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Kaufvideo
Erhältlich seit:
01.02.2008
Originaltitel: The Brave One
USA 2007
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 16
Jodie Foster
Terrence Howard
Nicky Katt
Regie: Neil Jordan
Warner Home Video Germany

Kurz nach James Wans Revenge-Thriller "Death Sentence" kommt von dem Iren Neil Jordan der definitive Höhepunkt zum Thema Selbstjustiz.
Das Revival der rot sehenden Rächer, die jüngst das Licht der Leinwand erblickten, findet nun ein veritables Meisterwerk in seinen Reihen. Die kleine Welle aus "Man on Fire" und dem kurz zuvor gestarteten Exploitation-Film "Death Sentence" bekommt eine feminine Note verpasst, die sich schon mit dem Festivalhit "WAZ" ankündigte. Hier wie dort steht eine Frau hinter den Taten eines sonst ausgesprochen maskulinen Genres. Wieder zeigt Neil Jordan sein Gespür für provokante und gesellschaftskritische Sujets, aber auch sein unvergleichliches Einfühlungsvermögen für die seelischen Untiefen seiner ambivalenten Protagonistin. Urbane Poesie beherrscht schon die Exposition, in der Erica Bain (herausragend: Jodie Foster mit Kurzhaarschnitt) für ihre Radioshow durch New Yorks Straßen zieht und die Stadt vor ihren Augen verschwinden sieht. Wie sehr sie die Stimme ist, die keiner hört, muss sie erfahren, als Schläger ihre interkulturelle Traumbeziehung mit Arzt David Kirmani ("Lost"-Insulaner Naveen Andrews) tödlich beenden, was Jordan mit einer außergewöhnlichen, gefühlvollen Parallelmontage visualisiert. Sie erwacht nach drei Wochen aus dem Koma und begreift, dass ihr Verlobter längst begraben ist. Traumatisiert und von der Polizei enttäuscht, die keine Spur hat, verschanzt sich Erica in ihrem Haus, kann die Angstzustände aber erst mit dem illegalen Erwerb einer Halbautomatik beenden. In einem Laden erschießt sie einen Mörder in Notwehr und verwischt ihre Spuren, so dass Detective Sean Mercer (schwer im Kommen: Terrence Howard) vor einen Rätsel steht. Schon bei der nächsten Gefahr vertraut Erica ganz auf ihre Waffe und streift fortan, verletzlich und stark zugleich wie Ferraras Racheengel "Ms .45" bei Nacht durch die City, derweil ihr anonymes Handeln zum Stadtgespräch wird.
Mit feinem Gespür für die psychologische Metamorphose seiner Figur sprengt Neil Jordan die engen Grenzen des Genres. Endlich erfährt der so oft unter Wert gelaufene Vigilante-Topos eine angemessene Würdigung, die bravourös, eindringlich, angenehm klischeefrei ausfällt und niemals sensationslüstern ist. Ambitioniert war Jodie Foster schon immer, aber diese Leistung unterstreicht eindrucksvoll, dass sie immer noch zu Hollywoods besten Schauspielerinnen gehört. Als zähe Rächerin findet sie durch die Waffe zurück ins Leben, begräbt damit zugleich ihr altes und wird eine Fremde. Ihr Ringen mit sich selbst, die Seelenqualen, bis sie sich erfolglos zu stellen versucht, werden nachdenklich reflektiert - es gibt kein zurück. Schuldbewusst sucht sie die Nähe zu dem Detective, um die Grenzen des Gesetzes zu diskutieren, was eine Freundschaft auslöst, die elektrisiert. Ihre Radioshow erweist sich als Kunstgriff, die Problematik der Selbstjustiz von allen Seiten zu beleuchten und alle (moralischen) Paradoxien aufzuzeigen. Mag Fritz Langs "Fury" das liberale Manifest gegen Lynchjustiz sein, diese im Deutschen treffend betitelte Studie über Amerikas Umgang mit Gewalt ist die ultimative republikanische Fantasie dazu.
tk.
"Warum halten sie mich nicht auf?", fragt sich Erica Bain. Die beliebte New Yorker Radiomoderatorin musste mit ansehen, wie ihr Verlobter bei einem brutalen Überfall ums Leben kam - sie selbst wurde schwer verletzt. Nun entdeckt sie die Fremde in sich und streift bewaffnet durch die nächtliche Stadt: Der in ihr tobende seelische Konflikt findet ein Ventil im Rachedurst.
Die zweifache Oscar[r]-Preisträgerin* Jodie Foster als Erica wird mit Oscar[r]-Kandidat* Terrence Howard konfrontiert, der sich als hartnäckiger Cop an ihre Fersen heftet. Ericas Zukunft ist ungewiss - aber eines steht fest: Der Thriller Die Fremde in Dir sorgt mit seiner emotionalen Unmittelbarkeit für atemberaubende Spannung, die unter die Haut geht.
Quelle: Warner Home Video
Making Of: "Ich durchstreife die Stadt": Regisseur Neil Jordan dreht ein präzise und bewegende Homage an das Selbstjutiz-Genre - und stellt es auf dem Kopf
Nicht verwendete Szenen:
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Jodie Foster | als Erica Bain | |
|---|---|---|---|
| Terrence Howard | als Detective Sean Mercer | ||
| Nicky Katt | als Detective Vitale | ||
| Naveen Andrews | als David Kirmani | ||
| Mary Steenburgen | als Carol | ||
| Jane Adams | als Nicole | ||
| Ene Oloja | als Josai | ||
| Luis Da Silva jr. | als Lee | ||
| Regie: | Neil Jordan | ||
| Buch: | Roderick Taylor | ||
| Bruce A. Taylor | |||
| Cynthia Mort | |||
| Musik: | Dario Marianelli | ||
| Kamera: | Philippe Rousselot | ||
| Produzent: | Joel Silver | ||
| Susan Downey | |||
Die Fremde in dir in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1, Französisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1, Katalanisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Chinesisch, Dänisch, Dt. f. Hörg., Finnisch, Ital. f. Hörg., Katalanisch, Koreanisch, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch
Bildformat: 1:2,40/16:9
Extras: Making of, Entfallene Szenen
Making Of: "Ich durchstreife die Stadt": Regisseur Neil Jordan dreht ein präzise und bewegende Homage an das Selbstjutiz-Genre - und stellt es auf dem Kopf
Nicht verwendete Szenen:
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