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Nicole Kidman fühlte sich geehrt, hat aber keine Lust auf Jacko (Foto: Kurt Krieger)

"Das geht nun wirklich nicht", dachte sich wohl Michael Jackson und ließ Nicole Kidmans ("Die Frauen von Stepford") Leute von seinem Management anrufen, ob sie denn nicht mit ihm zu den MTV Music Awards kommen wolle.

Warum der ehemalige "King of Pop" das nicht selbst erledigt hat, ist unbekannt. Aber wahrscheinlich ahnte er das Schlimmste und wollte sich den Korb nicht persönlich abholen.

Den hat nun sein Management für ihn entgegengenommen, denn Nicole Kidman hat einfach keine Lust. Woher sollte die auch kommen? Sie kennt Jacko nicht mal persönlich und fand die Situation insgesamt etwas komisch: "Nennt mich verrückt, aber es hat mich einfach nicht verleitet". Zudem hat sie kürzlich Bilder von Michaels Disneyland-Trip gesehen, die fand Nicole lächerlich und abturnend.

Zurzeit wird's etwas viel für Jacko

Michael Jackson muss sich derzeit wegen angeblichen Kindesmissbrauch verantworten. Die MTV Awards wären für ihn daher eine willkommene Möglichkeit gewesen, als Saubermann aufzutreten. Nun muss sich Jacko, der nebenbei plant, Vierlinge für sich austragen zu lassen, wohl nach einer anderen Begleiterin umschauen.

Wie wär's mal wieder mit einem süßen Affen, im schicken Abendkleid würde der neben Jacko kaum negativ auffallen.

 

Die Frauen von Stepford in der Fotoshow

 

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