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Die Häupter meiner Lieben

Schwarze Komödie aus deutschen Landen nach einem Ingrid Noll-Roman.


Die Häupter meiner Lieben

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Erhältlich seit:
01.01.2002

Originaltitel: Die Häupter meiner Lieben

Komödie

Deutschland 1999
Laufzeit: 82 Min.
FSK: ab 12

Heike Makatsch
Christiane Paul
Andrea Eckert

Regie: Hans-Günther Bücking
Cine Plus Entertainment

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Die Häupter meiner Lieben

Maja und Cora, seit jeher unzertrennliche Freundinnen, verbringen ihr Leben in einem idyllisch gelegenen toskanischen Landhaus. Ihr Glück wäre perfekt, wären da nicht die Männer, die sich stets als Säufer, Proleten und Vergewaltiger entpuppen. Aber die Frauen wissen sich zu helfen und befördern diese unliebsamen Individuen, falls nötig, kurzerhand und mit viel Raffinesse ins Jenseits. Endgültige Harmonie tritt jedoch erst ein, als aus dem Duo ein Trio wird - die beiden Frauen finden nämlich in Anna, ihrem italienischen Hausmädchen, eine Schwester im Geiste.

Hans-Günther Bücking, einer der renommiertesten Kameramänner Deutschlands ("Solo für Klarinette"), gibt mit dieser Ingrid-Noll-Verfilmung sein Debüt als Kino-Regisseur. Während die pechschwarze Krimikomödie zwar nicht mit der vorangegangenen Noll-Verfilmung "Die Apothekerin" konkurrieren kann, weist dieser Emanzipationsthriller aber doch eine bestechende Optik, pfiffige Wendungen und mit Heike Makatsch und Christiane Paul vor allem zwei blendend aufgelegte Jungstars auf.

Die Häupter meiner Lieben

Wieder morden Frauen: In der neuesten Ingrid Noll-Verfilmung von Hans-Günther Bücking haben bei dem Duo Heike Makatsch und Christiane Paul die Männer nicht viel zu lachen. Nach der Devise "(S)Ex und hopp" beißen sie schnell ins Gras, während die beziehungsunfähigen Mädels das Leben genießen.

Gingen Katja Riemann als "Die Apothekerin" und Gisela Schneeberger in "Der Hahn ist tot" noch als Einzelkämpferinnen über Leichen, sind es am Ende der dritten Ingrid-Noll-Adaption drei gestandene Damen, die gemeinsam die Herren der Schöpfung entsorgen. Die kleinen Morde unter Freundinnen beginnen mehr zufällig. Das erste Opfer stellen Maja und Cora mit K.O.-Tropfen ruhig, kurz darauf rettet Maja Cora vor einer Vergewaltigung, beim Gerangel löst sich ein Schuß, der eigene Bruder ist mausetot. Dann heißt es erse einmal Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht sammeln. Während Cora allen Typen den Kopf verdreht und letztendlich beim vermögenden Henning in der Toskana landet, läßt sich Maja schnell schwängern. Bald geht ihr die langweilige Ehe auf die Nerven und schon steht sie samt Nachwuchs bei Cora auf der Matte. Deren Gatte möchte auch ein Kind zeugen, dazu kommt es aber nicht mehr. Denn nachdem auch noch Majas versoffener Vater auftaucht, nutzen die Ladies die Gelegenheit zum tödlichen Doppelschlag. Zu ihnen gesellt sich als Komplizin die katholische Haushälterin Anna, die es mit dem Fünften Gebot nicht so genau nimmt. Und bald liegen zwei weitere Machos in der Grube.

Nicht nur Sauer, auch Morden macht lustig. Trotzdem gelingen dem Kameramann Bücking zwar traumhafte Bilder, aber noch lange kein lustiger Film. Denn durch Wiederholung allein wird die Geschichte nicht amüsanter. Am Ende ist es egal, wieviele der relativ blassen Männerfiguren sich die Kartoffeln von unten angucken, es fehlt an einem dramaturgischen Spannungsbogen, die Handlung plätschert dahin, inzestiöse Beziehungen werden angedeutet, das Hohelied weiblicher Freundschaft gesungen, der Zickzack-Kurs zwischen Nonsens und Neurosen bleibt jedoch nebulös wie auch das bedeutungsschwangere italienische Sprichwort "Das Ende vom Schwein ist der Anfang der Wurst!". Neben Heike Makatsch, die zum beachtlichen Soundtrack den Song "Fifty Ways To Leave Your Lover" beisteuert, und einer wenig geforderten Christiane Paul, ist es vor allem Andrea Eckert, der die Sympathien zufliegen. Die Wiener Theaterschauspielerin liefert als freiheitsliebende Italienerin mit Bodenhaftung eine Performance, die alle anderen in den Schatten stellt. mk.

Darsteller:  Heike Makatsch   als Maja
  Christiane Paul   als Cora
  Andrea Eckert   als Anna
  Leonhardt Hinterleitner   als Bela
  Ferdinand Hinterleitner   als Bela
  Michael Maertens   als Jonas
  Helmut Berger   als Henning
  Marquard Bohm   als Majas Vater
  Lisa Kreuzer   als Majas Mutter
  Kathrin Ackermann   als Coras Mutter
  Rüdiger Hacker   als Coras Vater
  Kaspar Küppers   als Giuseppe
  Stephan Hornung   als Don
  Helmfried von Lüttichau   als Mario
  Niels Bruno Schmidt   als Carlo
  Tim Egloff   als Detlef
 
Regie:  Hans-Günther Bücking  
Buch:  Dr. Knut Boeser  
Kamera:  Hans-Günther Bücking  
Produzent:  Rudolf M. Reischel  
  Prof. Regina Ziegler  
 

Die Häupter meiner Lieben in der Fotoshow

 

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