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Die Mauer - Berlin '61

Dramatischer TV-Film um eine während des Mauerbaus im August 1961 auseinandergerissene Ostberliner Familie.


Die Mauer - Berlin '61

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Erhältlich seit:
05.10.2006

Originaltitel: Die Mauer - Berlin '61

Drama

Deutschland 2006
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12

Heino Ferch
Iris Berben
Axel Prahl

Regie: Hartmut Schoen
Warner Home Video Germany

Bild 1 von 24

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Die Mauer - Berlin '61

Das Datum des Berliner Mauerbaus ist fast schon in Vergessenheit geraten; Hartmut Schoens Film ruft das Ereignis nachdrücklich in Erinnerung.

Der 13. August 1961 war der Anfang vom Ende. Auch wenn es noch 28 Jahre dauern sollte, bis die Mauer fiel: Die völlige Schließung der Grenze war eine Bankrotterklärung des DDR-Regimes. Doch die große Politik kommt in diesem Film nur am Rand vor. Im Mittelpunkt stehen jene, die die Geschichte erdulden müssen: Das Ostberliner Ehepaar Kuhlke (Heino Ferch, Inka Friedrich) ist zu Besuch bei Freunden im Westen. Als Soldaten die Straßen abriegeln, können die beiden nicht mehr zurück: Kuhlke hat regelmäßig Kupfer geschmuggelt. Bei einer Kontrolle im Zug konnte er zwar gerade noch abhauen, ließ aber ein Hemd mit seinem Namen zurück. Für das Ostberliner Regime ist die Republikflucht ein gefundenes Fressen: Weil sie ihren 14-jährigen Sohn Paule (Frederick Lau) zurückgelassen haben, werden die Kuhlkes nun als Rabeneltern gebrandmarkt. Rückblicke auf die Ereignisse im August 1961 verzichten selten auf das Bild des ostdeutschen Soldaten, der über den Stacheldraht in die Freiheit springt, oder jene berühmte Ulbricht-Rede: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen." Schoens Film hingegen konzentriert sich ausschließlich auf die Familie. Die Historie trägt sich eher beiläufig zu. Dabei ist die Hauptfigur alles andere als ein Held. Für Heino Ferch ist dies eine durchaus unübliche Rolle: Als Schuldeneintreiber für seinen Freund Erwin (Axel Prahl) macht er eine jämmerliche Figur. Während er alsbald völlig resigniert, nimmt Gattin Katharina das Heft in die Hand und besucht Tag für Tag jenen Grenzübergang, den die Familie regelmäßig benutzt hat. Als Paule sie dort tatsächlich erspäht, will er unbedingt fliehen. Mit Hilfe seiner Klavierlehrerin (Iris Berben) versteckt er sich in einem Haus, das direkt an der Grenze liegt. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, denn die Soldaten sind ihnen bereits auf der Spur. Paule nimmt in Schoens Geschichte fast so viel Raum ein wie Hans, denn das Regime will den vermeintlich linientreuen Sohn gegen die Eltern, diese "verirrten, unfertigen Persönlichkeiten", ausspielen. Hartmut Schoen ist ein großer, dem denkwürdigen Anlass angemessener Film gelungen, der zudem bis in kleine Nebenrollen ausgezeichnet besetzt ist. tpg.

Die Mauer - Berlin '61

August 1961: Um sich ein bisschen West-Geld zu verdienen, schmuggelt der Ostberliner "Plasteleger" Hans Kuhlke, Altmetall zu seinem Freund Erwin Sawatzke nach Westberlin. Eines Abends sind er und seine Frau bei den Sawatzkes eingeladen. Ihr Sohn Paul bleibt derweil bei einem Freund in Ostberlin. In dieser Sommernacht spitzt sich die politische Lage in Berlin dramatisch zu: Die Grenzen werden dicht gemacht, der Bau der Mauer eingeleitet. Durch das Verschwinden seiner Eltern ist der 14-jährige Pionier Paul hin-und hergerissen zwischen familiärer Bindung und Loyalität zur Partei. In letzter Sekunde durchschaut er seine Rolle im System und wird von seiner Klavierlehrerin aufgenommen. Gemeinsam planen sie die Flucht in den Westen - die wird jedoch zu einem Wettlauf mit der Zeit ... "Die Mauer - Berlin '61" ist der zweite Film des vielfachen Grimme-Preisträgers Hartmut Schoen.

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Heino Ferch   als Hans Kuhlke
  Iris Berben   als Lavinia Kellermann
  Axel Prahl   als Erwin Sawatzke
  Inka Friedrich   als Katharina Kuhlke
  Frederick Lau   als Paul Kuhlke
  Johanna Gastdorf   als Renate Sawatzke
  Jule Gartzke   als Franziska Götze
  Marie Gruber   als Nachbarin
  Oliver K. Wnuk   als Kontrolleur
  George Lenz   als Fotograf Robert Bräutigam
  Christine Schorn   als Kioskbesitzerin
  Sybille Schedwill   als Frau im Zug
  Wilfried Hochholdinger  
  Ivan Shvedoff  
 
Regie:  Hartmut Schoen  
Buch:  Hartmut Schoen  
Musik:  Matthias Frey  
Kamera:  Tomas Erhart  
Produzent:  Ariane Krampe  
 

Fassungen

 

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