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Die neun Leben des Tomas Katz

Surreale, postmoderne Endzeitvision über einen geheimnisvollen Fremden, der laufend die Identität wechselt und Chaos in London stiftet.


Die neun Leben des Tomas Katz

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Erhältlich seit:
07.07.2003

Originaltitel: The Nine Lives of Tomas Katz

Komödie/ Thriller

Großbritannien/Deutschland 1999
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12

Thomas Fisher
Ian McNeice
Tim Barlow

Regie: Ben Hopkins
absolut MEDIEN

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Die neun Leben des Tomas Katz

Wo immer ein mysteriöser Unbekannter in London auftaucht, passieren unerklärliche und skurrile Dinge. Schließlich, am Tag der Sonnenfinsternis, steht die Stadt kurz vor dem Kollaps. Allein der blinde, für seine unkonventionellen Ermittlungsmethoden berüchtigte Londoner Polizeichef erkennt die Gefahr. Begleitet vom treuen Assistenten macht er sich auf die Suche nach dem Fremden, gegen dessen subversive Kräfte niemand gefeit scheint. Ein packendes Duell um die Rettung der Welt beginnt - oder ist es bereits zu spät?

Regisseur Ben Hopkins entführt den Zuschauer in seiner apokalyptischen Komödie auf eine ebenso rasante wie unkonventionelle filmische Achterbahnfahrt. In der Endzeitgroteske liefern sich Thomas Fisher ("Enigma") als Tomas Katz und Ian McNeice ("The Body") als Inspektor ein virtuoses Schauspielerduell. Experimental-Musiker Dominik Scherrer kreierte einen verstörend-schönen Soundtrack, der das schräge Werk eindrucksvoll untermalt. Vor allem Arthaus-Fans sollten Interesse an der faszinierenden Science-Fiction-Farce zeigen.

Die neun Leben des Tomas Katz

Wer urbritischen skurrilen schwarzen Humor mit surrealen Einfällen mag, der kommt bei der Science-Fiction-Fantasy um die letzte Stunde des Königreichs ihrer Majestät voll auf seine Kosten. Das absurde Requiem um den als Mr. "No" auf der belebten Autobahn M 25 aus der Kanalisation gestiegenen jungen Mann (Thomas Fischer), der im Lauf des Films neun Mal seine Identität wechselt, indem er in die Haut seines Gegenüber schlüpft, verknüpft jüdische Mystik und Endzeitvision mit origineller Filmsprache, deren Schwarzweißfotografie kein Hindernis für den Besuch darstellen sollte.

Mit viel Einfallsreichtum erzählt Regisseur und Drehbuchautor Ben Hopkins, der 1999 mit seinem Debütfilm "Simon Magus", in dem Zaubereien ein Shtetl der Jahrhundertwende zerstören, im Wettbewerb der Berlinale vertreten war, von Mr. "No". Der ist Anhalter, Taxifahrer, Fischereiminister, Chef der Londoner U-Bahn, Schulkind, Rentner, Sicherheitsbeamter, Lord Nelson und zuletzt der Polizeichef von New Scotland Yard, der "No" auf allen, auch Geisterebenen, nachgespürt war. Er richtet ein Chaos in England an, geht zurück in die Kanalisation und bleibt Sternbild über einer leeren schwarzen Welt.

Hopkins hat das stilistisch äußerst vielfältig, vom Stummfilmzitat bis zu Greenaway-Parodie, angerichtet, und verblüfft immer wieder durch die grotesken und garstigen Ideen und Gags seines Armageddon für Anarchisten. Als Vorbild hat offensichtlich Richard Lesters postapokalyptischer Totentanz "Danach" (1969) gedient, der ebenso brillant komische und die Monty Pythons vorwegnehmende satirische Chaos-Tage zeichnete. Mit der tollen Filmsprache und an Tom Tykwers "Lola"-Musik erinnernde wabernde Drive-Rhythmen sollte Hopkins' London-Delirium die Brit-Fraktion jedes Programmkinos zu reizen vermögen. ger.

Darsteller:  Thomas Fisher   als Thomas Katz / No
  Ian McNeice   als Inspector
  Tim Barlow   als Mr. Browne
  Janet Henfrey   als Janice Waily
  Trevor Thomas   als Schlauch
  Will Keen   als Cuthbert
  Andrew Melville   als Fischereiminister
  Paul Ritter   als Dave
  Steven O'Donnell   als Keith
  Amelia Curtis   als Ansagerin
  David de Keyser   als Exhumierter Rabbi
  Tilly Blackwood   als Sekretärin
  Tony Maudsley   als Taxifahrer
  Sophie Bevan   als Journalistin
  John Ramm   als Ivul Gurk
  Boyd Clack   als Abel Mularchy
  Joseph Greig   als Astral Guide
  Joan Oliver   als Altenpflegerin
  Colin Weatherall   als Bankangestellter
  Jason Thorpe   als Officer Willis
  Togo Igawa   als japanischer Taucher
  Francesca Dowd  
  Sadie Walters  
 
Regie:  Ben Hopkins  
Buch:  Ben Hopkins  
  Thomas Browne  
Musik:  Dominik Scherrer  
Kamera:  Julian Court  
Produzent:  Caroline Hewitt  
 

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