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Die Liebesfälscher

Abbas Kiarostami entwickelt aus der Begegnung von zwei Fremden ein filigranes Beziehungsspiel zwischen Wahrheit und Wahrnehmung, Täuschung und Lüge.


Die Liebesfälscher

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Erhältlich seit:
15.02.2012

Originaltitel: Copie conforme

Drama/ Lovestory

Frankreich/Italien 2010
Laufzeit: 106 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Juliette Binoche
William Shimell
Jean-Claude Carrière

Regie: Abbas Kiarostami
Alamode Film

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Die Liebesfälscher

Auf einer Lesereise in Italien trifft der britische Autor James Miller eine französische Kunstexpertin. Die beiden entschließen sich, am nächsten Tag zu einem Ausflug in ein pittoreskes Dorf. Schon während der Fahrt knistert es zwischen ihnen, sie sprechen über die Kunst, das Leben und die Liebe und geben sich für ein seit 15 Jahren verheiratetes Paar aus. Immer wieder stellt sich die Frage nach Wahrheit und Wahrnehmung, Täuschung und Lüge, Original und Fälschung. Spielen sie oder sind sie ein Paar?

In seinem ersten komplett in Europa gedrehten Film kehrt Abbas Kiarostami zum narrativen Kino zurück und erweist sich erneut als Meister des Kunstfilms, wenn er geschickt Spiegelungen einsetzt oder bewusst Assoziationen an Roberto Rossellinis "Reise in Italien" weckt. In diesem melancholischen Adieu an die romantisch-bürgerliche Verheißung der großen Liebe und dem Clash zwischen weiblicher Romantik und männlichem Pragmatismus zieht Juliette Binoche (Beste Darstellerin in Cannes) an der Seite von William Shimell alle Register.

Die Liebesfälscher

Abbas Kiarostami entwickelt aus der Begegnung von zwei Fremden ein filigranes Beziehungsspiel zwischen Wahrheit und Wahrnehmung, Täuschung und Lüge.

"Ein Mann und eine Frau", Claude Lelouchs Liebesfilm aus dem Jahre 1966, war trotz aller Tragik emotional eine klare Sache. In Abbas Kiarostamis Vexierspiel stehen auch ein Mann und eine Frau im Mittelpunkt, aber nichts ist klar, sondern alles bleibt bis zum verrätselten Ende offen.

Schon zu Beginn, wenn der britische Autor James Miller bei einer Lesung in der Toskana über Kunstwerke und ihre Kopien liest und eine französische Kunstexpertin trifft, geht es um das Thema Wahrheit. Sie scheinen sich zu kennen und wollen sich die Zeit bis zur Abreise des Schriftstellers mit einem Kurztrip aufs Land vertreiben. Auf der Fahrt in ein Bergdorf, Treffpunkt für Hochzeiten, knistert es zwischen den beiden. Im pittoresken Ambiente angekommen, geben sie vor, schon seit 15 Jahren verheiratet zu sein.

Sein und Schein bleiben undurchschaubar, spielen sie das Ehepaar oder haben sie sich wirklich auseinander gelebt und versuchen nun in langen Gesprächen den Grund herauszufinden, oder artikulieren sie nur ihre eigenen Ängste? Rotieren sie vielleicht nur um die Frage, was wäre wenn? Aus dem erst leichten, dann immer tiefer gehenden emotionalen Pingpong kommt es zu einer Diskussion über das Verhältnis von Original und Fälschung in der Kunst und im Leben, Verletzungen und Enttäuschungen. Die idyllische toskanische Landschaft im Hintergrund steht im Kontrast zu den manchmal philosophischen Ausführungen, die aber nicht in dröger Theoriebildung enden, sondern immer wieder in der Realität ihren Gegenentwurf finden.

Nach Jahren der Beschäftigung mit Fotografie, Poesie und mehr experimentellen Werken kehrt der Iraner Abbas Kiarostami in seinem ersten komplett in Europa gedrehten Film zum narrativen Kino zurück und erweist sich erneut als Meister des Kunstfilms, wenn er geschickt Spiegelungen einsetzt oder bewusst Assoziationen an Roberto Rossellinis "Reise in Italien" aus dem Jahre 1954 weckt. In diesem melancholischen Adieu an die romantisch-bürgerliche Verheißung der großen Liebe und dem Clash zwischen weiblicher Romantik und männlichem Pragmatismus zieht Juliette Binoche (Beste Darstellerin in Cannes) an der Seite von William Shimell alle Register. mk.

Die Liebesfälscher

Während einer Lesereise in Italien trifft der britische Autor James Miller (William Shimell) auf eine schöne Kunstexpertin (Juliette Binoche). Sogleich scheint der Funke zwischen ihnen überzuspringen und sie treffen sich am nächsten Tag, um zusammen aufs Land zu fahren. Millers Buch handelt von der spannenden Frage nach dem Unterschied zwischen Original und Fälschung und so beginnen er und seine charmante Begleiterin eine angeregte Diskussion über Kunst, das Leben und die Liebe. Sie schlendern durch die verträumten Gassen eines kleinen Dorfes, debattieren über ein seltenes Gemälde und eine antike Statue. Doch nach und nach nehmen ihre Gespräche eine neue, überraschende Wendung. Schon bald stellt sich auch in ihrer Begegnung die Frage nach Original und Fälschung, nach Realität und Fiktion...

Quelle: Alamode

Darsteller:  Juliette Binoche   als Sie
  William Shimell   als James Miller
  Jean-Claude Carrière   als der Mann am Platz
  Agathe Natanson   als die Frau am Platz
  Gianna Giachetti   als Café-Inhaberin
  Adrian Moore   als der Sohn
  Angelo Barbagallo   als der Übersetzer
  Andrea Laurenzi   als der Stadtführer
  Filippo Troiano   als der Bräutigam
  Manuela Balsimelli   als die Braut
 
Regie:  Abbas Kiarostami  
Buch:  Abbas Kiarostami  
Kamera:  Luca Bigazzi  
Produzent:  Marin Karmitz  
  Nathanaël Karmitz  
  Angelo Barbagallo  
  Abbas Kiarostami  
 

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