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Kaufvideo
Erhältlich seit:
02.02.2007
Originaltitel: Le grand voyage
Frankreich/Marokko 2004
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Nicolas Cazalé
Mohamed Majd
Jacky Nercessian
Regie: Ismaël Ferroukhi
good!movies

Religions- und Generationenkonflikt: Auf der traditionellen Pilgerreise nach Mekka entwickelt ein in Frankreich aufgewachsener und westlich orientierter junger Mann Verständnis für seinen gläubigen Moslem-Vater.
Der Graben zwischen dem Sohn marokkanischer Einwanderer und seinem betagten Vater könnte größer nicht sein. Réda, der mit Religion nichts am Hut hat, steht kurz vor dem Abitur, flirtet mit seiner Freundin und fühlt sich als Franzose. Sein Vater verlangt, dass er ihn mit rostigen Peugeot nach Mekka chauffiert. Während der abenteuerlichen Fahrt über 5000 Kilometer durch die weiten Landschaften von Italien, dem Balkan und die Türkei bis Saudi-Arabien kommt es zur offenen Konfrontation zwischen zwei Lebensentwürfen und Kulturen. Der autoritäre Alte, der sich weigert, die Sprache des Gastlandes zu sprechen, wirft das Handy des Jungen weg und zwingt ihn unmerklich, sein Verhaltensmuster und seine Haltung zum Leben zu überprüfen. Die Kommunikation läuft über karge Dialoge und tiefes Schweigen.
Der Weg ist das Ziel. Ismael Ferroukhi, in Marokko geboren und seit seinem dritten Lebensjahr in Frankreich ansässig, erzählt eine einfache Geschichte vom Machtkampf zwischen Vater und Sohn, vom beiderseitigen Lernprozess. Neben der gesellschaftlichen zeigt der Film auch die private Dimension auf, stellt Fragen nach der Zerrissenheit in Herkunft, Sprache und Kultur. Die Hadsch als Selbstfindung. Auf der einen Seite der Sohn, für den Integration Verleugnung und Distanzierung seiner Herkunft bedeuten, auf der anderen der aus seinen Wurzeln Kraft schöpfende Vater, der sich fremden Einflüssen verweigert. Ferroukhi verzichtet bewusst auf Vorgeschichte und Psychologie der Figuren, fokussiert sich auf das Wesentliche, den Identitätskomplex. Ganz nebenbei versucht er auf dieser inneren und äußeren Reise, das durch fundamentalistischen Terror beschädigte Image des Islam zu relativieren. Ein Plädoyer für Toleranz und Differenzierung in Zeiten, wo Extremisten Religion für ihre politischen Ziele missbrauchen. Zum ersten Mal durfte übrigens ein Spielfilm im Schatten der Kabaa gedreht werden. mk.
| Darsteller: | Nicolas Cazalé | als Reda | |
|---|---|---|---|
| Mohamed Majd | als Vater | ||
| Jacky Nercessian | als Mustapha | ||
| Ghina Ognianova | als Alte Frau | ||
| Kamel Belgahzi | als Khalid | ||
| Atik Mohamed | als Der Pilger Ahmad | ||
| Malika Mesrar El Hadaoui | als Mutter | ||
| François Baroni | als Italienischer Zollbeamter | ||
| Krassi Kpacu | als Serbischer Zollbeamter | ||
| Kiril Kavadarkov | als Jugoslawischer Wirt | ||
| Blajo Wymenski | als Geldwechsler | ||
| Dean Matchev | als Gesprächiger Mann | ||
| Erol Atac | als Türkischer Zöllner | ||
| Sadik Deveci | als Türkischer Zöllner | ||
| Nihat Nikerel | als Polizeichef | ||
| Kadir Kaparoglu | als Polizist | ||
| Name Ugantas | als Mustaphas Frau | ||
| Leila Fadili | als Bauchtänzerin | ||
| Regie: | Ismaël Ferroukhi | ||
| Buch: | Ismaël Ferroukhi | ||
| Musik: | Fowzi Guerdjou | ||
| Kamera: | Katell Djian | ||
| Produzent: | Humbert Balsan | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0, Französisch DD 2.0, Arabisch
Tonformat: HiFi Stereo
Bildformat: 16:9
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