DVD Kaufvideo

Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

Herausragender Sportfilm, der einen Blick hinter die Kulissen des Millionengeschäfts Baseball wirft und das packende Porträt eines Mannes zeichnet, der gegen alle widerstände alles auf eine Karte setzt.


Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

Kaufvideo

Erhältlich seit:
21.06.2012

Originaltitel: Moneyball

Drama/ Sport

USA 2011
Laufzeit: 128 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Brad Pitt
Jonah Hill
Ken Medlock

Regie: Bennett Miller
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

Nach der Baseball-Saison fällt die knapp gescheiterte Mannschaft der Oakland A's auseinander. Teammanager Billy Beane muss ein neues Team bilden, hat dafür aber nur begrenzte finanzielle Ressourcen zur Hand. Zufällig lernt er den Wirtschaftsanalysten Peter Brand kennen, der ein, wie er glaubt, todsicheres System entwickelt hat, mit Computerstatistiken eine perfekte Mannschaft ohne Stars aufzubauen. Beane vertraut dem jungen Mann und setzt dessen System gegen alle Widerstände durch. Erfolge wollen sich zunächst nicht einstellen.

Nach Vorlage des Tatsachenromans von Michael Lewis ist Bennett Miller in seinem ersten Film seit "Capote" von 2005 eine Art "Social Network" des Baseballfilms gelungen - ein von der ersten Minute an packendes Filmereignis, das einen Blick hinter die Kulissen der Maschine Baseball wagt, das aber nur als Grundlage nutzt für das ergreifende Porträt eines Mannes, der keine Chance hat, sie aber nutzt. Brad Pitt setzt hundert Prozent seiner Starpower und ist im Robert-Redford-Sunnyboy-Modus besser denn je.

Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

Baseballfilme stehen in den deutschen Kinos nicht gerade im Ruf, in der Beliebtheit des Publikums weit oben zu rangieren. Wenn es einem Film gelingen kann, die Begeisterung doch noch zu entfachen, dann ist es "Die Kunst zu gewinnen", Bennett Millers erste Regiearbeit seit seinem erstaunlichen Debüt "Capote", weil man kein Regelwerk beherrschen muss und es auch gar nicht um Baseball an sich geht. Vielmehr ist es ein entlarvender, immer etwas belustigter Blick auf das Geschehen hinter den Kulissen - der "Social Network" des Sportfilms, der das Räderwerk der Maschine Baseball auseinandernimmt und darin eine bemerkenswerte Geschichte über einen Mann entdeckt, der sein ganzes Leben nie gelebt hat als wäre es sein Eigenes, um nun bei der Durchsetzung einer scheinbar verrückten Idee zu sich selbst zu finden.

Basierend auf dem Tatsachenroman von Michael Lewis, erzählt "Die Kunst zu gewinnen" die wahre Geschichte von Billy Beane, einst eine große Baseballhoffnung, die es nie zu etwas gebracht hat und nun als Baseballmanager dazu verdammt ist, bei einem Team zu arbeiten, das mit den Großen konkurrieren soll, dafür aber nur ein Budget zur Verfügung hat, mit dem die Konkurrenz die Spesenkosten decken würde.

Die Oakland A's standen kurz vor einem großen Erfolg, nun droht der Ausverkauf, das Team zerbricht. Und Beane muss eine neue Mannschaft präsentieren, nur fehlen ihm die Mittel. Zufällig stößt er bei einem Treffen mit den Cleveland Indians auf einen jungen Analysten, Peter Brand, der Beane ein völlig neues System präsentiert, wie man Mannschaften zusammensetzt: Nicht auf Bauchgefühl, Erfahrung und extensives Scouting kommt es an, sondern einfach auf die Auswertung von Computeranalysen. Gegen den Druck des eigenen Vereins drückt Beane die Moneyball-Idee durch - und steht erst einmal allein da.

Einer gegen Alle - das ist der Stoff, aus dem große Filme gemacht werden. "Die Kunst zu gewinnen" liefert Einblicke in die Führung eines Baseballvereins, die der moderner Fußballvereine nicht unähnlich ist und deshalb für Sportfans spannend sein sollte - und beschert dem Film eine hinreißende zehnminütige Szene, in der Brad Pitt am Telefon mit drei anderen Mannschaften jongliert, um seine Wunschspieler zusammen zu bekommen. Aber ansonsten ist das nur Überbau für die Geschichte eines Außenseiter, der sich gegen das System nicht nur auflehnt, sondern es komplett verändern will. Und für Brad Pitt - in entspanntem, in jeder Szene gewinnenden Robert-Redford-Superstar-Modus - ist es die Gelegenheit für ein hinreißendes Porträt eines Mannes, der alles auf eine Karte setzt und gegen alle Widerstände auf den gewählten Weg vertrauen muss, weil es keine andere Alternative gibt. Jonah Hill ist als dicker Nerd Brand der ideale Sidekick, sorgt für Humor und ist als Neuling im Baseball Augen und Ohren des Publikums, die mit einer ihm fremden Welt vertraut gemacht werden. Das ist spannend, hat Herz und Humor und ausreichend Drama, um nachhaltig nachzuwirken. ts.

Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

Billy Beane (Brad Pitt), General Manager von Oakland A, fordert das System und seine konventionellen Methoden heraus, als er sein bereits abgeschriebenes Team mit knappem Budget neu formieren muss. Trotz Widerstands seitens der Traditionalisten, der Presse, der Fans und des eigenen Field Managers (Philip Seymour Hoffman) stellt Beane mithilfe eines jungen Wirtschaftswissenschaftlers und Yale-Absolventen (Jonah Hill) eine Mannschaft voller Außenseiter auf...und revolutioniert damit für immer die Welt des Baseballs.

Quelle: Sony Pictures

- Entfallene Szenen
- Billy Beane: Baseball-Revolutionär
- Versprecher mit Brad Pitt und Jonah Hill
- Moneyball: Das Spiel - ein umfassender Blick hinter die Kulissen bei
der Entstehung von "Moneyball"

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Brad Pitt   als Billy Beane
  Jonah Hill   als Peter Brand
  Ken Medlock   als Grady Fuson
  Philip Seymour Hoffman   als Art Howe
  Chris Pratt   als Scott Hatteberg
  Kerris Dorsey   als Casey
  Robin Wright   als Sharon
  Stephen Bishop   als David Justice
  Brent Jennings   als Ron Washington
 
Regie:  Bennett Miller  
Buch:  Steven Zaillian  
  Stephen J. Rivele  
  Aaron Sorkin  
  Christopher Wilkinson  
Musik:  Mychael Danna  
Kamera:  Wally Pfister  
Produzent:  Michael De Luca  
  Rachael Horovitz  
  Brad Pitt  

Oscars: "The Artist" und Meryl Streep große Sieger

Ich habe einen Oscar! Ich … ich habe meine Dankesrede vergessen!

Von der Academy mehrfach gewürdigt: Das Stummfilm-Kunstwerk "The Artist" und Meryl Streeps "Die Eiserne Lady". (Foto: ©A.M.P.A.S) Großansicht

Von der Academy mehrfach gewürdigt: Das Stummfilm-Kunstwerk "The Artist" und Meryl Streeps "Die Eiserne Lady". (Foto: ©A.M.P.A.S)

Regisseur Michel Hazanavicius ging es wie den Helden seines Films - er war sprachlos! Sein Filmkunstwerk "The Artist" um eine Liebe in den letzten Tagen des Stummfilms ist von der Academy überraschend mit 5 Oscars zum meistprämierten Film gekürt worden - darunter Preise in allen drei "Königskategorien": Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller!

Doch der Franzose mit litauischen Vorfahren fand seine Sprache bald wieder, hielt eine überschwängliche Dankesrede und endete mit Worten, so poetisch wie sein Filmkunstwerk: "Im Film geht es um das Leben. Und an manchen Tagen ist das Leben wunderbar. Heute ist solch ein Tag. Danke! Danke!"

Ebenfalls fünf Oscars gingen an Martin Scorseses Verfilmung des Kultkinderbuchs "Hugo Cabret". Allerdings gab's die Goldjungs ausnahmslos in Bereichen, die in Hollywood eher zu den Nebenkategorien gezählt werden: Kamera, Visual Effects (hier stach man etwas überraschend den Blockbuster "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" aus), Ausstattung, Ton und Tonschnitt. Damit war Martin Scorsese eher einer der Verlierer des Abends.

Die Veteranin als heulender Backfisch

Ganz anders Academy-Liebling Meryl Streep. Auch sie hatte zu den Oscar-Favoriten gezählt, doch ihr Traum erfüllte sich auch: Streeps fast schon gespenstisch gute Leistung als britische Ex-Premierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" brachte ihr bei der siebzehnten (!) Nominierung erwartungsgemäß endlich den dritten Oscar nach "Kramer gegen Kramer" und "Sophies Entscheidung".

Überraschenderweise verlor die Veteranin auf der Bühne des Kodak Theatre nach einem launigen Einstieg in ihre Dankesrede ("Ganz Amerika denkt sich jetzt 'Oh nein, nicht sie schon wieder'"!) komplett die Fassung und brach - unter stehenden Ovationen - in Tränen aus: "Ich werde wahrscheinlich nicht noch einmal hier oben stehen, also danke an Euch alle!" Trotz ihrer überragenden mimischen Leistung dankte Meryl Streep auch ihren Maskenbildnern, die ebenfalls einen Oscar erhielten.

Charmanter Franzose, geschasste US-Superstars

Kollege Jean Dujardin, der als Stummfilmstar in "The Artist" wirklich alle darstellerischen Register zieht, machte es dagegen kurz: "Ich liebe Euer Land!", schmeichelte er französisch-charmant dem Auditorium in Los Angeles, das eher mit George Clooney als Sieger für seine Rolle als überforderter Vater in "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" gerechnet hatte. Clooney durfte sich aber zumindest über einen Drehbuch-Oscar für "The Ides of March" freuen.

Eine herbe Enttäuschung war die Oscar-Verleihung sowohl für Steven Spielbergs Kriegspferd-Epos "Gefährten" wie auch "Moneyball" mit Brad Pitt als revolutionärem Baseball-Coach. Trotz sechs Nominierungen gingen beide Filme komplett leer aus -weil in den entsprechenden Kategorien zumeist entweder "Hugo Cabret" oder "The Artist" punkteten.

Lange Gesichter in Deutschland

Auch aus deutscher Sicht boten die 84. Academy Awards keinen Grund zum Feiern. Für den Auslands-Oscar war der deutsche Vorschlag "Pina" gar nicht erst nominiert worden, hier machte erwartungsgemäß erstmals ein iranischer Beitrag das Rennen, "Nader und Simin - Eine Trennung". Aber als beste Doku war Wim Wenders' lyrisches 3D-Juwel um das Schaffen der verstorbenen Choreographie-Legende Pina Bausch nominiert und als Sieg-Kandidat gehandelt worden. Hier machte aber der US-Beitrag "Undefeated" um den Aufstieg eines erfolglosen Football-Teams das Rennen.

Die deutsche Kostümbildnerin Lisy Christl ("Anonymus") musste sich den Oscar-Abonnenten Dante Ferretti und Francesca Lo Schiavo für "Hugo Cabret" geschlagen geben und der deutsche Kurzfilm "Raju" zog gegen "The Shore" um eine Freundschaft im Nordirlandkonflikt den Kürzeren. Zumindest waren aber die deutschen Effektkünstler Alex Henning und Ben Grossmann von der Frankfurter Firma Pixomondo am Visual-FX-Oscar für "Hugo Cabret" beteiligt.

82 Jahre Übung für eine Dankesrede

Als ältester Schauspieler aller Zeiten gewann Christopher Plummer einen Oscar als Nebendarsteller in "Beginners". Der 82-Jährige erlebt im Film von Mike Mills zum Erstaunen seines Sohnes (Ewan McGregor) ein spätes Coming Out. Die Dankesrede des Veteranen zählte zu den absoluten Highlights der diesjährigen Academy Awards. Mit Blick auf die Oscar-Statue in seinen Händen begann Christopher Plummer:

"Mann, Du bist nur zwei Jahre älter als ich, wo warst Du nur die ganze Zeit?!?" Dann wandte er sich ans Publikum: "Wisst ihr, schon als ich aus der Gebärmutter meiner Mutter kam, habe ich diese Dankesrede einzuüben begonnen. Zu Eurem Glück ist das jetzt so lange her, dass ich sie inzwischen vergessen habe. Also: Danke!"

Feucht wie einst Halle Berry

Den Preis für die beste weibliche Nebenrolle überreichte Batman Christian Bale an Octavia Spencer, die in "The Help" eine mutige schwarze Haushaltsgehilfin spielt. Die Gewinnerin nutzte die Chance für einen Flirt: "Danke, dass ihr mich neben den heißesten Typen im Raum gestellt habt!" Spencers Dankesrede ersoff dann aber fast komplett in einer Tränenflut, die Halle Berry alle Ehre machte. Die letzten Worte "Danke… Welt!" konnte man nur noch erahnen.

Zum besten Animationsfilm wurde erwartungsgemäß "Rango" gekürt - eine besondere Genugtuung für Regisseur Gore Verbinski, der in Hollywood wegen seiner drei "Fluch der Karibik"-Filme als Popcorn-Filmemacher verschrien gewesen war. Er dankte überschwänglich Johnny Depp, der im Original dem titelgebenden Wildwest-Chamäleon seine Stimme leiht.

Trapez- und Sprach-Akrobatik

Als großes Highlight war eine Performance der legendären Artisten des Cirque du Soleil angekündigt worden - auch, weil mit 50 Künstlern die größte Truppe für einen Einzelauftritt der Truppe bereit stand. Die Hommage an Filmklassiker wie Hitchcocks "Verdacht" oder "King Kong" wirkte aber recht konventionell, trotz hoch in der Kuppel des Kodak Theatre schwebender Trapeze.

Erwartet souverän agierte Moderator Billy Crystal, der nur Notnagel war, nachdem das eigentlich vorgesehene Duo von Moderator Eddie Murphy und Produzent Brett Ratner wegen rassistischer Entgleisungen Ratners gehen musste. So kündigte Crystal den von seiner Krebserkrankung sichtbar erholten Michael Douglas als Präsentator für den Regie-Oscar mit den Worten an: "He occupied Wall Street, long before that was cool - Er besetzte die Wall Street, lange bevor das als cool galt!"

Und Crystal, der schon zum neunten Mal Oscar-Gastgeber war, lieferte den besten Trost für alle Verlierer des Abends, indem er die Bedeutung der Preisverleihung mit den ironischen Worten relativierte: "Nichts lenkt einen besser von den Wirtschaftskrisen in aller Welt ab, als einem Haufen Millionäre dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig goldene Statuen in die Hand drücken…"

Oscars 2012 - Alle Infos, Bilder und Hintergründe


» Alle Oscar-Gewinner im Überblick

» Alle Oscar-Nominierungen im Überblick

» Die Favoriten nach den Nominierungen

 

Die Kunst zu gewinnen - Moneyball in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter
 

Star

Brad Pitt

Vom Teenie-Schwarm zum populären Weltstar gelang Brad Pitt eine außergewöhnliche Filmkarriere. Der blonde, hochgewachsene und sportliche Schauspieler...

 

Star

Jonah Hill

Amerikanischer Schauspieler und Drehbuchautor. Stoneface mit Lockenkopf und ohne Probleme mit der Übergewichtigkeit, gehört Jonah Hill, der als...