DVD Leihvideo

Die Grauzone

Drama über "die Grauzone" von Auschwitz und den Häftlingsaufstand im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau am 7. Oktober 1944.


Die Grauzone

Leihvideo

Erhältlich seit:
10.05.2005

Originaltitel: The Grey Zone

Drama/ Kriegsfilm

USA 2001
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 16

David Arquette
Daniel Benzali
Steve Buscemi

Regie: Tim Blake Nelson
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Drama über "die Grauzone" von Auschwitz und den Häftlingsaufstand im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau am 7. Oktober 1944.

Die Gaskammer in Auschwitz (Foto: b.film) Großansicht

Die Gaskammer in Auschwitz (Foto: b.film)

Im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau schließen sich einige ungarische Juden 1944 zu einem Sonderkommando zusammen und beteiligen sich an den Vorbereitungen zu einem großen Aufstand der Insassen. Einigen weiblichen Zwangsarbeiterinnen gelingt es sogar, aus einer Munitionsfabrik heimlich Schießpulver zu schmuggeln und den Männern zukommen zu lassen.

Die Planungen geraten jedoch plötzlich in Gefahr, als überraschend ein Mädchen lebend unter all den Ermordeten in der Gaskammer gefunden wird.

Hoffman träumt vom Leben danach (Foto: b.film) Großansicht

Hoffman träumt vom Leben danach (Foto: b.film)

Aus den Tagebüchern

Schauspieler und Regisseur Tim Blake Nelson greift mit seinem sehr persönlichen Film Elemente seines gleichnamigen Bühnenstücks auf, dessen fiktionale Charaktere auf realen Tagebüchern von Zeitzeugen beruhen.

Die Zusammenarbeit mit Harvey Keitel als Darsteller und Keitels Produktionsfirma The Goatsingers machte das herausragende Ensemble mit David Arquette, Steve Buscemi und Mira Sorvino erst möglich.

Die Grauzone

In einer Grauzone - im übertragenen, moralischen Sinn - es gibt kein Schwarz und kein Weiß - und im buchstäblichen - von der Asche der Toten bedeckt - befinden sich die Protagonisten in diesem erschütternden, schonungslos-lakonischen Drama über das Vernichtungslager Auschwitz. Tim Blake Nelson - als Schauspieler aus "O Brother, Where Art Thou?" bekannt - inszenierte sein Theaterstück für die Leinwand unemotional und ohne den ruhigen Kamerablick von schlimmsten Gräuel ab zu wenden, eine schmerzhafte Erfahrung für den Zuschauer.

Nach den Erinnerungen des überlebenden jüdischen Arztes Miklos Nyiszli, der dem berüchtigten Dr. Mengele bei seinen Versuchen assistierte, erzählt Nelson von einem Sonderkommando, das sich am KZ-Aufstand vom Oktober 1944 beteiligte. Die Angehörigen des Sonderkommandos bekamen Sonderrationen, durften länger leben und sich von den Besitztümern der vergasten Menschen nehmen. Dafür führten sie die frisch angekommenen "Zugladungen" in die Umkleideräume vor die Gaskammer, holten ihre Leichen heraus und verbrannten sie in den Öfen. Der Rauch, die Asche setzte sich in ihrer Kleidung fest, auf ihre Gesichter. Tim Blake Nelson zeigt ihren schrecklichen Alltag, die Kamera stoppt zumindest vor der Tür zur Gaskammer. Man hört nur Schreie und Strampeln. Sonst bleibt dem Zuschauer nichts von der zutiefst grausamen Situation der Kzler erspart: SK-Mann Hoffmann ("Scream"-Polizist David Arquette), schlägt im Umkleideraum einen Mann tot, weil der ihm seine Uhr nicht geben wollte. Doch als er unter den Leichen ein wie durch ein Wunder noch atmendes Mädchen findet, setzt er alles daran, es zu retten. Zumindest eine Zeit lang. Währenddessen laufen die Vorbereitungen zur Zerstörung der Krematorien auf Hochtouren, denn mit einer Flucht- oder Überlebensmöglichkeit beim Aufstand rechnet (fast) keiner der Insassen. Die Munition schmuggelnden Frauen (Natasha Lyonne und Mira Sorvina mit ihren kurzgeschorenen Haaren kaum wieder zu erkennen) werden von den Wärtern gefoltert. Als das nicht fruchtet sehen sie mit an, wie ihre Mitgefangenen eine nach der anderen erschossen werden statt zu verraten, wer am geplanten Aufstand beteiligt ist. Es gibt keine "Guten" in dem menschenverachtenden System des KZ.

Nelson, der zusammen mit der Indieschmiede Killer Films und Harvey Keitel, der den deutschen Aufseher des Sonderkommandos spielt, neben dem Schreiben, Inszenieren und Cutten auch produzierte, blieb der grausamen Geschichte treu. So realistisch seine Erzählweise - nur der Off-Text des toten Mädchens am Ende bricht damit - so realistisch sind auch Ausstattung und Kostüm. Das Lager wurde maßstabsgetreu am rumänischen Drehort nachgebaut.

Nachdem der Film wider das Vergessen - ein Wunsch, den auch eine Figur im Film äußert - seit 2001 auf Festivals weltweit sein Publikum bewegte, startet er nun zum 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz in den deutschen Kinos. hai.

Darsteller:  David Arquette   als Hoffman
  Daniel Benzali   als Schlermer
  Steve Buscemi   als Abramowics
  Harvey Keitel   als Oberschaarf. Erich Muhsfeldt
  Natasha Lyonne   als Rosa
  Mira Sorvino   als Dina
  Velizar Binev   als Moll
  David Chandler   als Rosenthal
  Michael Stuhlbarg   als Cohen
  George Zlatarev   als Lowy
  Dimitar Ivanov   als alter Mann
  Allan Corduner   als Dr. Nyiszli
  Henry Stram   als Mengele
  Kamelia Grigorova   als Mädchen
  Lisa Benavides   als Anja
  Shirly Brener   als Gefangene
  Dafina Katzarrska   als Gefangene
  Donka Avramova   als Gefangene
  Rumena Trifonova   als Gefangene
  Simeon Vladov   als SS-Mann
  Lee Wilkof   als Mann mit Uhr
  Jessica Hecht   als Ehefrau
  Brian F. O'Byrne   als Folterer
 
Regie:  Tim Blake Nelson  
Buch:  Tim Blake Nelson  
Musik:  Jeff Danna  
Kamera:  Russell Lee Fine  
Produzent:  Pamela Koffler  
  Christine Vachon  
  Tim Blake Nelson  
  Avi Lerner  
  Danny Lerner  
 

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