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Die Lincoln Verschwörung

Spannendes Gerichtsdrama um den Anwalt von Mary Surratt, die in die Ermordung Abraham Lincolns verwickelt sein soll, der in die Tochter seiner Mandantin verliebt ist.


Die Lincoln Verschwörung

Leihvideo

Erhältlich seit:
02.02.2012

Originaltitel: The Conspirator

Drama

USA 2010
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 12

James McAvoy
Robin Wright
Kevin Kline

Regie: Robert Redford
Tobis Home Entertainment GmbH & Co. KG

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Die Lincoln Verschwörung

Bürgerkriegsheimkehrer Hauptmann Frederick Aiken wird von seinem Mentor, dem ehemaligen Generalbundesanwalt, dazu gedrängt, die Witwe Mary Surratt zu verteidigen, die beschuldigt wird, in ihrer Pension die Attentäter Präsident Lincolns beherbergt zu haben. Die Frage lautet: Hat sie vom Komplott gewusst? Der fanatische Kriegsminister Edwin Stanton ist von ihrer Schuld überzeugt, drängt auf ein rasches (Todes-)Urteil und wird in seiner Ansicht von den meisten Nordstaatlern unterstützt. Ist ein fairer Prozess überhaupt möglich?

Ein Gerichtsfilm mit den klassischen Parametern, basierend auf der Buchvorlage von James D. Solomon und Gregory Bernstein, und vor allem ein Plädoyer auf die US-Verfassung. Die Vergangenheit spiegelt hier die Moderne, im Subtext geht es natürlich um Abu Ghuraib und Guantanamo, um die Schwierigkeiten der Wahrheitssuche und das Recht des Stärkeren. Durchwegs überzeugende Darstellerleistungen, die differenzierte Aufarbeitung des komplexen Themas und die unspektakuläre Umsetzung machen den Reiz der Arbeit aus.

Die Lincoln Verschwörung

An Hand des historischen Prozesses hält Robert Redford in seinem sorgfältig gehandhabten Gerichtsfilm ein aufrüttelndes Plädoyer auf die US-Verfassung.

Er ist der letzte Aufrechte des amerikanischen (Independent-)Kinos, das ewige Sundance Kid, der unbeirrbare Streiter für Gerechtigkeit: Robert Redford. "Von Löwen und Lämmern", vom Krieg in Afghanistan und an der Heimatfront hat er zuletzt erzählt und nun ist er noch weiter in die US-Geschichte zurück gegangen. Um die "Lincoln Verschwörung" geht es ihm diesmal, um die Folgen des tödlichen Attentats auf den charismatischen 16. Präsidenten der USA, der die Sklaven befreite, sein Land vom Bürgerkrieg in die Neuzeit führte.

Auf einem Schlachtfeld lernt man den verwundeten Hauptmann Frederick Aiken (energisch: James McAvoy), einen überzeugten Nordstaatler, kennen. Es folgt die Ermordung des Staatsoberhaupts durch John Wilkes Booth und dann ist der Regisseur beim Thema: Dem auf Tatsachen basierenden Prozess gegen die drei Mitverschwörer und deren Wirtin Mary Surratt (stark: Robin Wright), die die Männer beherbergt und sich so zur Mittäterin gemacht hat. Aber hat sie vom Komplott gewusst? Aiken, im Zivilberuf Anwalt, übernimmt auf Drängen seines Mentors (wuchtig: Tom Wilkinson) widerwillig deren Verteidigung.

Ein Gerichtsfilm mit klassischen Parametern, basierend auf der Buchvorlage von James D. Solomon und Gregory Bernstein, ein Plädoyer auf die US-Verfassung, die sowohl in Zeiten des Kriegs und des Friedens Bestand haben sollte. Die Vergangenheit spiegelt die Moderne, im Subtext geht es natürlich um Abu Guhraib und Guantanamo, um das Recht des Stärkeren oder wie der Ankläger es auf den Punkt bringt: "Inter arma silent leges" - "Unter Waffen schweigen die Gesetze". Sorgfältig beleuchtet Redford die Standpunkte, Kläger und Beklagte kommen gleichermaßen zu Wort, den Gerichtssaal verlässt er immer wieder, um in Rückblicken die verschiedenen Aussagen zu bebildern, sie zu belegen oder ihnen zu widersprechen.

Wahrheitssucht ist eine komplexe Sache und auch Frage der Perspektive. Die einzelnen Figuren repräsentieren die verschiedenen Meinungen, die Schauspieler sind gut gewählt und agieren in Topform. Kevin Kline glänzt als fanatischer Kriegsminister, Evan Rachel Wood als Tochter der Angeklagten, Alexis Bledel als Frau an Aikens Seite. Funktional sind Kameraarbeit (Newton Thomas Sigel) und Soundtrack (Mark Isham), das eher karge Produktionsdesign ist dem 25-Millionen-Dollar-Budget geschuldet. Ein Film über Mutterliebe - ihr Sohn ist der einzige flüchtige Komplize -, Soldatenehre und den Durst einer Nation nach Rache. Und als Mahnmal leuchtet im Hintergrund immer wieder die Kuppel des Kapitols, dem Sitz des Kongresses, der Legislative der Vereinigten Staaten von Amerika.

geh.

Die Lincoln Verschwörung

Der junge Anwalt Frederick Aiken (James McAvoy) wird von seinem Mentor, dem ehemaligen Generalbundesanwalt, dazu überredet, Mary Surratt zu verteidigen. Die verwitwete Südstaatlerin wird beschuldigt, den Attentätern von Präsident Abraham Lincoln in ihrer Pension Unterschlupf gewährt zu haben. Während das aufgebrachte Volk nach Rache schreit, wächst bei Frederick im Laufe des Prozesses mehr und mehr Bewunderung für die geheimnisvolle Frau. Doch ist Mary wirklich ein unschuldiges Opfer? Will sie nur ihren Sohn decken, der als einziger Attentäter noch flüchtig ist? Oder ist sie eine geschickte Lügnerin und kaltblütige Verschwörerin?

Quelle: Tobis

Darsteller:  James McAvoy   als Frederick Aiken
  Robin Wright   als Mary Surratt
  Kevin Kline   als Minister Edwin M. Stanton
  Evan Rachel Wood   als Anna Surratt
  Tom Wilkinson   als Reverdy Johnson
  Alexis Bledel   als Sarah Weston
  Justin Long   als Nicholas Baker
  Danny Huston   als Joseph Holt
  James Badge Dale   als William Hamilton
  Colm Meany   als General David Hunter
  Johnny Simmons   als John Surratt
  Toby Kebbell   als John Wilkes Booth
  John Cullum   als Richter Wylie
  Jonathan Groff   als Louis Weichmann
  Stephen Root   als John Lloyd
 
Regie:  Robert Redford  
Buch:  James D. Solomon  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  Newton Thomas Sigel  
Produzent:  Robert Redford  
  Brian Peter Falk  
  Bill Holderman  
  Greg Shapiro  
  Robert Stone  
  Webster Stone  
 

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