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Die Ludolfs - Der Film

Film zur Dokusoap über vier Brüder auf einem Schrottplatz.


Die Ludolfs - Der Film

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Erhältlich seit:
25.09.2009

Originaltitel: Die Ludolfs - Der Film

Doku-Drama/ Komödie

Deutschland 2009
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Horst Günther Ludolf
Manfred Ludolf
Peter Ludolf

Regie: Matthias Benzing, ...
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Vier Brüder und ein ganzer Haufen Schrott - wenn das kein Thema für einen spannenden Film ist...

Die vier Ludolf-Brüder arbeiten perfekt zusammen (Foto: Zorro) Großansicht

Die vier Ludolf-Brüder arbeiten perfekt zusammen (Foto: Zorro)

Die vier Brüder Uwe, Manni, Günter und Peter, auch oft als die "Schrott-Brüder" bezeichnet, betreiben in Dernbach im Westerwald als Autoverwerter ein Familienunternehmen. Eine riesige Lagerhalle ist ihre Schatzkammer, in der sie über vier Millionen Ersatzteile beherbergen. Während Uwe und Manni sich um täglichen Metallnachschub kümmern, ist Günter für die Kundenberatung zuständig und Peter für die komplexe Suche der gewünschten Teile aus den Ersatzteilbergen.

Nachdem die Ludolf-Brüder anfänglich nur sporadisch für diverse Magazinbeiträge einiger Privatsender porträtiert wurden, startete der Sender DMAX nach einiger Zeit eine ganze Dokusoap, die inzwischen bereits vier Staffeln umfasst.

Peter ist der König des Schrotthaufens (Foto: Zorro) Großansicht

Peter ist der König des Schrotthaufens (Foto: Zorro)

Liebevolles Familienunternehmen

Der Lebensalltag und die Arbeit der Brüder stießen auf überraschend großen Zuspruch, sodass nun sogar ein Film über das Familienunternehmen gedreht wurde. Dieser zeigt die Ludolfs, deren Eltern bereits verstorben sind, als Familienmenschen, die gemeinsam durch Dick und Dünn gehen und alles andere als gewöhnlich sind.

Die Ludolfs - Der Film

Sechs Staffeln Doku-Soap auf DMAX haben den vier Ludolf-Brüdern zu Kultstatus und diesem Kinoauftritt verholfen, der auf amüsant-skurrile Art von ihrem eigentümlichem Leben auf einem Autoschrottplatz berichtet.

Wir kriegen - wenn wir schnell genug waren - die Abwrackprämie, die Ludolfs dafür unseren alten Wagen. Den schlachten sie dann auf ihrem Autoverwertungshof in Dernbach im Westerwald aus. Peter, Uwe, Manni und Günter, vier Brüder zwischen 46 und 57, haben den Betrieb von ihren verstorbenen, aber immer noch heißgeliebten Eltern übernommen und sich mit schluffigem Charme ein ganz eigenes Universum geschaffen. Ihre Sammelwut füllt die Lagerhallen bis zur Decke - mit über vier Millionen Ersatzteilen, die weder computererfasst, noch geordnet vorliegen, sondern nach chaotischem Haufenprinzip bizarre Berge bilden, die nur der füllige Peter memoriert und erklimmt.

Mit ihrer Art, zwischen Phlegma und gutmütiger Hysterie, bilden die gemütlich-naiven Schrott-Trolle einen alternativen Lebensentwurf fernab der neurotisch auf Erfolg fixierten Leistungsgesellschaft. Dabei pflegen sie den Rückgriff auf das Bewährte, Konservative, Antimoderne, was heute fast wie eine Utopie anmutet. Da wird der Frust lieber an unschuldigen Gartenzwergen abgebaut als am Bruderherz. Neben dem heruntergewirtschafteten Hof, wo zwei der Brüder wohnen, sorgt vor allem ihre Weltsicht für Erheiterung, wenn sie zu provinzphilosophischen Höhenflügen starten.

Oftmals funktioniert die von drei Regisseuren wie ein Spielfilm aufgezogene Doku-Soap wie eine Off-Beat-Komödie. Das knuffige Quartett versteht es meisterlich, jedes Pferd von hinten aufzuzäumen und steht, Verniedlichungen eingeschlossen, auf Kriegsfuß mit der deutschen Sprache, hat aber das Herz am rechten Fleck. Und die vier setzen den Traum der Eltern - eine Italienreise - in der zweiten Filmhälfte in die erstaunliche Tat um. Als die vier Originale mit Wohnwagen am Adriastrand die Meerluft von Bella Italia, Heimat von Sophia Lorenz (sic!), genießen, kennen sie gar keine Eile mehr - als ob vorher jemals Hektik geherrscht hätte. tk.

Darsteller:  Horst Günther Ludolf  
  Manfred Ludolf  
  Peter Ludolf  
  Uwe Ludolf  
 
Regie:  Matthias Benzing  
  Tobias Streck  
  Stefan Vaupel  
Buch:  Joachim Schroeder  
  Tobias Streck  
Musik:  Christian Birawsky  
Kamera:  Johann-Odin Schmejkal  
Produzent:  Joachim Schroeder  
 

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