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Die Polizistin

Unprätentiöse Milieustudie über den Polizistenalltag in der ostdeutschen Provinz.


Die Polizistin

Kaufvideo

Erhältlich seit:
05.03.2010

Originaltitel: Die Polizistin

Drama

Deutschland 2000
Laufzeit: 90 Min.
FSK: ab 12

Gabriela Maria Schmeide
Axel Prahl
Jewgeni Sitjochin

Regie: Andreas Dresen
Studio Hamburg Enterprises

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Die Polizistin

Mit "Die Polizistin" führt Andreas Dresen den mit "Nachtgestalten" eingeschlagenen Weg fort. Keine modischen Loft- oder Werbegestalten bevölkern die Leinwand, sondern ganz normale Menschen, die trotz Bodenhaftung im Alltag manchmal den Boden unter den Füßen verlieren, an der Realität fast zerbrechen. Nach der mit Grimme-Preisen überschütteten TV-Version kommt jetzt die ungekürzte 97-minütige Fassung ins Kino.

In Rostocker düsteren Problembezirk Lütten-Klein möchte man weder als Jugendlicher noch als alter Mensch leben. Genau in diese Einöde verschlägt es die junge Polizistin Anna (Gabriele Maria Schmeide) zur Ausbildung. Sie macht das Beste aus der Sache, hofft auf beruflichen und privaten Neuanfang. Motivation für den Job: "Ich habe gerne mit Menschen zu tun. Etwas Solides, dachte ich". Erst einmal muss sie sich mit Bürokratie herumschlagen, mehr als acht Stunden täglich ackern und so spannende Fälle bearbeiten wie Ruhestörung, Diebstahl in der Kaufhalle, familiäre Streitigkeiten. Wer es sich leisten kann, zieht weg aus diesem sozialen Brennpunkt, Auffangbecken für Menschen, die nichts mehr haben außer sich selbst. Die Hoffnungslosigkeit geht ihr an die Nieren. Aber Dünnhäutigkeit ist nicht gefragt, sondern hartes Zupacken. Als sie den zehnjährigen Benny trifft, erwacht ihr Beschützerinstinkt. Sie lernt seinen leiblichen Vater kennen, einen russischen Kleinkriminellen mit starker persönlicher Ausstrahlung und verliert die berufliche Distanz. Die Ereignisse eskalieren. Andreas Dresen ("Nachtgestalten") räumt auf mit dem Klischee vom gefühlsmäßig abgestumpften Staatsdiener, setzt den Polizeialltag aus vielen kleinen Eindrücken wie ein Puzzle zusammen. Die unprätentiöse und unspektakuläre Milieustudie erinnert an das britische New Cinema. Gekonnt vermischt er in atmosphärischer Dichte irrationale Sehnsucht nach Liebe und Konfrontation mit ernüchternder Realität. Man spürt eine im Spielfilm seltene Wahrhaftigkeit, vielleicht weil das Team in der größten Polizeistation in Mecklenburg-Vorpommern bei laufendem Betrieb größtenteils mit Handkamera drehte und einiges an Einsätzen und Insider-Informationen mitkriegte. Die grobkörnige Optik und die Nachbearbeitung mit dem Verfahren der Bleichbadüberbrückung verstärkt noch den Eindruck von Authentizität. "Die Polizistin" beschert in ihrer sozialen Direktheit nicht zwei schöne Kinostunden, dafür aber zwei äußerst interessante. mk.

Die Polizistin

Nach ihrer Ausbildung als Polizistin landet Anne (Gabriela Maria Schmeide) im Ostsee-Nest Lütten-Klein bei Rostock. Hier zerschlägt sich ihre Hoffnung von einem soliden Job sehr schnell: Ihr Arbeitsalltag wird von sozialen Problemfällen und grauer Bürokratie geprägt. Als sie sich dann auch noch von dem russischen Kleinganoven Jegor (Jevgenij Sitochin) angezogen fühlt, sieht sie sich zwischen beruflicher Pflicht und persönlichem Engagement hin- und hergerissen. Dazu kommen ihre Gefühle für ihren verheirateten Kollegen Mike (Axel Prahl). In dieser verzwickten Situation gleiten Anne die Fäden bald aus der Hand.

Quelle: Studio Hamburg

Darsteller:  Gabriela Maria Schmeide   als Anne
  Axel Prahl   als Mike
  Jewgeni Sitjochin   als Jegor
  Katrin Saß   als Frau Kubitschek
  Paul Grubba   als Benny
  Horst Krause   als Albert
  Martin Seifert   als Herr Kubitschek
  Klaus Manchen   als Wagner
  Heidemarie Schneider   als Frau Seifert
  Ursula Werner   als Mutter Schmiedel
  Peter Pauli   als Vater Schmiedel
  Eberhard Kirchberg   als Harald
  Eberhard Bremer   als Otto
  Frederick Lau  
 
Regie:  Andreas Dresen  
Buch:  Laila Stieler  
Kamera:  Michael Hammon  
Produzent:  Christian Granderath  
  Norbert Sauer  
 

Die Polizistin in der Fotoshow

 

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Features

 

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