- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Leihvideo
Erhältlich seit:
02.09.2004
Originaltitel: The Passion of the Christ
USA 2004
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 16
James Caviezel
Monica Bellucci
Maia Morgenstern
Regie: Mel Gibson
Highlight Communications (Deutschland)

Die größte Geschichte aller Zeiten steht im Kino vor einer schwierigen Aufgabe: sie muss dem Hype, dem Rummel um skandalöse Brutalität und vermeintlich anti-jüdische Perspektive, einen Film entgegenhalten, der die riesigen Erwartungen an Sensation und Kontroverse auch zu erfüllen vermag. Unter diesen Bedingungen kämpft die dritte Regiearbeit Mel Gibsons gegen einen übermächtigen Gegner, verdient sich aber als realistischste und physischste Verfilmung des biblischen Selbstopfers ihren Platz in der Filmgeschichte.
Im Kino-Kanon der Glaubens- und Leidensgeschichte bezieht Gibsons "Passion" eine konservative, traditionelle Position, in der Limitierung des Zeitrahmens und der Akzentuierung des Körperlichen aber auch eine sehr individuelle. Es geht ausschließlich um die letzten zwölf Stunden im Leben Christi und um die hyperrealistische Abbildung einer physischen Tortur, die die geistig-seelischen Qualen, die Selbstzweifel, das Überprüfen der Leidenserfahrung mit den aufgestellten Glaubensregeln, etwas in den Hintergrund drängt. Gibsons Film distanziert sich von den salbungsvollen Bibelpredigten und der Kitschsymbolik des alten Hollywood, nicht aber von Melodram und Pathos, will emotional hochtourig überwältigen. Seine "Passion" ist in Ausstattung, Kostümen, Sprache (Aramäisch für die Juden, Vulgärlatein für die Römer) authentisch, ist in Cinecittá und, wie Pasolinis "Das Erste Evangelium Matthäus", in der Umgebung der süditalienischen Stadt Matera gedreht, ist aber nicht asketisches Kunstkino, sondern leidenschaftliches Unterhaltungskino.
Gezeigt wird keine verschlüsselte, moderne Christus-Geschichte wie Denys Arcands "Jesus von Montreal", keine Humanisierung des Heiligen (Martin Scorseses "Die letzte Versuchung Christi"), keine historische Überprüfung, sondern eine texttreue, an vier Evangelien ausgerichtete Nacherzählung eines monumentalen Glaubensbekenntnisses. Der Film ist nicht anti-jüdischer, als es schon seine primären Quellen sind, die überall unterrichtet werden. Die religiösen Führer des Judentums richten Christus, aber das Übel ist erkennbar nicht eine Religion, eine Volksgruppe, sondern fanatische Glaubensreiniger, die machtpolitisches Eigen- als Gemeininteresse ausgeben und einen konturlosen Mob gegen einen Nonkonformisten manipulieren. Im Film wird angedeutet, dass es auch kritische Stimmen unter den Pharisäern gab, dass der Rat von Hohepriester Kaiphas mit Berechnung übereilt einberufen wurde. Die Schuld am Tode von Jesus verteilt sich auf viele Schultern. Jünger verraten ihn und verleugnen sich, römische Soldaten quälen mit sadistischer Freude, die Masse folgt opportunistisch. Der Teufel, hier als unheimlicher androgyner Formwandler gezeichnet, dem schon mal eine digitale Made in die Nase kriecht, ist keine Bedrohung von außen, sondern von innen, ist die Natur des Menschen selbst.
Natürlich verlangt diese Passionsgeschichte einiges dem Zuschauer ab und auch Hauptdarsteller Jim Caviezel, dessen Charisma, das sich Christus-ähnlich in "Der schmale Grat" entfaltete, sich hier dem Leidensauftrag der Figur unterordnen muss. "Die Passion Christi" hat untertitelte Dialoge in Originalsprache, erklärt weder Figuren noch ihre Vorgeschichte, beschränkt sich auf minimale Rückblenden und zeigt Geißelung und Kreuzigung in schonungslosen Bildern, bis sogar das Zerschlagen von Beinknochen am Kreuz als Gnadenakt toleriert werden muss. Wie schon stellenweise in "Braveheart" ist Gibsons Inszenierung nicht immer subtil, verfehlt aber ihre Wirkung nicht. Man sieht das Leid und spürt es fast körperlich, nicht zuletzt dank der superben Make-up Effekte und der Emotionalität von Maia Morgenstern als Mutter Maria. Durch sie wird die überhöhte Vater-Sohn- auch eine persönliche Mutter-Sohn-Geschichte, die Glaubensgrenzen überschreitet. Und am Ende, wenn Christus ins Licht tritt, eröffnet sich die Gelegenheit, den Bildern eigene Worte im Diskurs folgen zu lassen. Das ist es, was man bei einem Film wie diesem unter Nachbearbeitung verstehen sollte. kob.
| Darsteller: | James Caviezel | als Jesus Christus | |
|---|---|---|---|
| Monica Bellucci | als Maria Magdalena | ||
| Maia Morgenstern | als Maria | ||
| Mattia Sbragia | als Hohepriester Kaiphas | ||
| Hristo Shopov | als Pontius Pilatus | ||
| Claudia Gerini | als Claudia Procles, Pilatus' Frau | ||
| Luca Lionello | als Judas Ischariot | ||
| Sergio Rubini | als Dismas | ||
| Toni Bertorelli | als Annas | ||
| Roberto Bestazzoni | als Malchus | ||
| Francesco Cabras | als Gesmas | ||
| Giovanni Capalbo | als Cassius | ||
| Rosalinda Celentano | als Satan | ||
| Emilio De Marchi | als Höhnischer Römer | ||
| Francesco DeVito | als Petrus | ||
| Lello Giulivo | als Brutaler Römer | ||
| Abel Jafry | als Zweiter Tempel-Diener | ||
| Christo Jivkov | als Johannes | ||
| Jarreth Merz | als Simon | ||
| Matt Patresi | als Janus | ||
| Fabio Sartor | als Abenader | ||
| Roberto Visconti | als Höhnischer Römer | ||
| Giacinto Ferro | als Joseph von Arimathea | ||
| Olek Mincer | als Nikodemus | ||
| Adel Ben Ayed | als Thomas | ||
| Chokri Ben Zagden | als Jakobus | ||
| Luca De Dominicis | als Herodes | ||
| Pedro Sarubbi | als Barabbas | ||
| Regie: | Mel Gibson | ||
| Buch: | Mel Gibson | ||
| Benedict Fitzgerald | |||
| Musik: | John Debney | ||
| Kamera: | Caleb Deschanel | ||
| Produzent: | Mel Gibson | ||
| Bruce Davey | |||
| Stephen McEveety | |||
Die Passion Christi in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Aramäisch, Hebräisch, Latein
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: Vollbild (4:3)
Star
James Caviezel
Als gemarterter Jesus Christus, der unsägliches Leid über sich ergehen lassen muss, trug sich der 1968 geborene James Caviezel, der mit dem...
Star
Monica Bellucci
Strahlend schöne Frau, laszive Verführerin, sinnliches Vollblutweib, erotischer Leckerbissen, sexy Ikone und Italiens größter filmischer...
Registrieren




