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Die Haut, in der ich wohne

Grotesker und faszinierender Thriller mit Horrorelementen von Pedro Almodóvar, in dem ein verrückter Wissenschaftler die perfekte Frau erschaffen will.


Die Haut, in der ich wohne

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Erhältlich seit:
07.03.2012

Originaltitel: La piel que habito

Thriller/ Drama

Spanien 2011
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 16

Antonio Banderas
Elena Anaya
Marisa Paredes

Regie: Pedro Almodóvar
Universum Film

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Die Haut, in der ich wohne

Roberto Ledgard ist eine Ikone der plastischen Chirurgie. In seiner privaten Schönheitsklinik geht der Mad Scientist allerdings einem bizarren Zeitvertreib nach: Einzige Patientin ist eine junge Frau, die Ledgard gegen ihren Willen festhält und immer weiter perfektionieren will, doch gewisse Hautkomponenten wollen ihm einfach nicht gelingen. Als sich eines Nachts der lange verschwundene Sohn von Ledgards Haushälterin Zugang verschafft und dabei nichts Gutes im Schilde führt, wird eine tragische Kette von Ereignissen ausgelöst.

Pedro Almodóvar blickt mit seiner Verfilmung des Bestsellers von Thierry Jonquet in die düsteren Abgründe der Psyche seiner Protagonisten und zeigt eine von Obsessionen beherrschte Welt. Die Hauptrolle in dieser bisweilen regelrecht perversen Hommage an Hitchcock und "Augen ohne Gesicht" spielt Antonio Banderas, der erstmals seit "Fessle mich!" von 1990 wieder mit Almodóvar arbeitet. Gekonnt führt der Regisseur die verschiedenen Ebenen der Geschichte zu einem Mosaik aus Leidenschaft, Begierde und Schuld zusammen.

Die Haut, in der ich wohne

Nicht zum ersten Mal begibt sich der spanische Meisterregisseur Pedro Almodóvar ins Reich des Genrekinos. Schon in Filmen wie "La mala educacion" oder "Zerrissene Umarmungen" verneigte er sich vor den Meistern des klassischen Thrillerkinos und verlieh den klassischen Versatzstücken mit seinem Hang zum Melodram immer noch einen zusätzlichen Dreh. Aber noch nie ist Almodovar so weit gegangen, war er so bizarr und regelrecht grausam wie in "Die Haut, in der ich wohne", sein erster Film mit seinem ehemaligen Standardhauptdarsteller Antonio Banderas seit "Fessle mich!" aus dem Jahr 1991.

Bislang konnte man immer Brian De Palmas finstere Fingerübungen "Der schwarze Engel" oder "Dressed to Kill" als perverse Auswüchse sexuell heikler Themen aus dem Werk Hitchcocks sehen. Aber Almodóvar dreht die Schraube noch einmal gehörig an mit seiner Schauermär von einem wohlhabenden Mad Scientist, der es sich hinter den gut gesicherten Mauern seiner penibel geschmackvoll durchdesignten Villa erlaubt, eine nicht minder penibel geschmackvoll durchdesignte Frau zu schaffen. "Vertigo" lässt grüßen, und natürlich auch Franjus All-Time-Klassiker "Augen ohne Gesicht". Aber die durch und durch kranke Prämisse ist nur das Sprungbrett, von dem aus Almodóvar eintaucht in einen grotesken Albtraum aus Inzest, Vergewaltigung, Verrat und - echt! - Vasektomie.

Mitten im Film, nachdem er Figuren, Handlung und Motive ausgebreitet hat, gibt es einen furiosen Bruch, der den Zuschauer völlig desorientiert. Man fühlt sich zunächst in einem anderen Film, mit neuem Personal, anderem Look und Stil. Und dann fügt Almodóvar die disparaten Stücke zusammen in einem regelrechten Husarenritt mit einer Präzision, die an das Arbeitsethos des von Banderas gespielten und vom Wahnsinn gerittenen plastischen Chirurgen erinnert: Es ist eine der größten Schleifen in der Geschichte des Films, und wenn sich das gesamte Ausmaß der unfassbaren Tragödie zusammensetzt in dieser unfassbar durchgeknallten Ballade vom Irrsinn, der durch den Verlust eines geliebten Menschen herrührt, wird einem ganz blümerant zumute. Aber Almodóvar darf das. Denn der kann das. ts.

Die Haut, in der ich wohne

Nach dem visuellen Rausch von "Zerrissene Umarmungen" kommt nun der neue Geniestreich von Pedro Almodóvar: skurril, brutal, bunt und immer überraschend!

Die bildhübsche Vera (Elena Anaya) ist die einzige Patientin einer privaten Schönheitsklinik, wo sie Tag und Nacht von dem plastischen Chirurgen Dr. Robert Ledgard (Antonio Banderas) überwacht wird. Er pflegt ihre Haut wie einen kostbaren Schatz und kontrolliert jeden Schritt, jeden Blick, jede Emotion. Doch wer ist Vera, die Ledgards verstorbener Frau so beängstigend ähnlich sieht? Sie hat keine Geschichte und doch scheint ihr Schicksal eng verknüpft mit dem Leben Roberts. Und welche Rolle spielen Roberts treue Haushälterin Marilia (Marisa Paredes) und der rätselhafte Mann im Tigerkostüm, der zuletzt beim Betreten der Klinik gesehen wurde?

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Antonio Banderas   als Robert Ledgard
  Elena Anaya   als Vera
  Marisa Paredes   als Marilia
  Jan Cornet   als Vicente
  Roberto Álamo   als Zeca
  Eduard Fernández   als Fulgencio
  Blanca Suárez   als Norma
  Susy Sanchez   als Vicentes Mutter
  Barbara Lennie   als Cristina
  Fernando Cayo   als Arzt
  Jose Luis Gomez   als Präsident
 
Regie:  Pedro Almodóvar  
Buch:  Pedro Almodóvar  
  Agustin Almodóvar  
Musik:  Alberto Iglesias  
Kamera:  José Luis Alcaine  
Produzent:  Esther Garcia  
  Agustin Almodóvar  
 

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