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Leihvideo
Erhältlich seit:
16.07.2009
Originaltitel: Die Perlmutterfarbe
Deutschland 2008
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 6
Markus Krojer
Dominik Nowak
Zoe Mannhardt
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Highlight Communications (Deutschland)

Nach "Schwere Jungs" und "Räuber Kneißl" bearbeitet Marcus H. Rosenmüller erneut einen historischen Stoff und besinnt sich seiner Tugenden aus "Wer früher stirbt ist länger tot".
Trotz der immens hohen Schlagzahl - seit 2006 inszeniert er pro Jahr zwei Spielfilme - schafft es Marcus H. Rosenmüller, für viele einer der großen Hoffnungsträger der deutschen Filmlandschaft, mindestens aber der bayerischen, ein gewisses Niveau und Qualität zu halten. Das gilt auch für "Die Perlmutterfarbe". Für sie hat er seine Jugend-Trilogie, die mit "Beste Zeit" begann, unterbrochen, und mit ihr kehrt er nach dem kommerziell etwas ernüchternden "Räuber Kneißl" zu seinen Anfängen zurück. Denn sein aktuelles Werk hat viel mit dem 1,8-Millionen-Besucher-Hit "Wer früher stirbt ist länger tot" gemein: unter anderem den, erneut großartig aufspielenden Kinderdarsteller Markus Krojer, das Fehlen eines Elternteils, in diesem Fall der Vater, sowie die ebenfalls Rosenmüller-typischen (Alp-)Traumsequenzen, in denen sich das schlechte Gewissen des Protagonisten offenbart. Bei "Die Perlmutterfarbe", der auf dem gleichnamigen, im Jahr 1931 angesiedelten Roman von Anna Maria Jokl fußt, wird der Siebtklässler Alexander (Krojer) davon geplagt. Der etwas schüchterne Junge würde zu gern den von seiner Schule alljährlich ausgelobten Malwettbewerb gewinnen. Da kommt er durch einen recht kuriosen Zufall in den Besitz der so genannten Perlmutterfarbe, einer Erfindung seines besten Freundes Maulwurf. Obwohl kurz darauf überall nach dem Fläschchen mit der Farbe gefahndet wird, rückt Alexander sie nicht heraus. Im Gegenteil, er verstrickt sich in ein Netz von kleinen Notlügen, das letztlich zu einem erbitterten Kampf zwischen seiner a- und der b-Klasse führt. Erst zum Schluss, als er tatsächlich als Sieger des Wettbewerbs hervorgeht, bringt es Alexander fertig, sein falsches Spiel zu offenbaren.
Stand bei "Wer früher stirbt ist länger tot" noch der Familienverbund im Vordergrund, so lenkt Rosenmüller dieses Mal die Aufmerksamkeit auf den Klassenverband. Mit viel Liebe zum Detail für Sprache, Kostüm und Ausstattung schildert er die Auseinandersetzung zwischen zwei Banden, die in ihren besten Momenten an Yves Roberts Klassiker "Krieg der Knöpfe" erinnert. Dabei dürfen weder die obligatorische Schneeballschlacht noch das Tauziehen oder waghalsige Mutproben in einer stillgelegten Fabrikhalle fehlen. Letztgenannter Schauplatz eines insolventen Stahlwerks dient zugleich als trauriger aktueller Bezug zur derzeitigen Weltwirtschaftskrise, und auch vor dem aufkeimenden Nationalsozialismus verschließt Rosenmüller nicht die Augen. Da werden Bücher verbrannt, Uniformen angezogen und durch einen Windstoß Hitlers Konterfei, das ein Kalenderblatt im Klassenzimmer ziert, für einen kurzen Augenblick frei gelegt. Dazu packt Rosenmüller noch ein bisschen Magie, verströmt durchs Perlmutt-Fläschchen, eine zarte Liebesgeschichte mit der kessen Zoe Mannhardt aus "Hände weg von Mississippi" und wunderschönen Anekdötchen wie etwa der Versuch, dem von Sigi Zimmerschied gespielten griesgrämigen Konditor mit wenig Taschengeld möglichst viel Torte abzuluchsen. Wer darüber hinaus noch eine exzellente Brigitte Hobmeier, die zuletzt noch als Kneißls Geliebte brillierte, als Alexanders überforderte Mama sehen und die Funktion eines vom Maulwurf konstruierten Lügokraten prüfen will, der ist bei diesem poetischen Reigen um Liebe und Hass, Vertrauen und Verrat, Freundschaft und Versöhnung bestens aufgehoben. lasso.
| Darsteller: | Markus Krojer | als Alexander | |
|---|---|---|---|
| Dominik Nowak | als Maulwurf | ||
| Zoe Mannhardt | als Lotte | ||
| Benedikt Hösl | als Langer Gruber | ||
| Thomas Wittmann | als Hugo / Heini | ||
| Samuel Cakan | als Heihei | ||
| Franziska Scheuber | als Mausi | ||
| Ferdinand Hofer | als Knockout | ||
| Paul Beck | als B-Karli | ||
| Brigitte Hobmeier | als Klari | ||
| Viola von der Burg | als Frau Heintze | ||
| Adele Neuhauser | als Buchhändlerin | ||
| Gustav Peter Wöhler | als Herr Schloder | ||
| Johannes Silberschneider | als Herr Ramsauer | ||
| Josef Hader | als Herr Ametsbichler | ||
| Sigi Zimmerschied | als Konditor Schneider | ||
| Christian Lerch | als Herr Gumberger | ||
| Gerd Lohmeyer | als Herr Haselböck | ||
| Johannes Herrschmann | als Herr Gruber | ||
| Regie: | Marcus H. Rosenmüller | ||
| Buch: | Marcus H. Rosenmüller | ||
| Christian Lerch | |||
| Musik: | Gerd Baumann | ||
| Kamera: | Torsten Breuer | ||
| Produzent: | Robert Marciniak | ||
| Uli Aselmann | |||
Die Perlmutterfarbe in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Audiokommentar, Entfallene Szenen, Outtakes, Making of, Featurettes, Bio- und Filmografien
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