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Die Hebamme - Auf Leben und Tod

Historisches TV-Drama nach einer wahren Begebenheit.


Die Hebamme - Auf Leben und Tod

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Erhältlich seit:
13.05.2011

Originaltitel: Die Hebamme - Auf Leben und Tod

Historienfilm/ Drama

Deutschland/Österreich 2010
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12

Brigitte Hobmeier
Misel Maticevic
August Zirner

Regie: Dagmar Hirtz
Universum Film

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Die Hebamme - Auf Leben und Tod

Tirol um 1813: Die verwitwete Hebamme Rosa Koelbl lebt gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Anna in einem kleinen Bergdorf. Die bescheidene, warmherzige Frau übt ihren Beruf mit großer Kompetenz aus und kämpft um bessere Bedingungen für ihre Patientinnen. Während sie von den Frauen geachtet wird, betrachten deren Männer und vor allem der Dorfpfarrer Rosas Bemühungen mit Skepsis. Als Anna ungewollt schwanger wird und sich aus Verzweiflung das Leben nehmen will, verlässt Rosa mit ihrer Schwester das Dorf und zieht in die Stadt. Hier versucht sie auf Einladung des jungen Dr. Gennaro Kauner in der neuen Gebäranstalt des Medizinalrates Jakob Aigner einen Neuanfang. Schnell stellt sich heraus, dass zahlreiche der meist mittellosen Schwangeren als medizinische Versuchskaninchen für die noch junge Geburtshilfemedizin herhalten müssen. Rosa legt sich mit der Obrigkeit an und setzt ihre Existenz aufs Spiel.

Der aufwändig produzierte Historienfilm nach einer auf wahren Begebenheiten beruhenden Geschichte wurde von Regisseurin Dagmar Hirtz sehr authentisch in Szene gesetzt. Vor der düsteren Kulisse des kargen Alpendorfes und der städtischen Gebäranstalt glänzt die Theaterschauspielerin Brigitte Hobmeier in der Titelrolle des packenden Fernsehdramas. In weiteren Rollen sind August Zirner als Medizinalrat Jakob Aigner und Misel Maticevic als fortschrittsgläubiger Medicus zu sehen.

Die Hebamme - Auf Leben und Tod

In Dagmar Hirtz' kraftvollem Historien-Drama steht eine großartig aufspielende Brigitte Hobmeierals gewiefte Geburtshelferin ihren Mann.

Auf den ersten Blick scheint das Thema Schwangerschaft und Geburt eher ein wissenschaftliches denn ein filmisches Thema zu sein. Doch Dagmar Hirtz, ehemalige Cutterin von Margarethe von Trotta, aber auch von Blockbustern wie "Ödipussi", die längst auch als Regisseurin Fuß gefasst hat, belehrt uns eines Besseren. In dem bildgewaltigen, auf Tatsachen beruhenden Historien-Drama "Die Hebamme - Auf Leben und Tod" entführt sie den Zuschauer in ein Tiroler Bergdorf des Jahres 1813. Dort fristet die junge Witwe Rosa als Hebamme, einem bei der (männlichen) Bevölkerung wenig angesehenen Beruf, ein mehr als bescheidenes Dasein. Als ihre kaum volljährige Schwester ein uneheliches Kind erwartet, gerät Rosa mit ihrer Familie noch mehr ins Abseits. Deshalb zögert sie nicht lange, als ihr der junge Arzt Dr. Gennaro Kauner anbietet, ihr in die Stadt zu folgen. Dort soll sie ihre Erfahrungen als Hebamme in einem gerade neu gegründeten Gebärhaus zur Verfügung stellen. Tatsächlich gelingt es Rosa sehr schnell, das Vertrauen der Schwangeren und des Personals zu gewinnen. Und mehr noch: ihrem guten Ruf ist es zu verdanken, dass immer mehr werdende Mütter in die Anstalt strömen. Doch dieser Erfolg ruft auch den Neid von Dr. Kauner hervor. Der Mediziner kann es nicht ertragen, dass eine Frau mehr Wissen und bessere Fertigkeiten besitzt als er. Als Gennaro in Rosas Abwesenheit durch einen unnötigen Kaiserschnitt den Tod einer Patientin verursacht, fühlt sich die Hebamme verpflichtet, diesen Vorfall seinem Vorgesetzten zu melden. Aber Anfang des 19. Jahrhunderts ist das Wort einer Frau keinen Pfifferling wert. Frustriert muss Rosa feststellen, dass die Ärzteschaft nicht wirklich am Wohle der Mütter und ihrer Kinder interessiert ist, sondern lediglich an der eigenen Eitelkeit. So tritt sie gemeinsam mit ihrer hochschwangeren Schwester die Heimreise in ihr Dorf an - und kommt vom Regen in die Traufe.

Klare, ruhige Bilder, die langsam ineinander geblendet werden, dazu sanfte Gitarrenklänge - Dagmar Hirtz lässt ihrer Geschichte viel Zeit sich zu entwickeln. Und das kann sie sich auch leisten. Denn ihr Thema ist spannend, kaum bekannt und somit auch höchst lehrreich, Kostümbild und Ausstattung sind extrem detailgenau wie etwa das skurrile Handwerkszeug, das Rosa in ihrem Köfferchen stets bei sich trägt. Und die begabte Brigitte Hobmeier ("Räuber Kneissl") spielt diese Figur mit einer wunderbaren Mischung aus solidem Selbstbewusstsein und beinahe edler Sanftmut, verleiht ihrer Hebamme in einer Zeit, in der Frauen ausschließlich Weiber genannt wurden, sehr moderne, ja fast emanzipatorische Züge. Im Vergleich zu Hobmeier bleibt der etwas teilnahmslos wirkende Misel Maticevic fast ein wenig blass. Das kraftvolle Drama stellt jedoch nachdrücklich unter Beweis, dass Heimatfilme keinesfalls altmodisch daherkommen müssen. lasso.

Die Hebamme - Auf Leben und Tod

Tirol um 1813: Seit dem Tod ihres Mannes lebt die Hebamme Rosa Koelbl mit ihrer jüngeren Schwester Anna in bescheidenen Verhältnissen in einem kleinen Bergdorf. Dank ihrer Kompetenz und Warmherzigkeit genießt Rosa bei den Frauen im Dorf einen sehr guten Ruf.

Als die Minderjährige Anna jedoch unehelich schwanger wird und versucht sich aus Scham und der öffentlichen Anfeindungen das Leben zu nehmen, flieht Rosa mit ihrer Schwester in die Stadt. Um dort den Lebensunterhalt finanzieren zu können, beginnt Rosa in der neugegründeten Gebäranstalt des Medizinalrates Jakob Aigner zu arbeiten. Als sie feststellt, dass die Schwangeren dort häufig dem Kindbettfieber zum Opfer fallen und teilweise von den Ärzten für medizinische Experimente missbraucht werden, gerät die Geburtshelferin in einen existentiellen Konflikt zwischen ihrer über Jahrhunderte praktizierte Hebammenkunst und den Interessen der "modernen", männlich dominierten Geburtsmedizin. Ausgerechnet in einem Vertreter der Ärzteschaft, dem fortschrittsgläubigen Gennaro Kauner, glaubt sie einen Mitstreiter für ihre Sache gefunden zu haben.

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Brigitte Hobmeier   als Rosa Koelbl
  Misel Maticevic   als Gennaro Kauner
  August Zirner   als Jakob Aigner
  Pippa Galli   als Anna Koelbl
  Karl Fischer   als Pfarrer
  Maria Hofstätter   als Afra
  Anna Maria Sturm   als Gerlinde
  Amelie Kiefer   als Martha
  Johanna Bittenbinder   als Kathi
  Caroline Ebner   als Luisa
  Florian Brückner   als Karl Bachler
  Carmen Gratl   als Maria Lackner
  Pepi Grießer   als Josef Bachler
  Walter Ludwig   als Pfaller
  Konrad Hochgruber   als Ernst
  Sarah Jung  
 
Regie:  Dagmar Hirtz  
Buch:  Peter Probst  
Musik:  Gerd Baumann  
  Gregor Hübner  
Kamera:  Jo Heim  
Produzent:  Annie Brunner  
  Dr. Andreas Richter  
  Ursula Woerner  
  Josef Koschier  
 

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