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Die Legende von Pinocchio

Innovative Verfilmung von Carlo Collodis klassischer Kindergeschichte über die zum Leben erweckte Holzpupppe.


Die Legende von Pinocchio

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Erhältlich seit:
09.01.2007

Originaltitel: The Adventures of Pinocchio

Kinderfilm/ Fantasy

Großbritannien/Frankreich/Deutschland 1996
Laufzeit: 91 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Martin Landau
Geneviève Bujold
Udo Kier

Regie: Steve Barron
Cine Plus Entertainment

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Die Legende von Pinocchio

Meister Gepetto verehrt Leona, doch diese will ihn nicht erhören. Die von ihm geschnitzte Holzpuppe wird durch die magische Kraft dieser Liebe allerdings zum Leben erweckt. Getauft auf den Namen Pinocchio stellt sie schon bald allerlei Unsinn an und bringt ihren gutmütigen Schöpfer ins Gefängnis. Daraufhin gerät der kleine Bengel in die Fänge des niederträchtigen Schaustellers Lorenzini. Als der ihm befiehlt, alle alten Marionetten zu verbrennen, flieht Pinocchio und landet in dem verzauberten Vergnügungspark Terra Magica.

Nach der Romanvorlage von Carlo Collodi hat Regisseur Steve Barron ("Die Coneheads") einen liebevollen Kinderfilm in Szene gesetzt, dessen Hauptfigur erstmals mit einer computergesteuerten Puppe besetzt wurde. In einigen Szenen leicht von der Original-Story abweichend, überzeugt diese sechste "Pinocchio"-Adaption durch stilsicher-märchenhaftes Ambiente, prachtvolle Optik und glänzende Schauspielerleistungen seitens Martin Landau ("Ed Wood") und Udo Kier ("Vernetzt"). Ein Fantasy-Abenteuer mit Klasse.

Die Legende von Pinocchio

Carlo Collodis klassische Kindergeschichte von der zum Leben erweckten Holzpuppe mit der langen Lügennase erlebt nach drei Zeichentrickversionen (darunter Disneys zeitloser Familienfavorit von 1940), einer Musical-Variante (1976) und einer TV-Adaption (1972) in einer ambitionierten internationalen Coproduktion ein erneutes Revival. Neu ist dabei, daß der Part des hölzernen Protagonisten von einer exzellent realisierten animatronischen Puppe aus Jim Hensons Creature Shop ("Die Muppets") bestritten wird.

Diese wurde nach dem Vorbild ihres Sprechers, dem Teenagerschwarm Jonathan Taylor Thomas aus der TV-Kultsitcom "Home Improvement", schnukkelig und mit einer verblüffenden Skala an Emotionen modelliert. Thomas tritt zudem während der letzten Filmminuten als menschliche Inkarnation des Lausebengels auf. In Szene gesetzt wurde der aufwendig ausgestattete und schön kostümierte Märchenfilm von Steve Barron ("Turtles"), der neben drei weiteren Autoren auch das Drehbuch mitverfaßte. Alle Grundelemente der Originalstory, wie der einsame Puppenschnitzer und Pinocchio-Papa Gepetto (Oscar-Preisträger Martin Landau), die sprechende Heuschrecke, die "James und der Riesenpfirsich" entsprungen sein könnte, die Verwandlung von kleinen Jungen in Esel und die Episode im Walmagen, sind erhalten geblieben. Dennoch bewahrten sich die Filmemacher ein gehöriges Maß an kreativer Freiheit, was diversen fantasievollen Szenen Vorschub leistet.

Der von Gepetto geschnitzte Pinocchio wird nicht wie üblich von einer guten Fee, sondern aufgrund der magischen Kraft der (unerfüllten) Liebe Gepettos zu Leona (Genvieve Bujold) zum Leben erweckt. Der herzige Holzkopf veranstaltet alsbald allerlei Unfug, und sein kulinarischer Selbstbedienungsausflug in die örtliche Konditorei führt zu Chaos und der Verhaftung seines Papas. Pinocchio wird daraufhin in die "Obhut" des diabolisch-durchtriebenen Lorenzini (Udo Kier superb als satanischer Widerling) genommen, der unfaßbar grausame Pläne hat.

Roy Scheider und Bebe Neuwirth fungieren als karikiert böses Gaunerpaar, die dem leichtgläubigen Pinocchio dessen Münzen abluchsen und für heitere Auflockerung zuständig sind. Optisch und dramaturgisch besonders beeindruckend sind die Szenen im Puppentheater und der anarchische Rummelplatz Lorenzinis. Als passende Kulisse für die im 19. Jahrhundert angesiedelte Geschichte wurde die tschechische Stadt Cesky Krumlov ausgewählt. Kameramann Juan Ruiz Anchia versteht es, mit sonnengoldenen Tönen ein märchenhaftes Ambiente zu kreieren. Gerade in Deutschland sollte sich mit der nötigen Unterstützung des Verleihs ein großes Kinderpublikum finden lassen, die die seit Generationen fesselnde Moralgeschichte - Du sollst lernen und Deine Eltern ehren - im neuen, optisch herausgeputzten Gewands begutachten will. ara.

Die Legende von Pinocchio

Geppetto, der alte einsame Marionettenschnitzer, staunt nicht schlecht, als eine seiner Puppen zum Leben erwacht. Als der kleine Kerl auch noch beginnt, sich wie ein echter Junge zu bewegen, zu sprechen und die Welt zu erkunden, verändert sich Geppettos Leben von Grund auf. Doch das ist erst der Anfang einer abenteuerlichen Odyssee, an deren Ende sich Pinocchios

Wunsch erfüllen soll, ein richtiger Junge aus Fleisch und Blut zu werden.

Quelle: Cine Plus

Darsteller:  Martin Landau   als Geppetto
  Geneviève Bujold   als Leona
  Udo Kier   als Lorenzini
  Bebe Neuwirth   als Felinet
  Rob Schneider   als Volpe
  Corey Carrier   als Lampwick
  Marcello Magni  
  Dawn French  
  Richard Claxton  
  Griff Rhys Jones  
  John Sessions  
 
Regie:  Steve Barron  
Buch:  Sherry Mills  
  Steve Barron  
  Tom Benedek  
  Barry Berman  
Musik:  Rachel Portman  
Kamera:  Juan Ruiz-Anchia  
Produzent:  Raju Patel  
  Jeffrey M. Sneller  
 

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Martin Landau

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