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Die Insel

Michael Bays Actionblockbuster über eine futuristische Welt, in der Menschen als lebende Organbanken gezüchtet werden.


Die Insel

Leihvideo

Erhältlich seit:
27.01.2006

Originaltitel: The Island

Science Fiction/ Thriller

USA 2005
Laufzeit: 130 Min.
FSK: ab 16

Ewan McGregor
Scarlett Johansson
Djimon Hounsou

Regie: Michael Bay
Warner Home Video Germany

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Rücksichtsloser Fortschritt macht die Zukunft für Ewan McGregor und Scarlett Johansson zur Hölle. Willkommen im SF-Albtraum von Hitregisseur Michael Bay!

Auf der Insel lauert ein schreckliches Geheimnis (Foto: Warner) Großansicht

Auf der Insel lauert ein schreckliches Geheimnis (Foto: Warner)

Das perfekte Leben gibt es nur im Buchhandel. Beschrieben hat es der britische Literaturpapst Aldous Huxley in seiner brillanten Utopie "The Island" (dt. "Eiland"). Huxleys Entwurf einer tropischen Glücksoase ist vielleicht nur zufällig Namensgeber dieses SF-Events von Actionspezialist Michael Bay ("Armageddon"), lebt aber als Wunschtraum in einer spannenden, von zwei SF-Klassikern der Seventies inspirierten Story fort.

"Coma" oder "Flucht ins 23. Jahrhundert" ist den Menschen Mitte des 21. Jahrhunderts allerdings kein Begriff. Die wenigen, die eine offensichtlich weltweite Verseuchung verschont hat, wuchsen isoliert, abgeschottet von der Welt und den Ereignissen der Vergangenheit, auf.

Ewan McGregor wird nach "Star Wars" erneut gefährlich gelasert (Foto: Warner) Großansicht

Ewan McGregor wird nach "Star Wars" erneut gefährlich gelasert (Foto: Warner)

Zweifel am Paradies

Was sie essen, wie sie sich untereinander verhalten, folgt strengen Regeln, die ein Zusammenleben unter diesen Bedingungen überhaupt erst möglich machen sollen. Diszipliniert ist jeder, denn Gehorsam wird belohnt. Wenn die Zeit reif ist, wartet die Dauerresidenz auf der Insel, dem letzten Paradies, das von der globalen Katastrophe verschont wurde.

Der "Matrix"-geschulte Kinofan ahnt allerdings Schlimmes und greift gedanklich zur roten Pille, denn Geschenke gibt es auf dem Blauen Planeten nicht - weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft. Zweifel regen sich bei den Hauptfiguren dieses temporeichen Blockbusters, bei Lincoln Six-Echo (Ewan McGregor) und Jordan Two-Delta (Scarlett Johansson), nur in den Träumen. Das schreckliche Erwachen kommt, als Lincoln eine Beobachtung macht, die sein Leben und das seiner Freunde als Lüge entlarvt.

Der Mann fürs Grobe: Legionär Laurent (Foto: Warner) Großansicht

Der Mann fürs Grobe: Legionär Laurent (Foto: Warner)

Flucht in die Freiheit

Auf der Suche nach Antworten und Freiheit entkommt das Duo in die Außenwelt, verfolgt von einem französischen Fremdenlegionär und seiner Truppe, die das unfassbare Geheimnis eines skrupellosen Geschäftsmanns zu bewahren versuchen.

Spätestens von diesem Zeitpunkt an ist "Die Insel" ein atemloser Flucht- und Jagdfilm, in dem Michael Bays visuelle Stärken in der Inszenierung von XXL-Action und der Gestaltung einer eindrucksvoll realisierten Zukunft ausgespielt werden.

Ein Bildspektakel, das ständig in Bewegung, das ein "Movie" und im Wortsinn sehenswert ist. Und das vor allem im Kino, dem einzigen Ort, wo man großformatig träumen kann.

Die Insel

Erstmals ohne seinen Mentor und Erfolgsproduzenten Jerry Bruckheimer, dafür aber mit Spielbergs Company DreamWorks im Rücken warf Michael Bay ("Armageddon") seine Sommerhit-Produktionsmaschine an. Was die Filmfabrik schließlich verließ, ist ein temporeicher Actionthriller mit Sci-Fi-Elementen, der erwartungsgemäß unter Hollywoods Crash- und Kollisionszwang leidet, trotzdem aber geschlossener unterhält als Bays bisherige Blockbuster.

Die kommerziell sehr erfolgreichen Filme des Bruckheimer-Zöglings waren im Kern mit Überdruck inszenierte Destruktionsorgien, denen es an emotionalem Feingefühl fehlte, die nicht die richtige Dosierung von Komik, Pathos oder Sentimentalität fanden. Im Vergleich dazu ist "Die Insel" Bays zurückhaltendster Big-Budget-Film - ist witzig, wenn es die Situation erlaubt, und weitgehend dramatisch, wenn sie es erfordert. Dass die Werbekampagne mit einem aggressiven Trailer das zentrale Geheimnis des Films bedenkenlos offenlegt, schwächt die Dramaturgie der ersten 30 Minuten, in denen der Film sein Mysterium schrittweise zu enthüllen versucht. Diese überzeugende erste Hälfte präsentiert mit kleinen, visuell oft originellen Details eine von der Umwelt hermetisch abgeschlossene Welt. Hier warten die wenigen Überlebenden einer globalen Verseuchung in Wohntürmen auf den Tag, an dem sie mit der Reise zur Insel, dem letzten giftfreien Paradies der Erde, belohnt werden. Mit viel Glas, Metall und den weißen Outfits der Bewohner wird die abweisende, kalte und sterile Atmosphäre dieser Gesundheitsdiktatur illustriert, in der Hygiene, Nahrungsaufnahme und Körperkontakt strengster Kontrolle unterliegen.

Der seriöse Sci-Fi-Film der Siebzigerjahre mit den Vertretern "THX 1138", "Coma" und "Flucht ins 23. Jahrhundert" ist erkennbares Vorbild für diese Geschichte, die in einem packenden Moment schließlich enthüllt, dass Gegenwart und pastorale Zukunft der Bewohner eine Illusion ist. Die unter der Erde versteckte, von einem gigantischen Hologramm getarnte Anlage eines skrupellosen Geschäftsmanns produziert ausgereifte Klone, die potente Investoren für neue Organe und andere nützliche Dinge ausschlachten können. Von dem Moment an, als Lincoln Six-Echo (Ewan McGregor) und Jordan Two-Delta (Scarlett Johansson) ihre wahre Bestimmung entdecken, in die Freiheit entkommen und von einer Special Squad verfolgt werden, wird "Die Insel" zum reinen Fluchtfilm, der nicht mehr an Fragen oder Antworten, sondern nur noch an Bewegung und Dynamik interessiert ist. Nach einer rasanten Sprint-Verfolgung in der Klon-Fabrik und einer dank Steve Buscemi witzigen Entspannungspause inszeniert Bay eine beeindruckende Freeway-Jagd, in der Stahlobjekte, geformt wie Riesenhanteln, auf den Asphalt kullern und Chaos stiften und fliegende Speedbikes mit dem kreuzenden Luftverkehr kollidieren. Vergleichbar Aufregendes hat das Drehbuch nicht zu bieten, das sein Protagonistenpaar erst in die Metropole, für den Big Bang dann wieder zurück in die Klonfabrik schickt. Im letzten Drittel zeigt der von Bay in gewohnter Campari-Clip-Verführungsoptik gekleidete Film einige Schwächen, wirkt überhastet, schematisch und flüchtet sich in Action, hat aber in Ewan McGregor und Scarlett Johansson zwei gute Akteure, die sich gegen das Getöse als Sympathieträger durchsetzen. kob.

Darsteller:  Ewan McGregor   als Lincoln Six-Echo/Tom Lincoln
  Scarlett Johansson   als Jordan Two-Delta/Sarah Jordan
  Djimon Hounsou   als Albert Laurent
  Sean Bean   als Merrick
  Steve Buscemi   als McCord
  Michael Clarke Duncan   als Starkweather
  Ethan Philip   als Jones Three Echo
  Brian Stepanek   als Gandu Three Alpha
  Noa Tishby   als Gemeinschaftssprecher
  Siobhan Flynn   als Lima One Alpha
  Max Baker   als Carnes
  Troy Blendell  
  Jamie McBride  
  Kevin McCorkle  
  Gary Nickens  
  Kathleen Rose Perkins  
  Richard Whiten  
  Phil Abrams  
  Svetlana Efremova  
  Katy Boyer  
 
Regie:  Michael Bay  
Buch:  Caspian Tredwell-Owen  
  Alex Kurtzman  
  Roberto Orci  
Musik:  Steve Jablonsky  
Kamera:  Mauro Fiore  
Produzent:  Walter F. Parkes  
  Michael Bay  
  Ian Bryce  

Scarlett rettet Schule

Scarlett Johansson zählt zu den gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods. Jetzt bewies die Amerikanerin, dass sie nicht nur gut aussieht, sondern auch ein Herz für hilfsbedürftige Menschen hat.

Hilft den Armen dieser Welt: Scarlett Johansson (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Hilft den Armen dieser Welt: Scarlett Johansson (Foto: Kurt Krieger)

Die einen sprechen nur davon, Scarlett Johansson lässt ihren Worten Taten folgen. Anfang des Jahres besuchte der Star aus "Die Insel" mit Mitarbeitern der Hilfsorganisation Oxfam eine Schule der von Armut gebeutelten Dalit Gemeinschaft auf Sri Lanka. Die Kinder sind der Schauspielerin dabei richtig ans Herz gewachsen.

"Die erfreulichste Gelegenheit war der Besuch der Dalit Schule," berichtet der Star und ergänzt: "Die Dalit Gemeinschaft steht in Sri Lanka im Kastensystem ganz unten. Sogar vierjährige Kinder müssen Feldarbeit verrichten!".

Blonder Engel

Der Besuch ging der 22-Jährigen so an die Nieren, dass sie sich entschloss, eine beträchtliche Summe für die armen Menschen der Region zu spenden. "Hoffentlich reicht das Geld, um die Schule die nächsten drei Jahre finanziell zu unterstützen", bangt der blonde Engel. Ein schönes Beispiel, das Schule machen sollte!

 

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