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Die Perlmutterfarbe

Poetischer Reigen nicht nur für Kinder über einen Siebtklässler in den 30er Jahren zwischen Freundschaft und Verrat.


Die Perlmutterfarbe

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Erhältlich seit:
23.07.2009

Originaltitel: Die Perlmutterfarbe

Kinderfilm/ Abenteuer

Deutschland 2008
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 6

Markus Krojer
Dominik Nowak
Zoe Mannhardt

Regie: Marcus H. Rosenmüller
Highlight Communications (Deutschland)

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Das schlechte Gewissen treibt einen Jungen immer tiefer ins Schlamassel.

Alexander will unbedingt seine Mitschülerin beeindrucken (Foto: Constantin) Großansicht

Alexander will unbedingt seine Mitschülerin beeindrucken (Foto: Constantin)

Der Siebtklässler Alexander (Markus Krojer) wird vom schlechten Gewissen geplagt. Um den von seiner Schule ausgelobten Malwettbewerb zu gewinnen und damit eine Mitschülerin zu beeindrucken, verstrickt er sich in ein Netz von Notlügen.

Durch Zufall in den Besitz der so genannten Perlmutterfarbe, einer Erfindung seines besten Freundes Maulwurf, gekommen, rückt Alexander sie nicht heraus, obwohl überall nach dem Fläschchen gefahndet wird. Daraus entsteht ein erbitterter Kampf zwischen seiner a- und der b-Klasse. Er spiel sein falsches Spiel bis zum Schluss, um als Sieger des Wettbewerbs hervorzugehen.

So ein Stück Kuchen wär schon was Feines (Foto: Constantin) Großansicht

So ein Stück Kuchen wär schon was Feines (Foto: Constantin)

Liebe zum Detail

Marcus H. Rosenmüller inszeniert packend, mit Liebe zum Detail einen Stoff aus den Tagen des aufkeimenden Nationalsozialismus.

Die Perlmutterfarbe

Nach "Schwere Jungs" und "Räuber Kneißl" bearbeitet Marcus H. Rosenmüller erneut einen historischen Stoff und besinnt sich seiner Tugenden aus "Wer früher stirbt ist länger tot".

Trotz der immens hohen Schlagzahl - seit 2006 inszeniert er pro Jahr zwei Spielfilme - schafft es Marcus H. Rosenmüller, für viele einer der großen Hoffnungsträger der deutschen Filmlandschaft, mindestens aber der bayerischen, ein gewisses Niveau und Qualität zu halten. Das gilt auch für "Die Perlmutterfarbe". Für sie hat er seine Jugend-Trilogie, die mit "Beste Zeit" begann, unterbrochen, und mit ihr kehrt er nach dem kommerziell etwas ernüchternden "Räuber Kneißl" zu seinen Anfängen zurück. Denn sein aktuelles Werk hat viel mit dem 1,8-Millionen-Besucher-Hit "Wer früher stirbt ist länger tot" gemein: unter anderem den, erneut großartig aufspielenden Kinderdarsteller Markus Krojer, das Fehlen eines Elternteils, in diesem Fall der Vater, sowie die ebenfalls Rosenmüller-typischen (Alp-)Traumsequenzen, in denen sich das schlechte Gewissen des Protagonisten offenbart. Bei "Die Perlmutterfarbe", der auf dem gleichnamigen, im Jahr 1931 angesiedelten Roman von Anna Maria Jokl fußt, wird der Siebtklässler Alexander (Krojer) davon geplagt. Der etwas schüchterne Junge würde zu gern den von seiner Schule alljährlich ausgelobten Malwettbewerb gewinnen. Da kommt er durch einen recht kuriosen Zufall in den Besitz der so genannten Perlmutterfarbe, einer Erfindung seines besten Freundes Maulwurf. Obwohl kurz darauf überall nach dem Fläschchen mit der Farbe gefahndet wird, rückt Alexander sie nicht heraus. Im Gegenteil, er verstrickt sich in ein Netz von kleinen Notlügen, das letztlich zu einem erbitterten Kampf zwischen seiner a- und der b-Klasse führt. Erst zum Schluss, als er tatsächlich als Sieger des Wettbewerbs hervorgeht, bringt es Alexander fertig, sein falsches Spiel zu offenbaren.

Stand bei "Wer früher stirbt ist länger tot" noch der Familienverbund im Vordergrund, so lenkt Rosenmüller dieses Mal die Aufmerksamkeit auf den Klassenverband. Mit viel Liebe zum Detail für Sprache, Kostüm und Ausstattung schildert er die Auseinandersetzung zwischen zwei Banden, die in ihren besten Momenten an Yves Roberts Klassiker "Krieg der Knöpfe" erinnert. Dabei dürfen weder die obligatorische Schneeballschlacht noch das Tauziehen oder waghalsige Mutproben in einer stillgelegten Fabrikhalle fehlen. Letztgenannter Schauplatz eines insolventen Stahlwerks dient zugleich als trauriger aktueller Bezug zur derzeitigen Weltwirtschaftskrise, und auch vor dem aufkeimenden Nationalsozialismus verschließt Rosenmüller nicht die Augen. Da werden Bücher verbrannt, Uniformen angezogen und durch einen Windstoß Hitlers Konterfei, das ein Kalenderblatt im Klassenzimmer ziert, für einen kurzen Augenblick frei gelegt. Dazu packt Rosenmüller noch ein bisschen Magie, verströmt durchs Perlmutt-Fläschchen, eine zarte Liebesgeschichte mit der kessen Zoe Mannhardt aus "Hände weg von Mississippi" und wunderschönen Anekdötchen wie etwa der Versuch, dem von Sigi Zimmerschied gespielten griesgrämigen Konditor mit wenig Taschengeld möglichst viel Torte abzuluchsen. Wer darüber hinaus noch eine exzellente Brigitte Hobmeier, die zuletzt noch als Kneißls Geliebte brillierte, als Alexanders überforderte Mama sehen und die Funktion eines vom Maulwurf konstruierten Lügokraten prüfen will, der ist bei diesem poetischen Reigen um Liebe und Hass, Vertrauen und Verrat, Freundschaft und Versöhnung bestens aufgehoben. lasso.

Darsteller:  Markus Krojer   als Alexander
  Dominik Nowak   als Maulwurf
  Zoe Mannhardt   als Lotte
  Benedikt Hösl   als Langer Gruber
  Thomas Wittmann   als Hugo / Heini
  Samuel Cakan   als Heihei
  Franziska Scheuber   als Mausi
  Ferdinand Hofer   als Knockout
  Paul Beck   als B-Karli
  Brigitte Hobmeier   als Klari
  Viola von der Burg   als Frau Heintze
  Adele Neuhauser   als Buchhändlerin
  Gustav Peter Wöhler   als Herr Schloder
  Johannes Silberschneider   als Herr Ramsauer
  Josef Hader   als Herr Ametsbichler
  Sigi Zimmerschied   als Konditor Schneider
  Christian Lerch   als Herr Gumberger
  Gerd Lohmeyer   als Herr Haselböck
  Johannes Herrschmann   als Herr Gruber
 
Regie:  Marcus H. Rosenmüller  
Buch:  Marcus H. Rosenmüller  
  Christian Lerch  
Musik:  Gerd Baumann  
Kamera:  Torsten Breuer  
Produzent:  Robert Marciniak  
  Uli Aselmann  
 

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