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Kaufvideo
Erhältlich seit:
29.11.2004
Originaltitel: Die Nibelungen
Deutschland 2004
Laufzeit: 177 Min.
FSK: ab 12
Benno Fürmann
Kristanna Loken
Alicia Witt
Regie: Uli Edel
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

Schon seit Jahrzehnten träumt Regisseur Uli Edel davon, die Saga zu verfilmen, die ihn als kleiner Junge faszinierte: die Nibelungen. Jetzt konnte sich der 57-Jährige mit "Die Nibelungen - Der Fluch des Drachen" diesen Traum erfüllen. Allerdings musste er weitgehend von dem Vorhaben abrücken, die "deutsche Ilias" auf die Leinwand zu bringen, denn mit ähnlich gelagerten Filmen wie der Big-Budget-Produktion "Troja" kann der immerhin 20 Mio. Euro teure Zweiteiler selbstredend nicht mithalten. Sat.1 dürfte das TV-Event mit seinen fantastischen Bildern jedoch einen veritablen Quotenerfolg bescheren.
Schwerterklirren und Kampfgetümmel weckt den vierjährigen Siegfried von Xanthen. Die Getreuen seiner Königsfamilie wehren sich verzweifelt gegen einen Angriff der Sachsenkönige Thorkilt (Ralf Moeller) und Thorkwin (Götz Otto). Siegfried muss mit ansehen, wie sein Vater brutal ermordert wird. Mit letzter Kraft kann die sterbende Königin ihren Sohn auf ein Stück Treibholz legen und den Fluten des Rheins überlassen. Der Junge wird von dem Waffenschmied Eyvind (Max von Sydow) gefunden und aufgezogen. Als eines Nachts, 15 Jahre später, ein Meteor vom Himmel stürzt und Siegfried (Benno Fürmann) den Ort des Einschlags aufsucht, begegnet er dort Brunhild (Kristanna Loken, "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen"), der Königin von Island. Die beiden spüren, dass sie füreinander bestimmt sind und schwören sich ewige Liebe. Doch das Schicksal - oder sind es die Götter? - haben anderes mit Siegfried vor. Er wird mit seinem Ziehvater an den Hof des Königs Gunter (Samuel West) gerufen, wo sich dessen Tochter Kriemhild (Alicia Witt) in ihn verliebt. Siegfried schmiedet ein magisches Schwert, tötet damit den Drachen Fafnir, badet in seinem Blut und wird so unverwundbar.
Als Drachentöter gehört ihm auch sagenhafte Nibelungenschatz, auf dem jedoch ein Fluch liegt. Siegfried wird derart gestärkt zum Vertrauten König Gunters, aber auch zum Spielball der Mächtigen: Gunters Vasall Hagen (Julian Sands ist mit dunkel gefärbten Haaren kaum wieder zu erkennen) will ihn mit allen Mitteln los werden und Kriemhild will ihn mit Hilfe eines Zaubertranks für sich gewinnen.
Nach lebensharten Literaturverfilmnungen wie "Christiane F." oder "Letzte Ausfahrt Brooklyn" widmete sich Uli Edel in den letzten Jahren vor allem internationalen TV-Events wie "Die Nebel von Avalon" (Sat.1, neun Emmy-Nominierungen) oder "Julius Caesar" (ARD). In seiner Adaption verarbeitet Uli Edel nun verschiedene Versionen der Nibelungen-Saga und die altnordische Wälsungensage und konzentriert sich dabei auf Siegfried als Drachentöter sowie seine tragische Liebe zu Brunhild und Kriemhild.
Dieser Ansatz kommt der vorwiegend weiblichen Sat.1-Zuschauerschaft vermutlich entgegen, die besonders mit Kristanna Loken - übrigens tatsächlich die Tochter norwegischer Einwanderer - als heißkalter Kriegerin eine attraktive Identifikationsfigur geboten bekommen. Auch Benno Fürmann passt perfekt auf die Rolle des zeitweise selbstverliebten Helden Siegfried. Trotz der fast ausschließlich vor Blue-Screen-gedrehten Szenen gelingt Edel eine gute Schauspielführung. Besonders der heidnische Aspekt der Story wird von ihm, wie bereits in der Verfilmung der Artus-Saga "Die Nebel von Avalon", sehr stimmungsvoll umgesetzt. Einen angemessen sagen-haft artifiziellen Touch bekommt der Zweiteiler durch die insgesamt 670 VFX, die von Volker Engels und Marc Weigerts Uncharted Territory verantwortet wurden: Schiffe, Burgen und Landschaften stammen aus dem Computer, genauso wie der sehr überzeugende Drache, mit dem sich Siegfried einen mehrminütigen Kampf liefern darf.
Die Kombination aus althergebrachter, sehr bekannter Saga und einer modernen Umsetzung dürfte Sat.1 eine entsprechend hohe Quote bescheren. Und Tandem-Produzentin Rola Bauer hat mit "Die Nibelungen - Der Fluch des Drachen" nach u.a. "Dune - Der Wüstenplanet" erneut eine international attraktive Produktion, die - trotz des vorrangig im deutschsprachigen Raum bekannten Themas - auch auf dem Weltmarkt reüssieren dürfte. sw.
| Darsteller: | Benno Fürmann | als Siegfried | |
|---|---|---|---|
| Kristanna Loken | als Brunhild | ||
| Alicia Witt | als Kriemhild | ||
| Julian Sands | als Hagen | ||
| Samuel West | als König Gunther | ||
| Max von Sydow | als Eyvind | ||
| Robert Pattinson | als Giselher | ||
| Mavie Hörbiger | als Lena | ||
| Ralf Moeller | als Thorkilt | ||
| Götz Otto | als Thorkwin | ||
| Regie: | Uli Edel | ||
| Buch: | Diane Duane | ||
| Peter Morwood | |||
| Uli Edel | |||
| Kamera: | Elemér Ragályi | ||
| Produzent: | Konstantin Thoeren | ||
| Volker Engel | |||
| Marc Weigert | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:1,78/16:9
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Mit seiner großen Statur, der hohen Stirn und der langen Nase im ovalen Gesicht fällt der rothaarige Julian Sands sofort auf. Der für seinen...
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