- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Kaufvideo
Erhältlich seit:
20.01.2012
Originaltitel: Die Lehrerin
Deutschland 2011
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 6
Anna Loos
Meret Becker
Axel Prahl
Regie: Tim Trageser
Studio Hamburg Enterprises

Gerade in den Hauptrollen herausragend gespieltes Drama über die Folgen eines Schülerattentats auf eine Lehrerin.
Lehrerin Katja ist vermutlich der Alptraum jedes konservativen Kollegiums: Progressive Pädagogen sind an deutschen Schulen ähnlich gefürchtet wie pathologisch renitente Schüler. Katjas Unterricht mag ja noch halbwegs dem Lehrplan gehorchen, aber einige ihrer Methoden sind durchaus unkonventionell: Ihre Klasse darf sie duzen, und in der Schule trägt sie grundsätzlich Hausschuhe, denn die seien "viel friedlicher". "Wir sind hier nicht im Frieden", antwortet Kollegin Andrea (Biologie und Chemie), und liegt damit richtiger, als ihr lieb ist: Eines Tages wird ausgerechnet Katja von einem bewaffneten Schüler lebensgefährlich verletzt.
All das erfährt man in einer langen Rückblende, in der die beiden Freundinnen zunächst als Gegenspielerinnen eingeführt werden: Andrea ist arbeitsmüde und findet Katjas Kapriolen ziemlich befremdlich. Die dominierende Zeitebene der Geschichte ist die Stille nach dem Schuss: Die gesamte Schule ist von einer Art Schockstarre befallen. Andrea übernimmt Katjas traumatisierte Klasse und bekämpft auf diese Weise auch ihre eigenen Schuldgefühle: Am Morgen des Unglückstages hatte Katja vorgeschlagen, spontan den Unterricht zu tauschen. Andernfalls läge jetzt Andrea im Koma. Unverdrossen besucht sie Katja im Krankenhaus. Ihrer Klasse versichert sie, Katja werde wieder gesund, sie rede täglich mit ihr, und tatsächlich sieht man sie immer wieder im imaginierten Gespräch mit der sterbenden Freundin.
Anna Loos und Meret Becker sind wunderbare Darstellerinnen für diese Rollen. Becker hatte naturgemäß die vermeintlich leichtere Aufgabe: Katja, dem Paradiesvogel, fliegen die Sympathien im Nu zu. Loos aber muss sich den Respekt erst erarbeiten. Auch ihr gelingt das buchstäblich spielerisch, weil Autorin Laila Stieler ("Die Polizistin"), bekannt für ihre unbequemen Stoffe, die Hauptfigur der Geschichte bemerkenswert differenziert gestaltet hat. Für Loos ist Andrea eine Rolle, von der Schauspielerinnen träumen, da sie praktisch das gesamte emotionale Spektrum abdeckt. Rein quantitativ hat Axel Prahl deutlich weniger Szenen, aber dramaturgisch ist der Psychologe Weininger das Zünglein an der Waage: weil sich die als Naturwissenschaftlerin in den Pragmatismus flüchtende Andrea mit seiner Hilfe endlich ihrem eigenen Trauma stellt.
Der wichtigste Beitrag von Regisseur Tim Trageser lag vermutlich in der Führung seiner Darsteller, denn die charakterlichen Details hat ja das Drehbuch vorgegeben. Loos und Becker ergänzen einander vortrefflich, aber ihre Leistung überrascht naturgemäß weniger als die Auftritte der Jugendlichen, die Trageser mit sicherer Hand leitet; ihre Leistungen sind ausnahmslos bemerkenswert. Die Nebenfiguren wirken zwar insgesamt etwas klischeehaft, aber bei der Klasse fällt das viel weniger ins Gewicht als beim Kollegium: Von den beiden Hauptfiguren abgesehen wirken sämtliche Lehrer wie Karikaturen. tpg.
Der erste Schultag nach den Sommerferien, das übliche Gesumm und Gewimmel in der Schule. Ein ehemaliger Schüler
betritt das Schulhaus mit einem Gewehr. Er schießt auf die beliebte Lehrerin Katja (Meret Becker), die schwerverletzt ins
Krankenhaus gebracht wird und ins Koma fällt. Nach Schock und Besinnung betreten Schüler und Lehrer wieder die
Schule. Doch wie geht es nun weiter? Die Lehrerin Drea (Anna Loos) übernimmt die traumatisierte Klasse ihrer Freundin.
Zunächst will sie die Kinder nur in einen geregelten Alltag zurückführen, tut das eigentlich nur Katja zuliebe, der sie sich
innerlich verpflichtet fühlt. Sie selbst wollte gerade kündigen, hatte - seit Jahren Lehrerin - die Nase gründlich voll von
diesem Beruf. Schüler wie Lehrer, die zwar körperlich unversehrt sind, müssen die Kraft finden , wieder "normal" zu
leben. Nicht zuletzt mit Hilfe des Psychologen Weininger (Axel Prahl).
Quelle: Studio Hamburg
| Darsteller: | Anna Loos | als Andrea "Drea" Liebnitz | |
|---|---|---|---|
| Meret Becker | als Katja | ||
| Axel Prahl | als Weininger | ||
| Ramona Kunze-Libnow | als Conny Peschke | ||
| Christina Große | als Frau Mohn | ||
| Julius Nitschkoff | als Nico | ||
| Leo Natalis | als Marc | ||
| Alicia Seyding | als Yasmin | ||
| Oskar Bökelmann | als Justin | ||
| Helene Luise Doppler | |||
| Sammy Scheuritzel | |||
| Peter Pauli | |||
| Johannes Richard Voelkel | |||
| Nicoline Schubert | |||
| Christine Schmidt-Schaller | |||
| Marie Rosa Tietjen | |||
| Regie: | Tim Trageser | ||
| Buch: | Laila Stieler | ||
| Musik: | Andreas Weidinger | ||
| Kamera: | Eckhard Jansen | ||
| Produzent: | Wolfgang Cimera | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 16:9
Star
Anna Loos
Ihre verschatteten Augen, der ausgeprägte Schmollmund und die üppigen Formen ihres Körpers prädestinieren sie für lasziv erotische Frauen, aber Anna...
Star
Meret Becker
Die Kindfrau des deutschen Films der 90er-Jahre, überrascht Meret Becker als kantige Lolita weniger mit verführerischer zielsicherer Strategie...
Registrieren


