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Die nackte Wahrheit

Romantische Komödie über einen Parademacho, der eine Powerfrau mit feingeistigen Traummann-Ambitionen erobert.


Die nackte Wahrheit (I Feel Good!)

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Erhältlich seit:
04.01.2011

Originaltitel: The Ugly Truth

Komödie

USA 2009
Laufzeit: 92 Min.
FSK: ab 12

Katherine Heigl
Gerard Butler
Eric Winter

Regie: Robert Luketic
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Die nackte Wahrheit (I Feel Good!)

TV-Produzentin Abby ist eine Powerfrau, die hohe Ansprüche an den seit langem gesuchten idealen Mann stellt. Mike, der sich mit derb-drastischen Einblicken in die Natur der Geschlechterbeziehung als neues Quoten-Wunder ihres Senders bewiesen hat, erfüllt als Supermacho nicht eines von Abbys Kriterien. Und doch nähern sich die inkompatiblen Streithähne an, als Abby mit Mikes Methoden ihren soeben entdeckten Traummann erobert. Ist das Glück also wirklich Planung oder eine Zufallsreaktion von Abstoßung und Anziehung?

Mit Spezialisten hinter der Kamera ("Natürlich blond"-Regisseur Robert Luketic) und davor (Katherine Heigl aus "27 Dresses") versucht diese romantische Komödie den Spagat zwischen frechem Dialogwitz und dem derberen Humor aus den erfolgreichen Lustspielen von Judd Apatow ("Beim ersten Mal"). Das Ergebnis frustriert und amüsiert gleichermaßen. Zwar wirkt die Situationskomik oft platt und das Drehbuch wenig originell, doch die Chemie zwischen den beiden Stars Heigl und Gerard Butler stimmt. Sowohl romantisch als auch komisch.

Die nackte Wahrheit (I Feel Good!)

Nach "27 Dresses" braucht Katherine Heigl nun 10 Kriterien, um den idealen Mann zu finden. Keine erfüllt Gerard Butler im post-spartanischen Macho-Modus.

1937, während der Regentschaft der Screwball-Stars Cary Grant und Irene Dunne, war die Wahrheit schrecklich und der Geschlechterkampf geistreich und zauberhaft überdreht. Diesen führt die romantische Komödie der Gegenwart einige Nuancen derber weiter, besonders seit die Komödien von Judd Apatow damit neue Zuschauerschichten erschlossen. Erwachsener geworden sind die Filme dabei nur im Rating, ansonsten dominiert bei allen Hauptfiguren ein verzögerter Reifeprozess.

Abby beispielsweise ist eine smarte, erfolgreiche und attraktive TV-Produzentin, die trotzdem allein geblieben ist. Denn Männer müssen in 10 Punkten als kompatibel und beziehungstauglich erkannt werden. Mike gehört definitiv nicht dazu, gibt vor der Kamera drastisch-direkte Einblicke ins maskuline Gehirn und Triebleben und hat nicht einmal "Der große Gatsby" gelesen. Natürlich lässt Kodrehbuchautorin Karen McCullah Lutz, seit "10 Dinge, die ich an dir hasse" Expertin in solchen Konstellationen, die Fee vom Fernsehen und den romantischen Rüpel kollidieren, als Newcomer Mike für Abbys Morningshow Quote bringen soll. Ein Clash, bei dem wirklich die Funken sprühen, bis das Skript das ungleiche Duo einen merkwürdigen Deal schließen lässt. Abby gibt ihren Konfrontationskurs auf, wenn es ihr mit Mikes Methoden gelingt, den gerade entdeckten, scheinbar perfekten Wohnungsnachbarn zu erobern. Von diesem Zeitpunkt an wird Mike zu einer Variante des Cyrano, während Powerfrau Abby eine Regression zum verwirrten Teenager erlebt, der sich von Mike nicht nur in der BH-Auswahl beraten lassen muss.

Müßig zu diskutieren, ob diese Menschen wirklich auf diesem Planeten leben, denn es sind Kino-Kunstfiguren in Reagenzglas-Situationen. Dabei wird Butler, das Tier, graduell humanisiert, während Heigl sich nach "Beim ersten Mal" erneut in Apatow-Terrain bewähren darf, beim Baseball als Handjobberin missverstanden oder beim Geschäftsessen vom vibrierenden Slip beglückt wird. "Die nackte Wahrheit" ist: Stimulation und Situation brauchen einander nicht, bissige Dialoge, platter Witz und satirische Elemente können nebeneinander existieren und Zuschauer sich im neuen Film von RomCom-Spezialist Robert Luketic ("Natürlich blond") amüsieren, wenn sie vor allem den beiden Stars vertrauen. Denn Heigl und Butler sind starke Unterhaltungswaffen in dieser sehr ansehnlich fotografierten Komödie, auch wenn sie nicht immer die passende Munition bekommen. kob.

Die nackte Wahrheit (I Feel Good!)

Diese Komödie um den Kampf der Geschlechter mit Katherine Heigl und Gerard Butler lässt kein Auge trocken. Abby (Heigl), die erfolgreiche Produzentin einer morgendlichen Unterhaltungssendung, stellt hohe Erwartungen an die Männerwelt. Mike (Butler), der chauvinistische TV-Star, mit dem sie zusammenarbeitet, ist dagegen überzeugt, dass Männer nur das "Eine" wollen. Fest entschlossen, sich dennoch ihren Traummann zu angeln, lässt sich Abby bei einer vielversprechenden neuen Liebschaft einige Tipps von Mike geben - mit überraschenden Ergebnissen für alle Beteiligten.

Quelle: Sony Pictures

Darsteller:  Katherine Heigl   als Abby Richter
  Gerard Butler   als Mike Chadway
  Eric Winter   als Colin
  John Michael Higgins   als Larry
  Nick Searcy   als Stuart
  Kevin Connolly   als Jim
  Cheryl Hines   als Georgia
  Bree Turner   als Joy
 
Regie:  Robert Luketic  
Buch:  Nicole Eastman  
  Karen McCullah Lutz  
  Kirsten Smith  
Musik:  Aaron Zigman  
Kamera:  Russell Carpenter  
Produzent:  Gary Lucchesi  
  Steven Reuther  
  Tom Rosenberg  
  Deborah Jelin Newmyer  
  Kimberly di Bonaventura  

Katherine Heigl zieht sich für Kastrations-Kampagne aus

Sodom und Gomorrah!

Katherine Heigl setzt ihre Reize zum Wohl von Tieren ein (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Katherine Heigl setzt ihre Reize zum Wohl von Tieren ein (Foto: Kurt Krieger)

Das wird viele konservative Bürger im prüden Amerika auf die Palme bringen: Katherine Heigl zeigt sich demnächst auf Werbeplakaten nackt, nur ein Hund verdeckt ihre Blöße.

Dabei geht's allerdings nicht um eine neues Parfüm oder sexy Klamotten, sondern um Tierschutz. Die Werbe-Kampagne soll Haustierbesitzer dazu bringen, ihr Kleintiere kastrieren bzw. sterilisieren zu lassen, damit diese sich nicht unkontrolliert vermehren und dadurch immer mehr herrenlose Hunde und Katzen auf den Straßen verwahrlosen.

Der provokante Titel der Aktion: "I Hate Balls", zu Deutsch: "Ich hasse Eier". Dazu gibt es die passende Webseite IHateBalls.com, auf der Katherine Heigl in einem schräg-witzigen Video erklärt, warum sie männliche Geschlechtsorgane prinzipiell abstoßend und Kastration so großartig findet. Ein ironisches Zitat: "Leider darf ich Menschen nicht die Nüsse abschneiden - noch nicht! Also stecke ich meine Zeit in die Kastration von Hunden, denn das ist ja legal."

Keine Streuner

Die satirische Aktion hat dabei einen ernsten Hintergrund: Katherine Heigl setzt sich seit 2008 mit der "Jason Debus Heigl Stiftung", die der Star aus "Grey's Anatomy" und Kinofilmen wie "27 Dresses" und "Die nackte Wahrheit" gemeinsam mit ihrer Mutter Nancy gegründet hat, für die Recht von Tieren ein. Ihr Slogan: "8 Millionen Katzen und Hunde landen jedes Jahr in Tierheimen, 5 Millionen davon kommen nicht mehr lebend hinaus."

Die Stiftung fördert Tierheime, um mehr Plätze bereitzustellen und Tierfutter, Leinen und Halsbänder zu kaufen sowie die medizinische Versorgung der Tiere zu gewährleisten. Vor allem versucht sie aber, dafür zu sorgen, dass Tiere erst gar nicht in Heimen aufgenommen werden müssen, indem sie die unkontrollierte Vermehrung der Vierbeiner eindämmt.

Der Namensgeber der Stiftung ist Jason Debus, der 1986 im Alter von 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall starb und dessen Eltern all seine Organe spendeten. Er liebte Tiere, besonders Hunde, Katzen und Affen - sein Andenken soll Katherine Heigls Stiftung mit ihrer Arbeit ehren.

 

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