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Die Geistervilla

Eddie Murphy jagt untote Mitbewohner und andere Schreckgespenster in einer spektakulären Abenteuerkomödie für die ganze Familie.


Die Geistervilla

Leihvideo

Erhältlich seit:
03.06.2004

Originaltitel: The Haunted Mansion

Komödie/ Fantasy

USA 2003
Laufzeit: 84 Min.
FSK: ab 12

Eddie Murphy
Terence Stamp
Jennifer Tilly

Regie: Rob Minkoff
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Kultkomiker Eddie Murphy schlägt sich als Immobilienhai in Rob Minkoffs fürchterlich originell ausgestatteter Gruselkomödie mit übersinnlichen Mietern herum.

Selbst Revolverschnauze Eddie Murphy bleibt bei diesen Hausbewohnern die Spucke weg (Foto: Buena Vista) Großansicht

Selbst Revolverschnauze Eddie Murphy bleibt bei diesen Hausbewohnern die Spucke weg (Foto: Buena Vista)

Wie viel Ärger man mit seinen Hausbewohnern haben kann, beweisen tägliche Zeitungsmeldungen von Kleinkriegen, die Mieter und Vermieter mit den skurrilsten Mitteln austragen. Leider geht es dabei selten so witzig und zugleich gruselig zu wie in Rob Minkoffs "Geistervilla".

Denn bei diesem (un)durchsichtigen Gesindel stehen selbst dem hartgesottensten Immobilienhai die Haare zu Berge. Denn eigentlich ist Eddie Murphy als aalglatter Makler Jim Evers bereits mit allen Wassern gewaschen, als er den größten Coup seiner Karriere wittert. Das Anwesen des alten Edward Gracey (Nathaniel Parker) soll verkauft werden.

Die animierten Untoten finden keinen Gefallen an den neuen Mitbewohnern (Foto: Buena Vista) Großansicht

Die animierten Untoten finden keinen Gefallen an den neuen Mitbewohnern (Foto: Buena Vista)

Schauriges Treiben

Also macht sich Jim mit seiner Frau Sara (Marsha Thomason) und den Kindern Michael (Marc John Jefferies) und Megan (Aree Davis) auf in ein abgelegenes Sumpfgebiet, um das Herrenhaus zu besichtigen. Als sie wegen eines Unwetters die Villa nicht mehr verlassen können, wird klar, dass es bei dieser Immobilie nicht undichte Leitungen und abgewohnte Böden sind, die den Preis drücken.

Vielmehr sehen es körperlose Wahrsagerinnen, singende Statuen und fröhliche Leichen ganz und gar nicht ein, warum sie sich eine neue Bleibe suchen sollen...

Schon das Piratenspektakel "Fluch der Karibik" bewies in diesem Sommer, dass auf Disneyland-Geisterbahnen basierende Verfilmungen auch auf der anderen Seite des großen Teichs einschlagen wie eine Bombe.

Riesige Vogelspinnen machen den Evers' zusätzlich das Leben schwer (Foto: Buena Vista) Großansicht

Riesige Vogelspinnen machen den Evers' zusätzlich das Leben schwer (Foto: Buena Vista)

Lang leben die Untoten

Nun zeigt sich "Stuart Little"-Regisseur Rob Minkoff von allen guten Geistern verlassen. Statt des digitalen Nagers schickt er eine atemberaubend animierte Horde Untoter auf die Leinwand.

Und bei denen vergeht selbst Witzbombe Eddie Murphy ("Der Kindergarten Daddy") das Grinsen, denn die Gespenster sind nur selten zu Scherzen aufgelegt. Mit von der Partie: Kinolegende Terence Stamp sowie Jennifer Tilly als Hellseherin Leota.

Die Geistervilla

Nach "Fluch der Karibik" kommt die zweite große Leinwandadaption einer Disney-Vergnügungsparkattraktion in die Kinos. Eddie Murphy (zuletzt erfolgreich in "Der Kindergarten Daddy") spielt darin einen aalglatten Immobilienmakler, der mit seiner Frau und zwei Kindern eine verwunschene Villa betritt und eine familiengerecht harmlose Achterbahnfahrt von Spezialeffekte-Spuk und Geister-Grusel erlebt. Eigentlich handelt es sich dabei mehr um einen traditionellen Halloween-Stoff, doch auch so konnte der Familienspaß bei seinem Startwochenende an Thanksgiving fette Beute am Boxoffice machen.

Aufgrund des von Disney traditionell für seine großen Family-Entertainment-Filme des Jahres gewählten Starttermins muss das Murphy-Vehikel in den USA mit Will Ferrells populärer Weihnachtskomödie "Buddy - Der Weihnachtself" konkurrieren, mit der es den Drehbuchautoren David Berenbaum gemeinsam hat. Anders als bei "Fluch der Karibik", bei dem das Vorbild lediglich als Sprungbrett für schwungvolle Piratenabenteuer dient, bildet die zitierte Geisterbahnattraktion in Disneyland das Herzstück der Komödie. Murphy wird als der etwas schleimige Makler Jim Evers eingeführt, der für seinen Job lebt und in seinem Eifer sogar das Hochzeitsjubiläum mit seiner attraktiven Frau und Kollegin Sara (Marsha Thomason aus "Ritter Jamal") hintan stellt. Als Sara einen Anruf erhält, eine riesige Villa zu verkaufen, ist Jim auch sofort Feuer und Flamme, einen Umweg beim geplanten Familienausflug einzulegen. So landen die Evers gemeinsam mit ihren Kindern Megan und Michael in der stattlichen Südstaaten-Villa von Master Gracey (Nathaniel Parker), der offensichtlich besonderes Interesse an Sara hat. Sobald sich die knarrende Tür öffnet und der verknöcherte Butler Ramsley ("Limey" Terrence Stamp) sie herablassend begrüßt, wird die Bühne frei gegeben für eine Flut von spektakulären CGI-Spukeffekten, die mit der optischen Opulenz des Oscar ausgezeichneten Setdesigners John Myhre ("Chicago") wetteifern. Ein weiterer Augenschmaus sind die Kostüme von Mona May, besonders die aus der Rückblendensequenz. Denn tatsächlich sind Master Gracey sowie sämtliche Hausbewohner Geister, die durch ein tragisches Ereignis in der Vergangenheit an die Villa gebunden sind.

Regisseur Robert Minkoff ("Stuart Little 1&2") fährt bei seiner turbulenten Inszenierung fliegende Musikinstrumente, mörderische Zombies, Spinnenattacken und verstörende Spiegelreflektionen auf, um dem verwunschenen Haus mit privatem Friedhof und gespenstischer Grabesgruft sein entsprechendes Ambiente zu verleihen. Besonders in Erinnerung bleibt Jennifer Tilly als die Wahrsagerin Madame Leota, die als sprechender Kopf in einer Kristallkugel ihre Weisheiten unters ungläubige Volk bringt. Was bei all der visuellen Vehemenz letztlich ein wenig kurz kommt, sind zündende Gags, da Murphy zwar sein patentiertes Riesengrinsen aufsetzt, aber kaum gute Pointen erhält. Allerdings konnte er bislang jedoch fast immer mit Familienunterhaltung punkten. Der Trend dürfte sich auch mit der kurzweiligen und bei 81 Minuten Lauflänge auffallend kurzen Geisterkomödie mit der obligatorisch lehrreichen Botschaft vom Wert wahren Familienzusammenhalts fortsetzen. ara.

Darsteller:  Eddie Murphy   als Jim Evers
  Terence Stamp   als Ramsley
  Jennifer Tilly   als Madame Leota
  Wallace Shawn   als Ezra
  Nathaniel Parker   als Edward Gracey
  Marsha Thomason   als Sara
  Marc John Jefferies   als Michael
  Dina Waters   als Emma
  Aree Davis   als Megan
  Jim Doughan   als Mr. Coleman
  Rachael Harris   als Mrs. Coleman
  Steve Hytner   als Mr. Silverman
  Heather Juergensen   als Mrs. Silverman
  Jeremy Howard   als Trampender Geist 1
  Deep Roy   als Trampender Geist 2
  Clay Martinez   als Trampender Geist 3
 
Regie:  Rob Minkoff  
Buch:  David Berenbaum  
Musik:  Mark Mancina  
Kamera:  Remi Adefarasin  
Produzent:  Don Hahn  
  Andrew Gunn  
 

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