DVD Kaufvideo

Die Kunst des negativen Denkens

Schonungslos schwarze Komödie, die mit falschem Mitleid und politisch korrekten Lösungsansätzen im Umgang mit Behinderten aufräumt.


Die Kunst des negativen Denkens

Kaufvideo

Erhältlich seit:
26.06.2009

Originaltitel: Kunsten å tenke negativt

Komödie/ Drama

Norwegen 2006
Laufzeit: 76 Min.
FSK: ab 12

Fridtjov Såheim
Kirsti Eline Torhaug
Henrik Mestad

Regie: Bård Breien
Capelight Pictures

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Ein Rollifahrer begegnet einer Bande Gutmenschen mit Sarkasmus. Attacke auf notorische Rosarot-Seher!

Die gute Laune überträgt sich nicht (Foto: Kool) Großansicht

Die gute Laune überträgt sich nicht (Foto: Kool)

Seit er an den Rollstuhl gefesselt ist, sieht der 33-jährige Geirr (Fridtjov Saheim) die Welt in den schwärzesten Farben, dröhnt sich mit Joints zu und hört Johnny Cash. Seine üble Laune treibt seine fürsorgliche Freundin Ingvild (Kirsti Eline Torhaug) zur Verzweiflung, sie bittet Gruppentherapeutin Tori (Kjersti Holmen) um Hilfe.

Mit strikt positivem Denken wollen sie und ihr Trupp vorbildlicher Behinderter Geirr zum Umdenken bringen. Doch der dreht den Spiess kurzerhand um und zeigt ihnen seine Lebenseinstellung. Nach einer wüsten Nacht voller Sex, Drugs & Rock'n'Roll sieht die Welt für alle anders aus.

Geirr hat seine eigenen Methoden, um Spaß zu haben (Foto: Kool) Großansicht

Geirr hat seine eigenen Methoden, um Spaß zu haben (Foto: Kool)

Es wird abgerechnet

Regisseur Bård Breien und Produzent Dag Alveberg ("Elling") liefern eine kompromisslose Abrechnung mit lösungsorientierten Methoden und falschem Mitleid ab. Die schwärzeste Komödie seit "Harold und Maude"!

Die Kunst des negativen Denkens

"Thinking Positive" ist nicht gerade gefragt in dieser rabenschwarzen Komödie, die politisch unkorrekt mit beißenden Wahrheiten die Grenze zwischen "normal" und "behindert" auslotet.

Hinter dem Projekt steckt "Elling"-Produzent Dag Alveberg, da sind die Erwartungen nach abseitigem Humor groß. Der norwegische Regisseur Bård Breien erfüllt sie in seinem ersten abendfüllenden Spielfilm mit Lust am Negativen und lässt erst einmal Gruppentherapeutin Tori samt ihrer Truppe von Behinderten aufmarschieren, die unheimlich gut drauf sind. Wenn sie es mal kurz nicht so toll finden, sich nicht frei bewegen zu können, dürfen sie ihre negativen Gedanken im flott gehäkelten Kotzbeutel symbolisch entsorgen. Auch ein Strafzettel kann die gute Laune nicht trüben, der wird ja "aus der Gemeindekasse bezahlt". Sie sind auf dem Weg zu Geirr, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und seine Frau schikaniert, die in ihrer Verzweiflung Tori und ihre vom Schicksal gebeutelten Schützlinge kommen lässt. Doch mit Therapie hat Geirr nun rein gar nichts im Sinn. Er hört lieber Johnny Cash, raucht fette Joints, zieht sich Kriegsfilme rein und torpediert jede gut oder falsch gemeinte Hilfe. Er pocht darauf, dass es ihm trotz guter Versicherung, hübschem Häuschen und liebender Gattin am dreckigsten geht. Geirr irritiert die Leidensgenossen mit seinem offensiven Umgang mit der Situation und seinem Sarkasmus. Er hetzt das Feelgood-Kommando zum Aufstand gegen die ständig Verständnis heuchelnde Psychodame auf, die bei so viel Gegenwind die Flucht ergreift. Jetzt ist der Weg frei, "Tabula Rasa" zu machen. Anfänglichen Sticheleien folgen harte Geschütze, da werden keine Höflichkeiten mehr ausgetauscht, sondern Bösartigkeiten, sich gegenseitig seelische Verletzungen zugefügt, die aber wie ein reinigendes Gewitter wirken. Niedertracht als Medizin für psychische und physische Defizite, die "Kunst des negativen Denkens" als Aphrodisiakum. Auch die "gesunden" Partner kommen nicht ungeschoren davon. Wenn am nächsten Morgen alle ihre Wunden geleckt und Lehrgeld bezahlt haben, erholen sich die Kämpfer nach der Konfrontation beim gemeinsamen Kuchen, ohne die Konflikte ad acta zu legen. Trotz angedeuteter Versöhnung rechnet dieser Affront kompromisslos mit so genannten lösungsorientierten Methoden und lächerlichem Mitleid ab. mk.

Die Kunst des negativen Denkens

Geirr, 33, steht auf Weltuntergangs-Kino und fette Joints. Dazu dröhnt düster Johnny Cash aus den Boxen - denn Geirr sieht die Welt in schwärzesten Farben, seit er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Seine Freundin Ingvild hält die üble Laune bei aller Liebe kaum noch aus und lädt darum die Gruppentherapeutin Tori samt ihrer Truppe vorbildlich Behinderter ein, alle mit zuckersüßem Lächeln und eiserner Hand darauf getrimmt, ihr Schicksal "positiv" zu sehen. Als das Feelgood-Kommando gegen Geirrs Widerstand die Villa entert, dreht er den Spieß um und pariert Toris Psycho-Phrasen mit rabenschwarzem Sarkasmus und schlagenden Argumenten. Bald kommt es zum Aufstand gegen die Sozialdompteuse und alle verordnete Heuchelei. Dies ist die Stunde der beißenden Wahrheiten, eine Nacht der anarchischen Lebenslust, rückhaltlosen Konfrontationen und unerwarteten Einsichten. Als der Morgen anbricht, sehen sie die Welt in einem anderen Licht...

Quelle: Capelight

Darsteller:  Fridtjov Såheim   als Geirr
  Kirsti Eline Torhaug   als Ingvild
  Henrik Mestad   als Der schöne Gard
  Marian Saastad Ottesen   als Marte
  Per Schaaning   als Asbjorn
  Kari Simonsen   als Lillemor
  Kjersti Holmen   als Tori
 
Regie:  Bård Breien  
Buch:  Bård Breien  
Musik:  Stein Berge Svendsen  
Kamera:  Gaute Gunnari  
Produzent:  Dag Alveberg  
 

Die Kunst des negativen Denkens in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features