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Kaufvideo
Erhältlich seit:
22.10.2010
Originaltitel: Charlotte Gray
Großbritannien/Australien/Deutschland 2001
Laufzeit: 116 Min.
FSK: ab 12
Cate Blanchett
Billy Crudup
Michael Gambon
Regie: Gillian Armstrong
Universum Film

Das mit "The Gift - Die dunkle Gabe" eingeläutete halbjährige Cate-Blanchett-Festival läuft nach "Banditen", "Der Herr der Ringe", "Heaven" und "Schiffsmeldungen" nun mit einem Resistancemelodram vorläufig aus. "Charlotte Gray" bleibt zeitgeschichtlich und atmosphärisch im Muster von "Enigma", lässt eine junge Britin im 2. Weltkrieg für den Geheimdienst arbeiten, kann aber trotz prominenter Besetzung und verführerischer Fotografie einige dramaturgische Misstöne nicht kaschieren.
Wenn eine blasse Inselblondine in Frankreich für die Widerstandsbewegung ihr Leben riskiert, erinnert das unweigerlich an Meryl Streep und "Eine demanzipierte Frau". Im Vergleich dazu erweist sich Fred Schepisis Verfilmung von David Hares Theaterstück als tiefgründigere, unbequemere Fragen stellende Variation eines verwandten Themas. Zeichnete Hare seine Protagonistin als Frau, die während des Kriegs intensiv, danach aber desillusioniert im Grunde kaum noch lebte, ist für Charlotte Gray diese Erfahrung ein Weg zur persönlichen Reife, an dem durch Hoffnung am Ende Erfüllung steht. Gillian Armstrong, der mit Blanchett bei "Oscar und Lucinda" eine große, lyrische Literaturadaption gelang, fand mit Sebastian Faulkners Roman einen konventionelleren Stoff vor, den sie dramaturgisch nicht immer im Griff hat. Zusammengehalten von einer Klammer, die Gray zu Beginn reisen und am Ende ankommen sieht, führt eine Rückblende ins Jahr 1943, als sie vom Geheimdienst angeworben wird, sich in einen jungen Piloten verliebt, der wenig später nach einem Einsatz in Frankreich vermisst wird. Dorthin folgt ihm Gray, um Kurier zwischen Resistance und britischem Geheimdienst zu spielen und ihren Freund zu suchen. Kaum setzt sie den Fuß auf das mit den Deutschen kollaborierende Vichy-Territorium, zeigt sich ein Kardinalproblem. Grays perfektes Französisch, dessentwegen sie schließlich ausgewählt wurde, erweist sich als obsolet, da alle Franzosen Englisch parlieren. Das Spannungsmoment, durch die Sprache verraten zu werden, geht so verloren. Ein Manko, das wohl auch die Synchronisation nicht beheben wird. Wenig realistisch ist auch Grays gefährliche Naivität in der Kontaktierung des lokalen Resistanceführers (Billy Crudup), der es später kaum besser macht, als er die Liste vermisster Franzosen in die Gesichter einmarschierender deutscher Soldaten schreit, bis ihn Blanchett mit einem Kuss zum Schweigen bringt. Nicht selten ist Auffälligkeit präsent, wo Zurückhaltung Gebot wäre. Das reißt aus der Zeit, aus dem Film heraus, der in seiner Resistancedramatik und Lovestory weniger überzeugt als in Grays Reifung zur Mutterfigur für zwei versteckte jüdische Jungen. In dieser Beziehung entwickelt sich große Zärtlichkeit, Intensität und Realismus, der schließlich in einem erschütternden Finale andeutet, was über erzählerische Routine hinaus hier insgesamt möglich gewesen wäre. kob.
England, 1943. Die junge Charlotte Gray (Cate Blanchett) verliebt sich in den Luftwaffenpiloten Peter Gregory. Als Peter zu einem Einsatz nach Frankreich geschickt wird, lässt sich Charlotte von der britischen Regierung für eine Mission zur Unterstützung der französischen Résistance ausbilden und in ein französisches Dorf versetzen. Mehr und mehr wird sie in die gefährliche Arbeit des Widerstands hineingezogen - insbesondere in das Leben des Résistancekämpfer Julien. Erst nach dem Krieg wird Charlotte klar, wie sehr sie die Ereignisse verändert haben - und wohin ihr Herz gehört.
Quelle: Universum Film
| Darsteller: | Cate Blanchett | als Charlotte Gray | |
|---|---|---|---|
| Billy Crudup | als Julien Levade | ||
| Michael Gambon | als Levade | ||
| Rupert Penry-Jones | als Peter Gregory | ||
| James Fleet | als Richard Cannerley | ||
| Lewis Crutch | als André Duguay | ||
| Matthew Plato | als Jacob Duguay | ||
| Anton Lesser | als Renech | ||
| Ron Cook | als Mirabel | ||
| Jack Shepherd | als Pichon | ||
| Wolf Kahler | als Oberleutnant Lindermann | ||
| Helen McCrory | als Francoise | ||
| Rosanna Lavelle | als Sophie | ||
| Charlotte McDougall | als Sally | ||
| Abigail Cruttenden | als Daisy | ||
| Nicholas Farrell | als Mr. Jackson | ||
| Charlie Condou | als Auguste | ||
| Regie: | Gillian Armstrong | ||
| Buch: | Jeremy Brock | ||
| Musik: | Stephen Warbeck | ||
| Kamera: | Dion Beebe | ||
| Produzent: | Sarah Curtis | ||
| Douglas Rae | |||
Die Liebe der Charlotte Gray in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Making Of, Statements von Cast und Crew
Star
Cate Blanchett
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Billy Crudup
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