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Kaufvideo
Erhältlich seit:
04.11.2011
Originaltitel: Die Fremde
Deutschland 2009
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 12
Sibel Kekilli
Nizam Schiller
Derya Alabora
Regie: Feo Aladag
Majestic Filmverleih

Sibel Kekilli will in Feo Aladags Regiedebüt als junge Türkin nur ihr eigenes Leben leben und zahlt für die Familienehre einen hohen Preis.
Die so genannten Ehrenmorde waren noch vor wenigen Jahren ein kaum diskutiertes dunkles Kapitel. Weltweit schätzt man 5000 Ehreverbrechen. Die Morde an jungen Frauen islamisch geprägter Herkunft in Deutschland durch ihre Brüder, weil sie keine Zwangsheirat wollten, keine Jungfrau mehr waren oder nur den westlichen Lebensstil für sich in Anspruch nahmen, galten in der Multikulti-Euphorie oft als "interne soziokulturelle" Angelegenheit der Parallelgesellschaft. Feo Aladag greift dieses heikle Thema auf, nicht als politisches Statement, sondern als eindringliches Familienporträt.
Da ist Umay, die im Vorort von Istanbul unter den Gewaltausbrüchen ihres Mannes leidet und mit ihrem kleinen Sohn Cem "nach Hause" flieht, zu ihren nichts ahnenden Eltern nach Berlin. Als der Vater die Wahrheit erfährt, soll sie zurück in die Türkei, eine Frau gehört zu ihrem Mann. Der düpierte Gatte will die "deutschländer Hure" nicht mehr, sondern nur den Filius. Aber den gibt Umay nicht her. Sie sucht Hilfe in einem Frauenhaus und beschämt durch ihr Verhalten die Familie. Trotz allen Zwistes versucht die Tochter, immer wieder Kontakt zum Vater und zur Mutter aufzunehmen, vergeblich. Was zählt, ist die Familienehre. Und die kann nur durch den Tod wieder hergestellt werden. Den jüngsten Bruder trifft das Los.
Ohne pauschalisierende Schwarzweißmalerei oder moralische Verurteilung zeichnet das in Dramatik und Menschlichkeit gelungene Kinodebüt die Zwänge und Konflikte einer patriarchalisch orientierten Gesellschaft. So liebt der Vater sein verstoßenes Kind, fühlt sich aber den Traditionen verpflichtet und dem Ruf der Familie. Freunde und Bekannte ziehen sich zurück, sogar die Hochzeit der jüngeren Schwester steht auf der Kippe, die Brüder müssen sich verspotten lassen. Der Film geht in seiner Universalität weit über eine deutsch-türkische Migrantengeschichte hinaus und versucht die Grenzen von Intoleranz zu überwinden, in einer Welt verkrusteter Strukturen und Vorurteile. Im Kampf um eine diffuse Ehre gibt es nur Verlierer, die Täter sind keine Monster, sondern in sich Zerrissene. Authentizität bringt der Umgang mit beiden Sprachen, türkisch und deutsch. Die Kamera von Judith Kaufmann richtet sich ruhig auf Gesichter, die trotz harter Worte auch von Verzweiflung erzählen, gibt den Protagonisten Raum, aber auch Nähe zum Zuschauer. Sibel Kekilli beweist in einer außergewöhnlichen Performance, dass ihre Leistung in "Gegen die Wand" kein Zufallstreffer war. Die aus der Schauspielerei kommende Feo Aladag (neben der Regie ist sie auch für Produktion und Drehbuch verantwortlich) findet die richtigen Zwischentöne für dieses Drama um Ehrverbrechen, verpasste Chancen und verletzte Seelen. mk.
"Hör auf zu träumen!", sagt die Mutter (Derya Alabora) zu ihrer 25-jährigen Tochter Umay (Sibel Kekilli), als diese mit ihrem kleinen Sohn Cem vor der Berliner Wohnungstür ihrer Eltern steht. Umay ist aus einem unglücklichen Eheleben in Istanbul ausgebrochen und will zurück in Berlin ein selbstbestimmtes Leben führen. Sie weiß, dass sie ihrer Familie damit viel zumutet, hofft aber, dass die liebevolle Verbundenheit stärker ist als alle gesellschaftlichen Zwänge. Doch schon bald erkennt sie, dass ihre Familie die traditionellen Konventionen nicht einfach über Bord werfen kann und an der Herausforderung zu zerbrechen droht. Als die Familie beschließt, Cem zu seinem Vater in die Türkei zurückzuschicken, um den Ruf der Familie wieder herzustellen, flieht Umay erneut und bricht alle Brücken hinter sich ab. Umay verliebt sich in Stipe (Florian Lukas) und baut für Cem und sich ein neues Leben auf. Als sie versucht, sich wieder mit ihrer Familie zu versöhnen, erkennt sie nicht, dass es bereits zu spät dafür ist...
Quelle: Majestic
Featurette Deutscher Filmpreis 2010
Nicht verwendete Szenen
Interviews mit Sibel Kekilli und Feo Aladag
Fotogalarie
Original Kinotrailer
Terre des Femmes-Dokumentation
"Wo Mädchen wenig wert sind - Eine Jugend im Zeichen der Ehre" von Rainer Fromm
BD Live-Features
Quelle: Majestic
| Darsteller: | Sibel Kekilli | als Umay | |
|---|---|---|---|
| Nizam Schiller | als Cem | ||
| Derya Alabora | als Halyme | ||
| Settar Tanriogen | als Kader | ||
| Serhad Can | als Acar | ||
| Almila Bagriacik | als Rana | ||
| Tamer Yigit | als Mehmet | ||
| Alwara Höfels | als Atife | ||
| Florian Lukas | als Stipe | ||
| Blanca Apilanez Fernandez | als Carmen | ||
| Mustafa Jouni | als Mete | ||
| Edin Hasanovic | |||
| Aram Arami | |||
| Seckin Orhan | |||
| Regie: | Feo Aladag | ||
| Buch: | Feo Aladag | ||
| Kamera: | Judith Kaufmann | ||
| Produzent: | Feo Aladag | ||
| Züli Aladag | |||
Die Fremde in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts HD 5.1 MA
Tonformat: dts HD 5.1 MA
Untertitel: Deutsch, Englisch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/1080p
Extras: Entfallene Szenen, Interviews, Featurettes, Bildergalerie, Trailer, Dokumentation, BD-Live
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