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Die Killerhand

Blutunterlaufene Slacker-Slasher-Komödie, die diverse Genre-Vorbilder ausbeutet.


Die Killerhand

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Erhältlich seit:
08.03.2000

Originaltitel: Idle Hands

Horror/ Komödie

USA 1999
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 16

Devon Sawa
Seth Green
Elden Henson

Regie: Rodman Flender
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Die Killerhand

Anton, der am liebsten vor dem Fernseher sitzt, Joints dreht und ansonsten gar nichts tut, wacht eines Morgens an Halloween auf und muss erkennen, dass seine Eltern einem Mörder zum Opfer gefallen sind. Als wenig später auch noch seine beiden Highschool-Kumpels auf das Gruseligste ins Jenseits befördert werden, wird Anton klar, dass er selbst für die Bluttaten verantwortlich ist, besser gesagt, seine rechte Hand. Sie führt auch nach der Entdeckung ihr teuflisches Eigenleben weiter und macht auch vor Antons Freundin Molly nicht halt.

Bizarre, schwarzhumorige Horror-Komödie des Roger-Corman-Schülers Rodman Flender, der sich hier bei diversen Teen-Gruselfilmen der jüngeren Vergangenheit bedient und auch vor Zitaten aus Klassikern wie "Addams Family" oder "Braindead" nicht halt macht. In den Hauptrollen mit Jungstars wie Devon Sawa ("Casper") oder Seth Green ("Austin Powers") adäquat besetzt und mit einem hippen Soundtrack garniert, dürfte die Splatter-angereicherte Schockersatire vor allem bei echten Camp-Fans auf Begeisterung stoßen.

Die Killerhand

Bekanntermaßen soll Müßiggang aller Laster Anfang sein. Dieses alte Sprichwort dient nun als Grundkonzept für die schrill-überzogene Horrorteenkomödie, in der die Hand eines stinkfaulen Kiffers vom Teufel besessen wird. Statt verbaler Gewitztheiten à la "Scream" setzte Regisseur Rodman Flender vornehmlich auf bluttriefende Goregags, ohne seinem Stoff essentiell Neues abzugewinnen.

Am amerikanischen Boxoffice umwehte die splatterangereicherte Schockersatire denn auch kommerzielle Grabeskälte, da nicht nur die Horrorwelle zusehends am verebben ist, sondern auch der Start kurz nach dem Littleton-Massaker denkbar ungünstig gewählt war. Doch Zartfühligkeit und guter Geschmack gehören nun wahrlich nicht zu den Anliegen von Regisseur Flender, bei dem es sich immerhin um einen Protegé von Roger Corman handelt, dem Großmeister des ökonomisch inszenierten B-Movies, der auch Größen wie Francis Ford Coppola oder Jonathan Demme entdeckte und förderte. Die ironische Story dreht sich um den lethargischen Marihuana-Dauerkonsumenten Anton (Devon Sawa), der auf seiner Couch vor dem Fernseher festgewachsen zu sein scheint. Selbst als seine Eltern spurlos verschwinden, reißt ihn dies nicht aus seiner tumben Tranigkeit. Erst als seine beiden Kifferkumpel (Seth Green aus "Austin Powers" und Elden Henson aus "The Mighty") als Zombies - "American Werwolf" läßt grüßen - bei ihm aufkreuzen, dämmert ihm langsam, daß er, beziehungsweise seine Hand, etwas mit den Morden zu tun haben könnte. Da ihm seine Rolle als Handlanger des Höllenfürsten nicht gelegen kommt, beschließt er, sein gruseliges Gliedmaß abzutrennen. Doch wie ihr Gegenstück in "Addams Family" mit krabbeligem Eigenleben ausgestattet, setzt das eiskalte Händchen seine teuflischen Fingerübungen fort und will beim Schulabschlußball Antons Freundin (Jessica Alba) mehr als nur an die Wäsche gehen. Doch dann tritt in Gestalt von Vivica A. Fox eine schlagkräftige Damönenjägerin auf den Plan.

Antons Zombie-Kumpel liefern die optischen Witze: dem einen ragt eine abgebrochene Bierfalsche aus der Stirn, und der andere durchspielt die diversen Szenarien des Mannes mit abgetrennten Kopf durch - Peter Jacksons "Braindead" läßt grüßen. Sawa legt Slapstick im Stil von Steve Martin hin, wenn seine mörderische Hand den Rest seines Körpers zu beherrschen versucht. Die Poppunkband The Offspring absolviert einen Auftritt beim Abschlußball, wobei Sänger Hollander seine gestachelten Haare über die Ohren gezogen bekommt. Manchmal ist das ganz witzig, aber insgesamt überwiegen die Blindgänger in einem Film, der sich zumeist nicht gant in Klaren darüber zu sein scheint, warum es ihn gibt. ara.

Darsteller:  Devon Sawa   als Anton
  Seth Green   als Mick
  Elden Henson   als Pnub
  Jessica Alba   als Molly
  Christopher Hart   als Hand
  Vivica A. Fox   als Debi
  Jack Noseworthy   als Randy
  Katie Wright   als Tanya
  Sean Whalen   als McMacy
  Nicholas Sadler   als Ruck
  Fred Willard   als Vater
  Connie Ray   als Mutter
 
Regie:  Rodman Flender  
Buch:  Terri Hughes  
  Ron Milbauer  
Musik:  Graeme Revell  
Kamera:  Christopher Baffa  
Produzent:  Andrew Licht  
  Jeffrey A. Mueller  
  Suzanne Todd  
  Jennifer Todd  
 

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