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Kaufvideo
Erhältlich seit:
26.06.2009
Originaltitel: Kunsten å tenke negativt
Norwegen 2006
Laufzeit: 76 Min.
FSK: ab 12
Fridtjov Såheim
Kirsti Eline Torhaug
Henrik Mestad
Regie: Bård Breien
Capelight Pictures

"Thinking Positive" ist nicht gerade gefragt in dieser rabenschwarzen Komödie, die politisch unkorrekt mit beißenden Wahrheiten die Grenze zwischen "normal" und "behindert" auslotet.
Hinter dem Projekt steckt "Elling"-Produzent Dag Alveberg, da sind die Erwartungen nach abseitigem Humor groß. Der norwegische Regisseur Bård Breien erfüllt sie in seinem ersten abendfüllenden Spielfilm mit Lust am Negativen und lässt erst einmal Gruppentherapeutin Tori samt ihrer Truppe von Behinderten aufmarschieren, die unheimlich gut drauf sind. Wenn sie es mal kurz nicht so toll finden, sich nicht frei bewegen zu können, dürfen sie ihre negativen Gedanken im flott gehäkelten Kotzbeutel symbolisch entsorgen. Auch ein Strafzettel kann die gute Laune nicht trüben, der wird ja "aus der Gemeindekasse bezahlt". Sie sind auf dem Weg zu Geirr, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und seine Frau schikaniert, die in ihrer Verzweiflung Tori und ihre vom Schicksal gebeutelten Schützlinge kommen lässt. Doch mit Therapie hat Geirr nun rein gar nichts im Sinn. Er hört lieber Johnny Cash, raucht fette Joints, zieht sich Kriegsfilme rein und torpediert jede gut oder falsch gemeinte Hilfe. Er pocht darauf, dass es ihm trotz guter Versicherung, hübschem Häuschen und liebender Gattin am dreckigsten geht. Geirr irritiert die Leidensgenossen mit seinem offensiven Umgang mit der Situation und seinem Sarkasmus. Er hetzt das Feelgood-Kommando zum Aufstand gegen die ständig Verständnis heuchelnde Psychodame auf, die bei so viel Gegenwind die Flucht ergreift. Jetzt ist der Weg frei, "Tabula Rasa" zu machen. Anfänglichen Sticheleien folgen harte Geschütze, da werden keine Höflichkeiten mehr ausgetauscht, sondern Bösartigkeiten, sich gegenseitig seelische Verletzungen zugefügt, die aber wie ein reinigendes Gewitter wirken. Niedertracht als Medizin für psychische und physische Defizite, die "Kunst des negativen Denkens" als Aphrodisiakum. Auch die "gesunden" Partner kommen nicht ungeschoren davon. Wenn am nächsten Morgen alle ihre Wunden geleckt und Lehrgeld bezahlt haben, erholen sich die Kämpfer nach der Konfrontation beim gemeinsamen Kuchen, ohne die Konflikte ad acta zu legen. Trotz angedeuteter Versöhnung rechnet dieser Affront kompromisslos mit so genannten lösungsorientierten Methoden und lächerlichem Mitleid ab. mk.
Geirr, 33, steht auf Weltuntergangs-Kino und fette Joints. Dazu dröhnt düster Johnny Cash aus den Boxen - denn Geirr sieht die Welt in schwärzesten Farben, seit er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Seine Freundin Ingvild hält die üble Laune bei aller Liebe kaum noch aus und lädt darum die Gruppentherapeutin Tori samt ihrer Truppe vorbildlich Behinderter ein, alle mit zuckersüßem Lächeln und eiserner Hand darauf getrimmt, ihr Schicksal "positiv" zu sehen. Als das Feelgood-Kommando gegen Geirrs Widerstand die Villa entert, dreht er den Spieß um und pariert Toris Psycho-Phrasen mit rabenschwarzem Sarkasmus und schlagenden Argumenten. Bald kommt es zum Aufstand gegen die Sozialdompteuse und alle verordnete Heuchelei. Dies ist die Stunde der beißenden Wahrheiten, eine Nacht der anarchischen Lebenslust, rückhaltlosen Konfrontationen und unerwarteten Einsichten. Als der Morgen anbricht, sehen sie die Welt in einem anderen Licht...
Quelle: Capelight
| Darsteller: | Fridtjov Såheim | als Geirr | |
|---|---|---|---|
| Kirsti Eline Torhaug | als Ingvild | ||
| Henrik Mestad | als Der schöne Gard | ||
| Marian Saastad Ottesen | als Marte | ||
| Per Schaaning | als Asbjorn | ||
| Kari Simonsen | als Lillemor | ||
| Kjersti Holmen | als Tori | ||
| Regie: | Bård Breien | ||
| Buch: | Bård Breien | ||
| Musik: | Stein Berge Svendsen | ||
| Kamera: | Gaute Gunnari | ||
| Produzent: | Dag Alveberg | ||
Die Kunst des negativen Denkens in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Norwegisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Making Of, Interviews, Kinotrailer
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